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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

LKN setzt in Wendtorf auf Betonmatten

Der LKN.SH setzt in Wendtorf auf Betonmatten Der LKN.SH setzt in Wendtorf auf Betonmatten (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Betonmatten werden eingebaut © LKN.SH

Bei der Verstärkung des Außentiefs in Wendtorf geht der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit einem besonderen Verfahren neue Wege. Zudem ist die rund 2,8 Millionen Euro teure Sanierung das letzte Bauprojekt in der langen LKN-Karriere von Fachbereichs- und Projektleiter Wolfgang Jensen.

Der 65-Jährige verschob seinen Ruhestand, um diese Maßnahme, die mit den ersten Planungen vor knapp fünf Jahren begann und voraussichtlich im Oktober enden wird, zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Ursprünglich besaß das 130 Meter lange Außentief eine trapezförmige Außenrinne, neu ist nun der parabolische Fließquerschnitt aus durchlässigen Betonmatten, die bessere Abflusswerte zur Folge haben. Diese Matten werden im Bereich des Küstenschutzes in Schleswig-Holstein erstmals verbaut.

„Wir erreichen so höhere Fließgeschwindigkeiten“, sagt Jensen. „Der Ausbau ist einfach glatter, als die rauen Deckwerksteine aus Granit, die vorher im Außentief verbaut worden sind.“ Das gelte allerdings nur bis zum sogenannten Sandfang, den von dort werde der Untergrund in Richtung Ostsee wieder rauer, um Wellenenergie zu brechen.

Die Instandsetzung sei unumgänglich geworden, weil gravierende Schäden am alten Molenkörper und am vollfugig vermörtelten Steindeckwerk aufgetaucht seien, so Jensen. „Ich wollte dieses Projekt, von dem wir uns auch Erkenntnisse für künftige Baumaßnahmen erhoffen, unbedingt zu einem guten Ende bringen.“

Der gelernte Wasserbaumeister, der zudem klassischen Wasserbau und Hydraulik studierte, arbeitete in seiner bewegten Karriere auch schon als Zeitsoldat und Elektriker. Im Küstenschutz ist Wolfgang Jensen seit dreieinhalb Jahrzehnten aktiv, an der Ostseeküste in leitenden Funktionen seit 1999. Am 31. Juli 2022 wird er auf den Tag genau nach 50-jähriger Tätigkeit für verschiedene Dienstherren den Helm an den Nagel hängen. Vorerst.

Während das Außentief bald für voraussichtlich einige Jahrzehnte ungestört seiner Aufgabe, der Entwässerung von 110 Quadratkilometern Hinterland, nachkommen kann, wird Jensen den Begriff „Ruhestand“ nicht wörtlich nehmen. „Ich werde mich im Küstenschutz in verschiedenen Projekten engagieren. Ohne Wasser geht es für mich nicht!“

Wolfgang Jensen, Fachbereichsleiter 55 Wolfgang Jensen, Fachbereichsleiter 55 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Wolfgang Jensen, Fachbereichsleiter 55 © Franke/LKN

Die wichtigste Weiche für seinen Unruhestand wurde bereits gestellt: Maria, mit der Wolfgang Jensen seit 43 Jahren glücklich verheiratet ist, hat ihm für seine Karriere danach grünes Licht gegeben.