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Landesamt für Ausländerangelegenheiten

© dpa

Unterbringung und Freizeitgestaltung

Wie sind die Menschen untergebracht? Wie beschäftigen sie sich und was machen sie in ihrer Freizeit? Wir geben Ihnen hier einen Überblick.

Blick in die Landesunterkunft

Das Bild zeigt das Schild der ehemaligen Rantzaukaserne
© Innenministerium Die Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt ist in der ehemaligen Rantzau-Kaserne untergebracht. Eröffnet wurde die Einrichtung 2015. Bis 2024 gemietet, bietet Boostedt maximal 2000 Plätze.
Auf einer Hinweistafel wird der Weg in verschiedene Richtungen gezeigt.
© Innenministerium Die Liegenschaft ist weitläufig, es gibt viel Platz in den Außenanlagen und viel Kapazität, um Menschen unterzubringen. Auch Büroflächen sind ausreichend vorhanden. Denn Boostedt ist auch Behördenstandort für Bund und Land.
Das Bild zeigt das Gebäude der Polizeistation in der Erstaufnahmeinrichtung in Boostedt
© Innenministerium Mit 27 Beamten vor Ort ist die Polizeistation in Boostedt ab 1. Oktober die zweitgrößte Station im Land.
Das Bild zeigt die Gebäude, in denen die Menschen untergebracht sind.
© Innenministerium Mit Wohngebäuden wie diesen, Schule, Kindergarten, ärztlichem Dienst, Quarantäne-Bereichen, Schutzbereichen für besonders Schutzbedürftige u.v.m. sind die Standards hervorragend.
Auf dem Bild ist ein Sonnenuntergang gemalt.
© Innenministerium In den Gebäuden hängen zahlreiche große Wandbilder, die Bewohner gemalt haben. Dies ist der Ausschnitt eines Kunstwerks von Künstlern aus Armenien.
Auf einer Wochentafel wird auf Angebote des Betreuungsverbandes DRK hingewiesen.
© Innenministerium Das DRK bringt die Menschen unter, verpflegt sie und betreut sie sozial. Darüber hinaus gibt es kreative, musische, kulinarische und sportliche Angebote, Kinderbetreuung, Gesprächsangebote insbesondere für Frauen, Verfahrensberatung und unabhängige Rückkehrberatung.
Ein Behandlungsraum im Sanitätszentrum in Boostedt
© Innenministerium In jeder Landesunterkunft gibt es einen Ärztlichen Dienst, der einer allgemeinmedizinischen Praxis entspricht. Der ärztliche Dienst nimmt die medizinische Erstuntersuchung vor und behandelt die in der Erstaufnahme Untergebrachten bei Bedarf.
Auf einem Plakat weist die vhs auf kostenlose Deutschangebote in der Einrichtung hin.
© Innenministerium Alle Zugewanderten, die dauerhaft oder auf absehbare Zeit in Schleswig-Holstein leben, sollen von Anfang an die deutsche Sprache erlernen. In den Aufnahmeeinrichtungen werden dazu sogenannte WiSH-Kurse angeboten.
Eingang zur Schule in der Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt
© Innenministerium Die Erstaufnahmeeinrichtung hat eine eigene Schule: Die Außenstelle der Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt, in der die Kinder Deutsch lernen. Denn auch hier gilt die Schulpflicht.
Spielecke in der Rantzau-Kaserne in Boostedt
© Innenministerium Auch Spenden aus dem Erlebniswald Trappenkamp füllen dieses Spielzimmer.
Auf einem selbstgenähten Aushang wird auf eine Nähwerkstatt hingewiesen.
© Innenministerium Eine Nähwerkstatt bietet ebenfalls Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.
Eine Werkstatt in der Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt
© Innenministerium In der Werkstatt können sich die Bewohner handwerklich betätigen.

Unterbringung

In den Landesunterkünften sind die Bewohner in Räumen für zwei bis zehn Personen untergebracht. Bei der Unterbringung wird hinsichtlich der Herkunft und Religion auf ein harmonisches Zusammenleben geachtet. In allen Unterkünften gibt es Familienzimmer.

Verpflegung

Die Bewohner bekommen zentral in Kantinen drei Mahlzeiten am Tag. Dabei wird auf religiöse Speisevorschriften geachtet. Während des Ramadans wird für die Teilnehmenden eine Mahlzeit in der Kantine nach Sonnenuntergang und ein Lunchpaket für das Frühstück vor Sonnenaufgang angeboten. Den Betrieb der Kantine in Neumünster stellt der DRK-Kreisverband Neumünster sicher, in Boostedt und Rendsburg sind private Catering-Unternehmen damit beauftragt.

Kleidung

Kleiderspenden ermöglichen es den Betreuungsverbänden, ankommende Migranten mit einer Grundausstattung an Kleidung zu versorgen. In definierten Zeitabständen können sie sich in bescheidenem Maß neue Kleidung abholen. Bei Kindern sind die Intervalle kürzer, da sie aus ihren Sachen herauswachsen und die Kleidung beim Spielen auch schneller verschleißt.

Freizeit in der Landesunterkunft

Das Angebot und die Ausgestaltung von Freizeitaktivitäten sorgen für eine positive Atmosphäre in den Unterkünften und ermöglichen es den Mitarbeitern im Betreuungsverband, Kontakt zu den Bewohnern aufzubauen und zu pflegen. Die Angebote werden zielgruppenspezifisch entwickelt: für alle Altersgruppen, für Frauen, Männer und Kinder. Das umfasst sportliche Aktivitäten, Bastelkurse, Projekte in Musik und gestaltender Kunst. Hinzu kommen spezielle Angebote für Familien bzw. Kinder, z. B. Ausflüge in den Hansapark oder den Erlebniswald Trappenkamp.

Kinder unter sechs Jahren werden tagsüber in den Kita-ähnlichen Kinderspielstuben betreut.

Freizeit außerhalb der Landesunterkunft

In Kooperation mit Gemeinden, Schulen, Sportvereinen und anderen, ehrenamtlich engagierten Menschen werden externe Freizeitangebote organisiert. Dazu zählen die Teilnahme an kommunalen Ferienangeboten, offenen Angeboten der Schulen sowie die Aufnahme in Sportvereinen. Die Integrationswirkung ist hier besonders groß, weil die Bewohner der Landesunterkünfte im direkten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung stehen und gemeinsame Aktivitäten für Verständnis und wachsendes Vertrauen sorgen. Zudem lernen die Migranten viel über das Leben in Deutschland.

Sicherheit

Die Unterkünfte werden von privaten Sicherheitsunternehmen bewacht. Sie überprüfen insbesondere, wer die Einrichtungen betritt. Zudem sind in den Unterkünften Polizeistationen untergebracht. Ihre Größe orientiert sich an der Zahl der Bewohner.

Medizinische Versorgung

Mit der medizinischen Versorgung ist ein privates Unternehmen betraut. Die dort angestellten Ärzte betreuen die Bewohner in haus- und notärztlichen Fragen und überweisen, wenn nötig, an Fachärzte oder Krankenhäuser.