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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Küstenschutz Route Husum ist eröffnet

Datum 29.06.2018

Küstenschutz geht alle an – heute mehr denn je, denn der steigende Meeresspiegel stellt neue Herausforderungen. Was den Küstenschutz ausmacht, seine Bauwerke, Maßnahmen und Strategien, seine Methoden und die Menschen, die ihn betreiben, wird jetzt mit der Küstenschutz Route Husum sichtbar. Vom Nordfriesland Museum. Nissenhaus in der Husumer Innenstadt bis zum vier Kilometer entfernten Dockkoog erläutern zwölf Infostehlen und eine App, was Küstenschutz heute und in Zukunft bedeutet.

„Warum Schafe mehr können als Wolle, wie ein ausgeklügelten System von Kanälen, Pumpen und Sperrwerken das Wasser aus dem Binnenland befördert oder wie ein Deich mit Reserve gebaut wird, das können Schülerinnen und Schüler, Urlauber und Einheimische jetzt allein oder in von uns organisierten Gruppen erfahren“, erläutert Uwe Haupenthal, Geschäftsführer des Museumsverbunds Nordfriesland.

Für Johannes Oelerich, Chef des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH), ist es „ein Glücksfall, dass wir entlang der Strecke fast alles in echt darstellen können, was den Küstenschutz ausmacht: Ein Hafen mit Sielzügen und Sperrwerk ebenso wie Regenrückhaltebecken, Wehlen, Buhnen, Lahnungsfelder und verschiedene Deichtypen. An unserem Bauhof ermöglichen wir einen Einblick in die Herzkammer des operativen Küstenschutzes. In zwölf kleinen Portionen wollen wir das wichtige Thema Küstenschutz an die Menschen bringen – denn über 350.000 Schleswig-Holsteiner werden so geschützt und alle zahlen mit ihren Steuern dafür.“

An jeder Station erläutern Zeitzeuginnen und Wissenschaftlerinnen, Ingenieure und Fachkräfte die vielfältigen Facetten rund um Hochwasser- und Überflutungsvorsorge. Sie berichten über unsichtbare Sielwärter, Schichtbetrieb im Sprudelbad, Bremskraftverstärker im Meer und norddeutsches Nähzeug.

Die Küstenschutzroute ist ein gemeinsames Projekt von Museumsverbund Nordfriesland, LKN.SH und der Stadt Husum. Auch Bürgermeister Uwe Schmitz hatte sich seit dem

Projektstart vor zwei Jahren in vielen Sitzungen dafür engagiert. „Die Agentur Skope aus Hamburg hat die Küstenschutz Route zu einem zeitgemäßen Lehrpfad gemacht. Die Ausstellungselemente sind modern gestaltet und die Inhalte flott beschrieben. Die eigens geschaffene App ergänzt den Weg durch unsere attraktive Innenstadt um einen virtuellen Spaziergang zum Dockkoog. Husum hat eine neue Attraktion“, so Schmitz.

Die App „Küstenschutz Route Husum“ ist für iOS- und Android-Geräte kostenlos verfügbar. Am dafür eingerichteten WLAN-Hot Spot am Nissenhaus kann man sie unmittelbar beim Start der Route herunterladen. Ein Faltblatt dient ebenfalls der Orientierung. Die Homepage http://www.kuestenschutz-route.de liefert weitere Informationen.

Für Schüler gibt es spezielle museumspädagogische Angebote des Nordfriesland Museums. Nissenhaus: Mit der Aufforderung „Werde Küstenschutzforscher/in!“ wird bei Kindern und Jugendlichen, bei Schulklassen oder Praktikumsprojekten in den Ferien das Interesse für den Küstenschutz geweckt. Dafür wurden spezielle Materialen erstellt. Für Lehrkräfte der Husumer Schulen gibt es dazu Einführungsseminare nach den Sommerferien.

Zwei ehemalige Mitarbeiter des LKN, Peter Beismann und Frerk Jensen, hatten das Projekt als ausgewiesene Küstenschutzexperten seit Jahren begleitet. Inzwischen im Ruhestand, wollen sie jetzt helfen, weitere Experten als freie, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, sie anleiten, auch selbst Exkursionen entlang der Küstenschutz Route durchzuführen.

Als letzte bauliche Maßnahme werden im Spätsommer zwei Podeste an der Dockkoogstraße errichtet, die größeren Gruppen abseits der Fahrbahn einen guten Überblick über den Porrenkoogsielzug und den Bauhof des LKN.SH ermöglichen.

Die Gesamtkosten von rund 220.000 € wurden überwiegend aus dem Projekt „LAG AktivRegion“ finanziert, die Gelder stammen aus dem Programm Leader zur Förderung ländlicher Regionen in der EU. Weiterhin wurde das Projekt durch den LKN.SH, den Museumsverbund Nordfriesland und die Stadt Husum finanziell unterstützt. 

Verantwortlich für diesen Pressetext:  Museumsverbund Nordfriesland, Herzog-Adolf-Straße 25, 25813 Husum, Tel. 04841- 25 45, info@museumsverbund-nordfriesland.de 

Dr. Hendrik Brunckhorst , Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein , Herzog-Adolf-Straße 1 , D-25813 Husum , Telefon 04841 667-142 hendrik.brunckhorst@lkn.landsh.de

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