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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Spatenstich für Deckwerksbau auf Föhr

Spatenstich für Deckwerksbau auf Föhr Spatenstich für Deckwerksbau auf Föhr (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Spatenstich für Deckwerksbau auf Föhr © D. Probst/LKN.SH

Föhr. Spatenstich für einen Deckwerksbau mit Wellenüberschlagsicherung auf Föhr: Am Vormittag des 28. Aprils fiel der offizielle Startschuss für die Küstenschutzmaßnahme, die voraussichtlich im Oktober 2023 abgeschlossen sein wird.

Die nordfriesische Insel Föhr wird durch einen 22 Kilometer langen Landesschutzdeich vor Überflutungen geschützt. Allerdings sind auf dem Deichabschnitt zwischen Ackerum und Toftum (rund 3200 Meter) die außendeichs liegenden Treibselabfuhrwege in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Oder sie fehlen ganz.

Um künftig ein ganzjähriges, nahezu witterungsunabhängiges Befahren der seeseitigen Deichseite zu ermöglichen, lässt das Land Schleswig-Holstein durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) hier für rund 9,5 Millionen Euro ein neues Deckwerk mit einer Gesamtfläche von rund 19.000 Quadratmetern mit einer 5,00m breiten und asphaltierten Wellenüberschlagsicherung bauen. Direkt am Deich wird in beiden Jahren jeweils im Zeitraum April bis September gebaut, um während der Wintermonate die Deichsicherheit zu gewährleisten. Insgesamt werden u.a. 27.000 Kubikmeter Klei und mehr als 23.000 Holzpfähle verbaut.

 „Um die Deiche in einem wehrfähigen Zustand zu halten, ist es extrem wichtig, Treibsel so schnell wie möglich wegräumen zu können“, sagt Birgit Matelski, Direktorin des LKN. „Deshalb freue ich mir sehr darüber, dass wir nun auf Föhr diese letzte Lücke schließen können.“ Treibsel, oder Schwemmgut, sollte innerhalb von vier Wochen abgeräumt werden, da sonst die Grasnarbe gelb und der Deich oberflächig beschädigt wird.

Der seeseitig gelegene Weg dient nicht nur den Küstenschützern zur Deichunterhaltung. Er wirkt im Sturmflutfall als Wellenüberschlagssicherung und schützt durch die befestigte Oberfläche den Deich vor größeren Schäden.

„Die hohen Wasserstände, die wir auch während der vergangenen Sturmflutsaison wieder hatten, bereiten mir große Sorgen“, sagt Amtsvorsteherin Heidi Braun. „Deshalb bin ich sehr froh über diese Baumaßnahme am Deckwerk.“

Da der umfangreiche Materialtransport über den Wyker Binnenhafen, die Gemeindestraße „Achtern Diek“ und den anschließenden Deichverteidigungswegen erfolgen wird, muss hier mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde bereits die Straße „Achtern Diek“ im Bereich des Hafenamtes/Polizei einseitig verbreitert.