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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll

 

Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll © G. Görrissen/LKN.SH

Erfolgreiche Grundsteinlegung des neuen LKN-Betriebshofs in Uelvesbüll

 

Uelvesbüll. Die Planungen für die „Deichverstärkung nördliches Eiderstedt“ sind weit fortgeschritten und bleiben auch für den Betriebshof des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) im Uelvesbüller Koog nicht ohne Folgen. Da die Trassenführung eine Verlegung unumgänglich macht, wurde am Donnerstag, 11. November, im Beisein von Birgit Matelski, Direktorin des LKN, und Dorit Kuhnt, Staatssekretärin im MELUND, der Grundstein für einen neuen Betriebshof gelegt.

Die Bauarbeiten am rund sechs Kilometer langen Deichabschnitt sollen in den kommenden Jahren im Bereich Uelvesbüll beginnen. Grundvoraussetzung dafür ist die Fertigstellung des neuen Betriebshofs, der rund 2,1 Millionen Euro kosten und nach den aktuellen Klimaschutzstandards errichtet werden wird. 

Neubau Betriebshof Uelvesbüll Neubau Betriebshof Uelvesbüll (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Neubau Betriebshof Uelvesbüll schreitet voran © A. Wittern/LKN.SH

„Der Betriebshof ist für uns von elementarer Bedeutung und deshalb an dieser Stelle unverzichtbar“, sagt Birgit Matelski. „Es gibt in unmittelbarer Nähe keine alternativen Standorte. Und auf andere Betriebshöfe können wir wegen der großen Entfernungen und fehlender Kapazitäten nicht ausweichen.“

Der Betriebshof Uelvesbüll ist der einzige Betriebshof des Baubetriebs 2 auf Eiderstedt und nicht nur ein zentraler Dienstort für alle in diesem Bereich eingesetzten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des LKN.SH. Er dient zudem als Lagerplatz und als Basisstation für die Wasserbauer-Kolonnen in diesem Abschnitt. Außerdem befindet sich hier im Katastrophen- bzw. Sturmflutfall die örtliche Abschnittsführungsstelle.

Die Deiche der Köge Uelvesbüll, Simonsberg und Finkhaushallig sind laut Generalplan Küstenschutz zu verstärken. Der überplante Abschnitt, der nach dem Klimadeichkonzept umgesetzt wird, ist rund sechs Kilometer lang und wird voraussichtlich 65 Millionen Euro kosten. Es werden für die Maßnahme insgesamt ca. 520.000 Kubikmeter Klei als Abdeckboden und für ca. 750.000 Quadratmeter Füllboden benötigt.

Staatsekretärin Dr. Kuhnt ging bei der Grundsteinlegung auf die Bedeutung des Klimadeichkonzepts ein, das auch eine Baureserve für spätere Nachverstärkungen beinhaltet. „So werden die verstärkten Deichabschnitte bis weit ins nächste Jahrhundert eine optimale Sicherheit gewährleisten“, sagte Kuhnt. „Und das auch bei einem deutlich beschleunigten Meeresspiegelanstieg.“ Das Land käme so seiner langfristigen Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nach.

Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Grundsteinlegung Betriebshof Uelvesbüll © A. Wittern/LKN.SH

Der neue Betriebshof wird neben dem Betriebsgebäude unter anderem eine 350 Quadratmeter große Fahrzeughalle beinhalten, in der eine Werkstatt untergebracht sein wird. Für das Betriebsgebäude wurde das des LKN.SH in Dagebüll als Referenzobjekt herangezogen. Für die Fahrzeughalle die in Dagebüll und Tümlauer Koog. Die Gesamtgröße beider Gebäude in Uelvesbüll, Betriebsgebäude und Fahrzeughalle, beträgt 799 Quadratmeter.

Im Neubau werden die aktuellsten Klimaschutzstandards umgesetzt. So erfolgt die Heiztechnik klimaneutral durch eine ressourcensparende Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Energieversorgung für den Eigenverbrauch wird durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Außerdem ist neben der Ausstattung der Arbeitsplätze mit modernster Technologie der Betrieb von zwei E-Ladestationen vorgesehen.

Die Gesamtkosten wurden vom Gebäudemanagement des Landes (GM.SH) auf rund 2,1 Millionen Euro geschätzt. Der LKN.SH wird durch Eigenleistungen, wie z. B. Pflasterarbeiten, die Kosten voraussichtlich um eine halbe Million Euro senken können.

Kuhnt lobte zudem die Zusammenarbeit von GM.SH und LKN.SH. „Ohne gute Zusammenarbeit lässt sich ein Projekt dieser Größenordnung nur sehr schwer realisieren“, sagte Kuhnt und verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen beim Neubau des Verwaltungsgebäudes des LKN.SH in Dagebüll (2020) und des Betriebsgebäudes im Norderheverkoog (2017).