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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

LBV.SH-Straßenmeisterei Wesselburen: Neuer Leiter startet mit neuer Salzlagerhalle in den Dienst

Datum 03.12.2018

Ein guter Tag für die Straßenmeisterei Wesselburen: Und das gleich in zweierlei Hinsicht.

Vlnr: „Tor frei zur neuen Salzlagerhalle“: Christian Herrlich, Kai Uwe Schacht, Jan Rudolph (alle LBV.SH) und Peer Brennecke Planungsbüro der Halle). „Tor frei zur neuen Salzlagerhalle" (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Vlnr: „Tor frei zur neuen Salzlagerhalle“: Christian Herrlich, Kai Uwe Schacht, Jan Rudolph (alle LBV.SH) und Peer Brennecke Planungsbüro der Halle). LBV.SH

Der neue Leiter der Straßenmeisterei Wesselburen, Jan Rudolph, tritt seinen Dienst an und mit ihm geht auch die neue Salzhalle an den Start. Der Niederlassungsleiter Itzehoe des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Kai Uwe Schacht, übergab die neue Halle heute an die Mitarbeiter. Die Einflüsse des Streusalzes hatten der 50 Jahre alten Salzlagerhalle zuletzt deutlich zugesetzt. „Eine Sanierung kam wirtschaftlich nicht mehr in Frage. Und zum anderen konnte die neue Lagerstätte nun mit einer Anlage für Soletechnik ausgestattet werden, die zu den modernsten im Land zählt“, freute sich Schacht.

Gesichert: 800 Tonnen Streusalz und 40.000 Liter Sole

„Allein 800 Tonnen Streusalz können wir hier einlagern. Außerdem ergänzt nun ein Solelagertank die Vorräte mit einem Volumen von 40.000 Litern“, betonte der LBV-Niederlassungsleiter. Das Gute: Die Straßenmeisterei Wesselburen kann ab sofort eigenständig Salzsole produzieren und vorhalten. Außerdem neu und verbessert: Die Lieferanten können das Salz nun direkt in der 20 Meter langen und 11,50 Meter hohen Salzlagerhalle abkippen.

Effektiv: Sole optimiert Winterdienst und schont die Umwelt

Auf den Winterdienstfahrzeugen des LBV.SH wird großenteils die Feuchtsalzstreuung „FS 30“ eingesetzt. Dieses ist eine Mischung aus 30 Prozent Sole und 70 Prozent Trockensalz. „Durch die Sole in Verbindung mit trockenem Salz ist der Wirkungsgrad gegen Eis und Schnee weitaus effektiver und die Verwehverluste durch unsere norddeutsche Brise werden verringert“, erklärte der neue Leiter Jan Rudolph. Somit lande der tauende Stoff auf der Straße und nicht in den angrenzenden Gräben. Ein weiteres Plus für die Umwelt: „Die Einsatzmenge von Streusalz wird wesentlich vermindert, ohne dass wir an der Sicherheit der Straßen sparen“, betonte Schacht.

Ausgetüftelt: Hohe Priorität für Umwelt- und Arbeitsschutz

Der Schutz von Grundwasser und Erdreich hatte bei der Planung des LBV.SH einen großen Schwerpunkt. Alle Flächen zur Lagerung und bei der Beladung von Streusalz wurden wie bei einer Tankstelle abgedichtet, das anfallende Regenwasser aufgefangen. „Es wird direkt zur Produktion von Sole eingesetzt und vermindert somit den Verbrauch von Trinkwasser“, freute sich Christian Herrlich, Leiter des Hochbaubereiches im LBV.SH. Ein unterirdischer Behälter mit zehn Kubikmeter Inhalt fängt das anfallende Niederschlagswasser sowie Streusalz auf, dass beim Beladen neben die Winterdienstfahrzeuge fällt, und führt es der Soleproduktion zu. „Aus einem Abfallstoff wird so ein nutzbarer Rohstoff und der Kreislauf nachhaltig geschlossen“ sagte Herrlich.

Auch ans Personal wurde gedacht: Anstelle der alten fast zwei Tonnen schweren Holztore, kommen jetzt automatische Tore in der neuen Salzhalle zum Einsatz. Zudem hängen die Soleverladeschläuche nun in automatischen Verladearmen. Diese ermöglichen ein zügiges Bedienen der Gerätschaften, wenn schnelle Einsätze zur Sicherung des Straßenverkehrs notwendig sind.

Punktgenau geplant:
Die Bauzeit der neuen Winterdienstanlage betrug fünf Monate und lag im geplanten Zeitplan. Ebenso die Baukosten, die exakt im Budget blieben. Die Kosten für die neue Anlage beliefen sich auf rund 930.000 Euro.