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Landesamt für Denkmalpflege

© Friedhelm Schneider/LDSH

Restaurierung

Das Fachreferat "Konservierung und Restaurierung" im Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein besteht seit 1969. Neben einer befristeten Volontärstelle für Absolventen des Studiengangs "Konservierung und Restaurierung" an einer Fach- oder Hochschule haben auch Studierende mit der Fachrichtung Gemälde/Skulpturen oder Wandmalerei und Architekturfassungen die Möglichkeit, hier ihre Praktika zu absolvieren. In der kleinen, gut ausgestatteten Restaurierungswerkstatt des Landesamtes werden neben Befundsicherungen und technologischen Untersuchungen auch exemplarische Restaurierungsarbeiten im Rahmen dieser Praktika durchgeführt.

Restauratorin bei der Arbeit an einem Wandepitaph © B. Löffler-Dreyer/LDSH

Die Referentin begleitet landesweit Restaurierungsarbeiten an Kunst- und Kulturobjekten, die Teil eines geschützten Kulturdenkmals sind. Die wissenschaftliche Beratung und Betreuung reicht von der Voruntersuchung/Befundsicherung, Erforschung und Konzeptfindung über die mögliche Ausschreibung und Vergabe bis zur Abnahme und regelmäßigen Wartung/Monitoring (Schadensprävention) sowie der Archivierung aller anfallenden Dokumentationen. Eine kleine Auswahl an durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen wird regelmäßig in der Zeitschrift für Denkmalpflege in Schleswig-Holstein „DenkMal!“ publiziert.

In amtlichen Fachgutachten werden gefährdete Objekte jeweils unter Auflistung der festgestellten Schäden und Benennung des Dringlichkeitsgrades notwendiger Maßnahmen bewertet. Die fachtechnische Überprüfung extern erstellter Maßnahmenkonzepte auf ihre Qualität, der Kostenangebote auf ihre Plausibilität und die Prüfung der Zuwendungsverfahren ist ebenfalls eine zentrale Aufgabe.

Restauratorin bei Arbeiten im Gewölbe des Meldorfer Doms © B. Löffler-Dreyer/LDSH

Die praktische Durchführung der Maßnahmen erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit den ausführenden freischaffenden Restauratorinnen und Restauratoren und – wenn handwerkliche Arbeiten, wie etwa Ergänzungen und Neufassungen nach Befund erforderlich sind – auch mit Fachhandwerkern. Gemeinsam mit Eigentümern, Kollegen der praktischen Denkmalpflege, freischaffenden Architekten, Vertretern der Kirche und des kirchlichen Bauamtes werden Restaurierungslösungen vor Ort oder in den jeweiligen Werkstätten der freiberuflich tätigen Restauratoren erörtert.

Über die Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe „Restaurierung und Materialkunde“ der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland besteht ein intensiver bundesweiter Austausch mit den Fachkollegen. Über diese und weitere Vernetzungen mit Institutionen und Forschungseinrichtungen fließen neueste Erkenntnisse und Entwicklungen in die Arbeit des Fachreferats ein.

Dipl.-Rest. Birgid Löffler-Dreyer