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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

Startschuss für zweiten Abschnitt der Ortsumgehung Schwarzenbek

Datum 01.04.2022

Buchholz und Staatssekretär Luksic: „Der weitere Ausbau ist überfällig“

Fünf Spaten stehen in einem Sandhaufen. Symbolfoto Spatenstich (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Spaten stehen bereit. © LBV.SH

SCHWARZENBEK. Lang ersehnter Meilenstein für das Herzogtum-Lauenburg: Mit einem symbolischen Baustart haben heute (1. April) der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Oliver Luksic, Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz, LBV.SH-Direktor Torsten Conradt und Bürgermeister Norbert Lütjens den Ausbau des zweiten Bauabschnittes der Ortsumgehung Schwarzenbek begonnen. „Ich bin sehr froh, dass wir heute mit dem Lückenschluss zwischen der B 404 und der K 17 beginnen. Die Menschen in Schwarzenbek haben über 20 Jahre auf diesen Tag gewartet“, sagte Buchholz.

Auch Bundes-Staatssekretär Luksic sieht in dem Projekt einen Gewinn für die Region: „Mit dem Weiterbau der Umgehung werden wir Schwarzenbek zukünftig von Verkehr, Lärm und Abgasen entlasten und damit Lebensqualität und Verkehrssicherheit vor Ort spürbar verbessern. Außerdem schaffen wir mit der Ortsumgehung neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Dies ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Mobilität und des Verkehrsflusses, der weit über die Region hinaus spürbar sein wird. Damit sind die Mittel für die Ortsumgehung gut angelegtes Geld." Luksic und Buchholz dankten Bürgermeister Lütjens für die finanzielle Beteiligung an dem 19-Millionen-Euro-Projekt: Die Stadt Schwarzenbek trägt die Kosten für den Bau des Radweges zwischen der B 207 und der K 17. Außerdem gibt es eine Vereinbarung zum Bau einer zusätzlichen Lärmschutzwand.

Rückschau: Der Streckenabschnitt I der Ortsumgehung von der B 404 im Bereich Radekamp bis zum Zubringer Nord ist seit 1997 in Betrieb. Die gegenwärtige Ausbaustufe begann 2021 mit dem Bau eines Kreisverkehrs an der B 207 sowie eines Knotenpunktes an der B 404, dem Neubau von zwei Absetz- und Rückhaltebecken sowie der Errichtung einer besonderen Rad- und Fußwegbrücke mit einer Leiteinrichtung für Fledermäuse sowie weiteren Ausgleichsflächen zum Schutz der Biodiversität. LBV.SH-Chef Conradt freute sich über den Baufortschritt: „Seit gut einem Jahr bauen wir an der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die nun im Herbst 2022 fertig wird. Auch hier achten wir sehr auf die biologische Vielfalt: Das Besondere an der Brücke ist, dass sie von Irritationsschutzwänden und hochwachsendem Begleitgrün flankiert wird; dieses dient den Fledermäusen als notwendiges Leitsystem.“

Daten und Fakten

B 209, Nord-Ost-Umgehung Schwarzenbek für den 2. Bauabschnitt

Baulänge: ca. 2,94 km, 2-streifiger Neubau Bundesstraße

Bauzeit: wird voraussichtlich insgesamt 5 Jahre betragen,
Bau in zwei Unterabschnitten
[B 404 bis B 207, B 207 bis K 17 (hier laufen noch CEF-Maßnahmen für die Haselmäuse, die eine entsprechende Entwicklungszeit benötigen)]          

Baukosten:  19 Mio. . Kostenträger: Bundesrepublik Deutschland und Stadt Schwarzenbek: Die Stadt Schwarzenbek trägt die Kosten für den Bau des Radweges zwischen der B 207 und der K 17.

Bauablauf: www.schleswig-holstein.de/ortsumgehung-schwarzenbek

Beschreibung des gesamten Bauvorhabens Ortsumgehung Schwarzenbek:

  • Neubau / Fortsetzung der Ortsumgehung Schwarzenbek ab B 404 (mit Neubau von zwei Kreisverkehrsplätzen (Knotenpunkte mit B 207 und K 17), Neubau von zwei Absetz-/Rückhaltebecken, Anlegung von Rad- und Wanderwegen und Errichtung einer Rad- und Fußwegbrücke (mit Funktion von Leiteinrichtung für die Fledermaus) sowie Anordnung von Ausgleichsflächen.
  • Region Stadt Schwarzenbek und Gemeinde Grabau sowie Gemeinde Grove, Gemeinde Brunstorf, Gemeinde Lehmrade (Ausgleichsflächen) im Kreis Herzogtum-Lauenburg
  • OU am nördlichen und östlichen Siedlungsrand der Stadt Schwarzenbek (Neubaugebiete bis zur B 207 und dann überwiegend Gewerbeflächen)

Verkehrszahlen (DTV 2030):

Zubringer Nord (= Ende 1. BA) bis B 207: 7.400 Kfz/24h*

B 207 bis K 17: 9.800 Kfz/24h*

*(bei einem vollständigen Ausbau bis zur B 209)

 Der Schwerverkehrsanteil zwischen Zubringer und B 207 beträgt ca. 11 % und zwischen B 207 und K 17 ca. 10%.

Zukunft:

Der Abschnitt III stellt einen eigenen komplexen Abschnitt dar, in dem die Kreuzung mit der Bahn und die Einpassung der OU in den Landschaftsraum „Rülau-Tal gelöst werden müssen. Sein Verlauf beginnt an der K 17 nordöstlich von Schwarzenbek in südlicher Richtung. Er kreuzt die DB Eisenbahn-Strecke Hamburg - Büchen - Berlin, den Landschaftsraum Rülau - Tal und schließt östlich der Stadt an die B 209 an.

 

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