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LFZHuK, Schleswig -  
Georg-Wilhelm-Pfingsten-Schule

© FRESH!KONZEPT GmbH

Ein etwas anderes Schuljahr neigt sich dem Ende zu

Nur die Wenigsten haben wohl in ihrem Leben schon einmal eine so außergewöhnliche Zeit miterlebt. Die Corona-Pandemie bestimmte in den letzten Monaten unseren Alltag im Privaten, im Beruf und natürlich auch in der Schule - und das weltweit.

Sicher hinterlässt diese Erfahrung bei uns allen Spuren – negative aber ebenso auch positive. Im März diesen Jahres mussten wir alle lernen umzudenken, neue Ideen zu finden und umzusetzen und immer wieder flexibel auf weitere Hiobsbotschaften oder Möglichkeiten der Zurückgewinnung eines kleinen Stücks der Freiheit eingehen. Inzwischen hat der Umgang mit der Pandemie eine kleine bisschen Routine in unserem Schulalltag erhalten. Als Resümee in der letzten Woche des Schuljahres 2019/20 kann man sagen, dass wir alle am Landesförderzentrum Hören und Kommunikation und die dazugehörigen Netzwerke das Beste aus der Situation gemacht haben – wenn auch der große Wunsch nach Normalität im Schulalltag bleibt.

Die Abschlussklassen konnten unter diesen besonderen Voraussetzungen erfolgreich ihre Schullaufbahn beenden und gehen nun über in den nächsten Lebensabschnitt, sei es eine Berufsausbildung, ein Jahr in der berufsvorbereitenden Orientierung oder eine weiterführende Schule. Alle sind gut untergebracht und freuen sich auf den nächsten Meilenstein auf ihrem Weg in eine selbstständige Zukunft.

Bild der Abschlussschüler 2020 Bild der Abschlussschüler 2020 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Bild der Abschlussschüler 2020 © Landesförderzentrum Hören und Kommunikation

Lediglich die Abschlussfeierlichkeiten mussten kleiner ausfallen als gewohnt. Dennoch wurden die Absolventen in der letzten Woche im kleinen Rahmen und mit begrenzter Anzahl an Angehörigen feierlich in der Aula des Internats wie gewohnt verabschiedet. Abschlussbilder wurden unter erschwerten Bedingungen mit Maske gemacht – aber auch das gehört eben in diesem Jahr dazu und schmälert den Erfolg in keinster Weise.

Einige Kollegen verlassen uns zum Ende diesen Schuljahres nach vielen Jahren und gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Aus der Schule in Schleswig verabschieden sich Frauke Grüning, Silke Goos und unser Pastor Reinhard Müller. Aus der Abteilung für inklusive Bildung verabschieden wir Bernhard Pein und aus der Frühförderung gehen Barbara Stanezek und Birgit Ahlers-Jakobi in den Ruhestand. Wie immer hinterlassen diese Kollegen eine nicht zuletzt große menschliche Lücke in unseren Reihen, aber wir sind bemüht den Schulbetrieb mit neuen Ideen und frischem Wind wie gewohnt weiterzuführen. So übernimmt z.B. Eva Dietrich, bisher Lehrerin an der Schule Schleswig, nach den Sommerferien die Leitung des Kurssystems in der Frühförderung, in der AiB wird die Nachfolge der Kollegen vorerst durch Umstrukturierungen innerhalb der Abteilung aufgefangen und unter anderem auch vorübergehend Lehrkräfte der Abteilung in der Schule eingesetzt. Die Leitung der AiB wird Renate Beduhn nach einigen Jahren des Einsatzes im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wieder übernehmen. Die Verabschiedung der Kollegen findet wie auch für die Abschlussschüler anders als gewohnt im kleinen aber würdigen Rahmen auf den Außenflächen der Liegenschaft in der Lutherstraße statt. Neben wenigen geladenen Gästen verabschieden sich Kollegen per Videobotschaft und guten Wünschen aus der Ferne. Wir alle haben in den letzten Monaten den Wert der digitalen Kommunikation besser kennengelernt und wissen ihn sehr zu schätzen.

Die Grundschüler durften schon seit dem 8.Juni wieder in den gewohnten Unterrichtsbetrieb einsteigen – innerhalb der Lerngruppen durfte auf Abstandsregeln verzichtet werden. Schwierigkeiten ergaben sich leider immer wieder in der Beförderung der Schüler, denn hier waren die Abstandsregeln weiterhin vonnöten.

Die Schüler der Sekundarstufe kamen nach den Abschlüssen jeweils mindestens für zwei Wochen in die Schule und wurden von maximal drei Lehrkräften pro Lerngruppe betreut. Hier galten nach wie vor alle Abstandregeln, was nicht immer leicht umzusetzen war. Allein die Versorgung jedes Einzelnen mit der notwendigen Technik, z.B. das jeder Schüler ein eigenes Mikrophon benötigte, stellte uns oft vor eine große Herausforderung. Engpässe in der Möglichkeit der Beschaffung von Desinfektionsmaterial waren immer ein großes Thema. Ein umfangreiches Hygienekonzept wurde erstellt und insbesondere unter der Aufsicht und dem großartigen Einsatz unserer pädagogischen Unterrichtshilfen und unserer Schulsozialarbeiterin umgesetzt.

Das Homeschooling hat für die meisten von uns – sowohl Schüler als auch Lehrer – erstaunlich gut, wenn auch wesentlich aufwendiger als gewohnt, funktioniert. Von dieser neuen Herangehensweise werden wir alle in Zukunft sicher auch noch profitieren können.

Für Andere gab es die Möglichkeit in der Notbetreuung unter dem Einsatz von Lehrkräften der Schule und unserer Schulpsychologin beschult zu werden, sofern die Eltern systemrelavanten Berufen nachgehen oder das Lernen zu Hause nicht optimal umzusetzen war.

In der letzten Schulwoche haben nun alle Klassen der Sekundarstufe noch einmal die Möglichkeit an einem einzelnen Tag in die Schule zu kommen um mit den Klassenlehrern zusammen einen würdigen Abschluss für das Schuljahr zu finden und ihre Zeugnisse entgegenzunehmen.

Bisher ist es nicht gelungen die Stelle der Schulleitung neu zu besetzen und dennoch läuft der Betrieb so gut es eben unter diesen besonderen Umständen geht unter der kompetenten stellvertretenden Leitung von Andrea Kintrup weiter.

Am Ende diesen Schuljahres müssen wir sagen: Es ist nicht alles gut, aber wir haben das Beste daraus gemacht! Wir sind gespannt darauf, wie der Schulalltag nach den Sommerferien aussehen kann und was wir aus dieser schwierigen Zeit positiv für die Zukunft mitnehmen können.