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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

LBV.SH: Landesstraße auf Fehmarn freigegeben

Datum 20.12.2021

Modernisierungs-Schub für Ostholstein: Rohlfs gibt L 209 frei – und überreicht Millionen-Förderung für Heiligenhafen und Fehmarns Inselschule.

Zwei Männer, die ein Schild mit der Aufschrift "Gute Fahrt. Ihr LBV.SH" halten stehen in einem Dorf auf einer Straße. L 209: Freigabe (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Verkehrsstaatssekretär Rohlfs und LBV.SH-Direktor Conradt gaben in Petersdorf die Landesstraße 209 frei. © LBV.SH

FEHMARN/KIEL. Dreifacher Rückenwind des Landes für Mobilität und Wirtschaft rund um Fehmarn. Bei einem Besuch der Insel gab Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute (20. Dezember) nicht nur die frisch sanierte Landesstraße L 209 für den Verkehr frei, sondern hatte auch Förderbescheide im Gepäck: Über 1,8-Millionen Euro für die Modernisierung des Hafens von Heiligenhafen und 285.000 Euro für neue Radstellplätze an der Inselschule Fehmarn. „Damit stellen wir einmal mehr sicher, dass Fehmarn als Wirtschaftsstandort und Tourismus-Destination weiterhin attraktiv bleibt“, sagte Rohlfs.

Den Förderbescheid über 1,8 Millionen Euro für eine neue Hafen-Spundwand übergab Rohlfs bei dem Ortstermin an Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt. Hintergrund: Um den vor allem für die Landwirtschaft in der Region seit Jahrhunderten wichtigen Kommunalhafen zu modernisieren und an die zunehmend größeren Schiffe anzupassen, soll die Kaianlage ausgebaut werden. „Mit dem Bund sind wir zudem noch in Gesprächen über eine Verbesserung der Hafenzufahrt – ich bin zuversichtlich, dass auch hier eine Lösung gefunden werden kann“, sagte Rohlfs.

Anschließend gab der Staatssekretär zusammen mit dem Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, in Petersdorf die frisch sanierte Landesstraße 209 zwischen Orth und Landkirchen für den Verkehr frei. „Mit dieser Investition sorgen wir wieder für mehr Sicherheit, aber auch für mehr Lebensqualität“, so Rohlfs.

Parallel zur Fahrbahn wurde ein fünf Kilometer langer Radweg zwischen Petersdorf und Landkirchen erneuert sowie die Brücke über die Kopendorfer Au saniert. Tag für Tag passieren durchschnittlich 4.500 Pkw und knapp 100 Lkw den Streckenabschnitt. Die grundlegende Sanierung sei dringend nötig gewesen, wie LBV.SH-Chef Conradt erläuterte: „Der gesamte Abschnitt war stark beschädigt und bereits von unzähligen Flickstellen überzogen.“

Rohlfs erinnerte in dem Zusammenhang an die vor drei Jahren gestartete Sanierungs-Offensive für Landesstraßen, in die jährlich über 90 Millionen Euro fließen. Mittlerweile sei rund ein Drittel des 3.500 Kilometer umfassenden Landesstraßen-Netzes wieder in einem Top-Zustand. Einziger Wermutstropfen an der L 209: Aufgrund der Witterung konnten die Markierungsarbeiten nicht vollständig beendet werden. Bis dahin darf die Strecke nur mit Tempo 40 befahren werden. Die Gesamtkosten von 3,6 Millionen Euro für das Projekt tragen das Land und der Zweckverband Ostholstein. Zu den weiteren Sanierungsplänen sagte Rohlfs: „Im kommenden Jahr wird unser LBV.SH den Abschnitt Burg bis Staberdorf sanieren und in 2023 die Strecke Landkirchen bis Burg bis auf die Pflasterstrecke innerhalb der Ortdurchfahrt Burg.“

Bei seiner letzten Insel-Station übergab der Staatssekretär in Burg an Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber einen Förderbescheid über rund 285.000 Euro für die Überdachung von 420 Radabstellplätzen der Inselschule. Die Stadt Fehmarn beabsichtigt, das Dach mit Photovoltaik-Anlagen auszurüsten, um einen Teil der Energie für die Inselschule direkt vor der Tür zu erzeugen.

„Ein tolles Beispiel dafür, wie ein solches Projekt doppelt zur Klimaneutralität beitragen kann“, sagte Rohlfs. Das Geld stammt aus dem Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“. Insgesamt stellt der Bund Schleswig-Holstein bis 2023 rund 27,6 Millionen Euro für Investitionen in die Weiterentwicklung des Radverkehrs zur Verfügung. Außerdem ist für kommendes Jahr eine Aufstockung der Mittel um 12,7 Millionen Euro für die Sanierung und Ertüchtigung von Radwegen und die Beseitigung von Unfallschwerpunkten sowie Lade- und Abstellmöglichkeiten an den Schnittstellen mit Bus und Bahn vorgesehen.

Bislang sind beim Land laut Rohlfs 80 kommunale Anträge im Rahmen des Sonderprogramms eingegangen, davon seien bisher 39 Anträge bewilligt worden, weitere Projekte stehen nach der Zustimmung des Bundes zur Bewilligung an.

Weitere Informationen zur Landesstraßenoffensive

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