Landesportal Schleswig-Holstein

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Landesamt für Ausländerangelegenheiten

© dpa

Corona-Virus

Auch die Landesunterkünfte (LUKs) für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein bleiben vom Corona-Virus nicht verschont. Das Landesamt für Ausländerangelegenheiten hat Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Risiko einer Verbreitung in und um die LUKs zu minimieren.

Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration Schleswig-Holstein hat weitreichende Schritte zur Reduzierung des durch den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung und der Landesunterkünfte entstehenden Infektionsrisikos unternommen. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur die in den Landesunterkünften lebenden Bewohnerinnen und Bewohner und die dort arbeitenden Menschen, sondern nicht zuletzt auch die Bevölkerung insgesamt.

Hier finden Sie einen Überblick über häufig gestellte Fragen (FAQs) zu diesem Thema.

Die Weiterleitungen Asylsuchender von Neumünster an Aufnahmeeinrichtungen anderer Bundesländer nach dem bundesweiten System zur Erstverteilung von Asylbegehrenden wurden bis auf Weiteres ausgesetzt. Das sogenannte EASY-Verteilsystem ist bundesweit größtenteils gestoppt. Es kommen also auch keine weitergeleiteten Asylbegehrenden mehr in Schleswig-Holstein an. Unnötiger Reiseverkehr wird damit vermieden.

Maßnahmen des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten

Seit dem 24. Februar 2020 werden alle neu ankommenden Flüchtlinge im ärztlichen Dienst der Landesunterkunft in Neumünster untersucht, bevor sie die Erstaufnahme, das bundesweit einheitliche EASY-System, durchlaufen. Mit der Umkehrung der Reihenfolge sorgt das Landesamt auch für den Schutz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller Bediensteten der in der Erstaufnahmeeinrichtung und den Landesunterkünften tätigen Behörden und Dienstleister.

Seit dem 27. Februar 2020 werden alle neu ankommenden Schutzsuchenden auf Sars-CoV-2 getestet. Darüber hinaus testet der ärztliche Dienst in allen drei Landesunterkünften alle dort bereits untergebrachten Bewohnerinnen und Bewohner mit Erkältungssymptomen auf Sars-CoV-2. Für die Auswertung der Tests nutzt das Landesamt ein privates Labor außerhalb Schleswig-Holsteins. Testkapazitäten im Land werden also durch die Aktivitäten des Landesamtes nicht eingeschränkt.

Das Landesamt hält immer – also unabhängig von der aktuellen Epidemie – Isolationsunterkünfte für Bewohnerinnen und Bewohner mit ansteckenden Krankheiten vor. Die kommen natürlich auch für Menschen mit CoviD-19-Verdacht bzw. bestätigter Infektion zum Einsatz. Alle für die Betreuung der Isolationshäuser notwendigen Kräfte werden mit geeigneter Schutzausrüstung ausgestattet. Das ermöglicht unter anderem die weitere Versorgung der Bewohner durch das DRK, aber auch die Sicherung durch den Wachdienst und die Polizei.

Die Bewohner der Landesunterkünfte werden laufend in ihren Sprachen über die Entwicklungen und besondere Verhaltensregeln informiert. Das Landesamt nutzt dafür Aushänge in den Landesunterkünften. Darüber hinaus sprechen die Hausbetreuer des DRK und der Johanniter täglich mit den Bewohnern, um sie für die besondere Situation zu sensibilisieren.

Mit Zutrittsbeschränkungen sorgt das Landesamt für Ausländerangelegeneheiten dafür, dass keine Besucher das Infektionsrisiko in den Landesunterkünften erhöhen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohnerinnen und Bewohner werden laufend über die üblichen Verhaltensregeln zur Vorbeugung informiert.

Informationsangebot der Bundesbeauftragen für Migration, Flüchtlinge und Integration

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie gesammelte Hinweise der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen. Hier finden Sie – sobald sie online sind – auch Übersetzungen der Fernsehansprache der Bundeskanzlerin vom 18. März. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

Die Beauftrage des Bundes für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt informiert über das Corona-Virus

Die Bundesbeauftragte bittet ausdrücklich darum, ihre Tweets und Instagram-Posts mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über eigene Social-Media-Auftritte weiterzutragen und zu teilen:

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Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bitte weisen Sie die Bundesbeauftragte auf solche falschen Quellen hin und unterstützen Sie sie durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren: integrationsbeauftragte@bk.bund.de