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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

B 77: Erneuerung der Brücke über die Eider in Rendsburg

Datum 13.03.2019

Zum Jahresende 2019 startet die Erneuerung der Eiderbücke im Zuge der B 77 in Rendsburg. Die vorbereitenden Arbeiten kommen gut voran und sind im Plan.

Eine 61 Jahre alte Betonbrücke überführt bei Rendsburg die Bundesstraße 77 über die Eider, den parallelen Wirtschaftsweg „Klint“ und am südlichen Ufer der Eider einen Wander- und Radweg.

2012 wurde aufgrund einer statischen Nachrechnung des Bauwerkes eine „Verstärkungsmaßnahme“ des Überbaus notwendig, damit die Brücke bis zur jetzt anstehenden Erneuerung ohne Sperrung von Fahrstreifen genutzt werden kann.

Die 4-spurige B 77 ist die Nord-Südachse in der Region westlich von Rendsburg und dient als Bedarfsumleitung für die Bundesautobahn A 7 insbesondere bei Voll- oder Teilsperrungen der Rader Hochbrücke. Aufgrund der besonderen Bedeutung für das überregionale als auch für das örtliche Straßennetz werden die verkehrlichen Einschränkungen beim Neubau der Eiderbrücke minimiert.

Eine 4-streifige Behelfsbrücke und eine zügige Trassierung der Behelfsfahrbahn ermöglicht einen fließenden Verkehr auf der B 77 während der Abbrucharbeiten der alten Brücke und des Baus des neuen Bauwerks.

Die Behelfsbrücke wird auf der Westseite der B 77 errichtet, um das Biotop der Mühlenau auf der Ostseite nicht zu beeinträchtigen. Beim Abbruch der bestehenden Brücke werden die Ufersäume der Eider durch ein besonderes Konzept während der Bauarbeiten geschützt bleiben. Weitere ökologische Schutzmaßnahmen wie das Umsetzen von Flussmuscheln, Amphibienleiteinrichtungen oder eine Sedimentationsanlage zur Klärung des Straßenwassers sind Bestandteil des Bauprojektes.

Für den Bau der Behelfsfahrbahn und während der Baumaßnahme selbst sind dennoch zeitweise Sperrungen von einzelnen Fahrstreifen der B 77 unvermeidbar. Zum einen muss die Behelfsfahrbahn an die bestehende B 77 angeschlossen werden und zum anderen kann die Baustelle selbst von schweren Fahrzeugen nur von der B 77 aus erreicht werden. Beidseitig des Straßendammes angeordnete Rampen dienen als Baustraßen.

Während der gesamten Bauzeit wird der Wirtschaftsweg „Klint“ auf der Nordseite der Eider im Bereich des Baufeldes für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Der Gehweg auf der Südseite (in Verlängerung der Johannes-Brahms-Straße) muss während der Bauzeit aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt werden. In den anderen Zeiten ist für den Geh-und Radverkehr ein extra Schutztunnel vorgesehen.

Die neue Brücke ist wie das alte Bauwerk ein 3-feldriges Brückenbauwerk mit einer großen Öffnung über der Eider, insbesondere um die Sichtbeziehungen im Eiderraum als Naherholungsgebiet zu erhalten. Durch die Stahlverbundbauweise erscheint das Bauwerk schlank und kann in relativ kurzer Bauzeit auf Grund der Vorfertigung einzelner Bauteile gebaut werden.

Das Wohngebiet „Hoheluft“ wird während der Bauzeit durch eine provisorische Lärmschutzwand geschützt. Die neue Brücke erhält zudem einen besonderen und lärmmindernden Fahrbahnübergang, um die Verkehrsgeräusche nach Fertigstellung weiter zu reduzieren.

Bis Jahresmitte werden im Baufeld noch Versorgungsleitungen verlegt, um spätere Störungen im Bauablauf zu vermeiden. Zurzeit werden die eigentlichen Bauleistungen europaweit ausgeschrieben und die Brückenbauarbeiten beginnen zum Jahresende 2019. Die Bauzeit beträgt ca. 3 Jahre. Die Gesamtkosten betragen ca. 22 Mio. .

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