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Landesjugendamt Schleswig-Holstein

© M. Staudt / grafikfoto.de

Informationen zum Masernschutz ukrainischer Kinder

Datum 28.03.2022

Informationen hinsichtlich der Masernschutzimpfung im Kontext der Betreuung von ukrainischen Kindern

Das Landesjugendamt hat in einem Schreiben die verschiedenen zuständigen Stellen im Bereich Kinder- und Jugendarbeit in Schleswig-Holstein hinsichtlich der Masernschutzimpfung im Kontext der Betreuung von ukrainischen Kindern informiert.

So gilt auch für diese Kinder grundsätzlich die Pflicht, eine Masernschutzimpfung oder eine Masernimmunität nachzuweisen, wenn sie in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Kindertagespflegeperson betreut werden sollen.

Nun zeigt sich allerdings vor Ort, dass viele geflüchtete Kinder aus der Ukraine nicht gegen Masern geimpft sind, so dass eine Betreuung vorerst nicht möglich erscheint.

Eine weite Auslegung des § 20 Abs. 9a Infektions-Schutz-Gesetz (IfSG) bietet jedoch die Möglichkeit, dass diese Kinder vorübergehend trotz fehlender Masernschutzimpfung betreut werden können. So wird mit dem IfSG an dieser Stelle geregelt, dass dies erlaubt ist, wenn ein Impfschutz gegen Masern erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist oder vervollständigt werden kann. Dies trifft für die geflüchteten Kinder aus der Ukraine nach unserer Bewertung zu, da in ihrem Heimatland keine entsprechende Impfpflicht besteht, eine Impfung bisher nicht möglich war bzw. es für eine solche keinen Anlass gab.

Innerhalb eines Monats müssen sie aber der Einrichtungsleitung bzw. Kindertagespflegeperson den entsprechenden Nachweis vorlegen.

Auch mit dieser Regelung bleibt es somit sehr wichtig, dass die ukrainischen Kinder schnellstmöglich gegen Masern geimpft werden. In Schleswig-Holstein bestehen hierfür folgende Möglichkeiten: In den Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) wird den Eltern mit ihren Kindern ein Impfangebot gemacht. Familien, die privat untergebracht und entsprechend bei den Ausländerbehörden erfasst und angemeldet sind, können eine Impfung bei einem niedergelassenen Arzt erhalten. So sind Impfungen nach StIKO-Empfehlungen vom AsylbLG abgedeckt. Alle anderen müssen sich ebenfalls zu einer EAE begeben, um geimpft zu werden.

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