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LFZHuK, Schleswig -  
Georg-Wilhelm-Pfingsten-Schule

© FRESH!KONZEPT GmbH

Update: Eindrücke aus dem Schulalltag im Lockdown Nr.2 in der Praxis am LFZHuK

Die Pandemie hat unseren Schulalltag weiter fest im Griff. Aber auch im zweiten, bundesweiten Lockdown versuchen wir das Beste aus der Situation zu machen.

Unsere Abschlussklassen, also der 9. und 10. Jahrgang dürfen weiterhin zur Schule kommen und haben unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Regeln Unterricht nach Plan im Klassenverband. Hier entstehen in den meisten Fächern keine Nachteile zum herkömmlichen Unterricht. Lediglich die Handlungsfähigkeit im laufenden Unterricht ist durch die Abstandsregeln ein wenig eingeschränkt. Gruppen- oder Partnerarbeiten sich kaum möglich. Einige Schülerinnen und Schüler sind über Video in den Unterricht dazu geschaltet. Das ist sicherlich nicht optimal, funktioniert aber überwiegend gut und wir lernen alle mit der Zeit unsere digitalen Möglichkeiten zu schätzen und zu nutzen. Es macht fast den Eindruck als würde sich ein wenig Routine einschleichen, wenn auch der Wunsch nach einem normalen Schulalltag bei uns allen groß ist.

Neben den üblichen Abschlussklassen gibt es am LFZHuK noch eine Konzept-Klasse, in der einige SchülerInnen die flexible Ausgangsphase nutzen um gut vorbereitet in ihr zukünftiges Berufsleben zu starten: die Flex-Klasse. Im Konzept der Flex-Klasse ist vorgesehen, dass montags und freitags die Hauptfächer unterrichtet werden und die Jugendlichen sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten. Dienstags, mittwochs und donnerstags sind die SchülerInnen normalerweise im Praktikum. Aufgrund des aktuellen Lockdowns ist es leider so nicht umsetzbar, denn die meisten Betriebe sind derzeit geschlossen oder dürfen aufgrund der Einschränkungen keine Praktikanten aufnehmen oder betreuen.

Holzwerken mit Frau Reutter Update Lockdown Nr.2 Unterricht am LFZHuK (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Holzwerken mit Frau Reutter © Landesförderzentrum Hören und Kommunikation

Das LFZHuK arbeitet seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit dem IFD (Integrationsfachdienst) im Bereich der Berufsorientierung zusammen. Auch in diesen Zeiten halten Matthias Bernd und sein Team telefonischen Kontakt zu den SchülerInnen im Übergang Schule Beruf (ÜSB), zu der Bundesagentur für Arbeit, Eltern oder Erziehungsberechtigten und den Praktikumsbetrieben.

Für einen Teil der Flex Klasse führt der Integrationsfachdienst jeden Dienstagvormittag eine vertiefte berufliche Orientierung durch. Es werden Kompetenzanalysen durchgeführt, damit die SchülerInnen weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten benennen können, um sich gezielter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bewerben. Für alle Schulabgänger 2021 werden Berufswegekonferenzen mit den Reha-BeraterInnen im Land vorbereitet. Es gibt SchülerInnen in den Abschlussklassen, die schon einen Ausbildungsplatz haben. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind es aber sehr viel weniger. Die Zeit im Lockdown ist schwieriger, das ist ganz klar. Auf unserer Agenda steht, dass wir gemeinsam mit allen EntlassschülerInnen auch 2021 eine berufliche Anschlussperspektive finden!

An den anderen „praktischen“ Tagen der Woche nutzen die Flex-SchülerInnen derzeit ausgiebig unsere Werkräume im Bereich Holz- und Metallwerken.

Unter der Anleitung von Frau Reutter, die ursprünglich den Beruf der Tischlerin erlernt und ausgeübt hat, stellen die SchülerInnen derzeit ca. 40 Stifte-Ständer mit Papierablage, dem LFZHuK-Logo und der Bezeichnung der verschiedenen Klassen her. Dadurch erleben sie, wie so ein Produktionsablauf in einer Firma stattfinden würde und es zeigt sich schnell, wer mit welchem Werkzeug und in welchem Bereich der Produktionskette seine Stärken hat.

Metallwerken Update Lockdown Nr.2 Unterricht am LFZHuK (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Metallwerken © Landesförderzentrum Hören und Kommunikation

Die anderen SchülerInnen werden bekanntlich derzeit aus der Ferne digital beschult. Und das läuft tatsächlich überwiegend recht gut! Natürlich ist die Situation für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer nicht einfach, aber die Rückmeldungen über den Erfolg beim Lernen auf Distanz sind zum größten Teil positiv. Jede Klasse hat inzwischen einen funktionierenden Tagesablauf gefunden, so z.B. die Klasse 5-9, die nach einem festen Ablaufplan ihre täglichen Aufgaben bewältigt. Morgens um 8 Uhr startet die erste Videokonferenz, um 10 Uhr die nächste und zum Abschluss des Schulvormittags folgt noch eine Videoschaltung um 13 Uhr. Zwischendurch werden fleißig Aufgaben über Iserv hin- und hergeschickt, überarbeitet und evtl. nochmal im Einzelgespräch im Videochat besprochen.

Klasse 5-9 im Videochat Update Lockdown Nr.2 Unterricht am LFZHuK (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Klasse 5-9 im Videochat © Landesförderzentrum Hören und Kommunikation

Und dennoch freuen wir uns alle auf die Zeit, in der wir wieder gemeinsam in der Schule in Schleswig lernen dürfen.