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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

Staatssekretär Dr. Rohlfs besucht Pilotprojekt zur Stauvermeidung durch optimierte Baustelleneinrichtungen auf der A 1 bei Großhansdorf

Datum 26.09.2018

Nach statistischen Auswertungen hat die Anzahl der Staumeldungen auf Fernstraßen in Deutschland in den vergangenen 16 Jahren enorm zugenommen:

  • 2002 gab es lediglich knapp über 100.000 Staumeldungen
  • 2017 wurden bereits über 723.000 Staumeldungen registriert.

Vor diesem Hintergrund präsentierte LBV.SH-Direktor Torsten Conradt heute dem Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs an der A 1 in Großhansdorf ein wissenschaftliches Pilotprojekt, das sich des Problems annimmt und innovative Möglichkeiten zur Stauvermeidung schaffen soll. Konkret werden mit dem Pilotprojekt geänderte Baustellenbeschilderungen bei der Fahrstreifenreduktion in Baustellenbereichen getestet.

Die Relevanz ist hoch: Um den dringenden Sanierungsbedarf weiter abzubauen, ist auch zukünftig mit vielen Baustellen zu rechnen. Verkehrsstaatssekretär Dr. Rohlfs zeigte sich begeistert von dem Vorhaben und unterstrich: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, in so kurzer Zeit aus einer ersten Idee dieses Pilotprojekt Realität werden zu lassen. Die Beteiligten aus Interessenvertretern der Straßennutzer sowie der Wirtschaft, der Technischen Hochschule Lübeck und des LBV.SH haben diese Projektumsetzung gemeinsam sowohl fachlich-inhaltlich als auch wirtschaftlich vorbildlich ermöglicht.“

Mit dem Pilotprojekt werden laut LBV.SH-Direktor Conradt folgende Ziele verfolgt:

  • Erhöhen der Verkehrssicherheit und des Arbeitsschutzes auf Baustellen
  • Verbessern der Verkehrsqualität durch Homogenisieren des Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer sowie ein frühzeitiges Ankündigen der Baumaßnahme auf der Autobahn
  • Verringern der Umweltbelastungen durch geringeren Schadstoffausstoß sowie geringere Lärmbelastung für Anlieger.

Bei der Projektgestaltung fand ein intensiver Austausch mit der IHK Schleswig-Holstein und dem Verband „Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung Schleswig-Holstein“ statt. Beide Institutionen beteiligen sich auch finanziell an der Untersuchung. Bernd Moser, Initiator und Mitglied im Vorstand des Unternehmensverbandes Logistik SH (UVL) sagte:

„Nach dem Motto: „Der Verkehr muss fließen“ sind wir gemeinsam an die Arbeit gegangen. Wenn wir die Stauzeiten reduzieren, vermindern wir gleichzeitig den CO2- Ausstoß, schonen die Umwelt und senken die Transportkosten“, so Moser.

Manfred Braatz, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik bei der Industrie- und Handelskammer zu Schleswig-Holstein sagte: „Die IHK hat diesen Feldversuch finanziell gerne unterstützt. Wenn die Ergebnisse entsprechend ausfallen, haben wir Pionierarbeit für das ganze Land geleistet. Wir haben uns leiten lassen von der Aussicht, Staubildung, -kosten und -zeiten zu minimieren. Im günstigsten Fall können erhebliche volkswirtschaftliche Kosten auch durch viele Mitgliedsbetriebe eingespart werden."

Aktuell laufen die zweiwöchigen Datenerhebungen mithilfe der Videokameras noch bis Anfang Oktober. Die Aufzeichnungen werden Anfang 2019 von den Wissenschaftlern ausgewertet, um darauf aufbauend Simulationsmodelle zu erstellen. Diese Ergebnisse werden dann im zweiten Halbjahr 2019 eingesetzt, um die Modellergebnisse auch auf andere Beispielbereiche zu übertragen.

Die datenschutzrechtlichen Aspekte der Videoaufzeichnungen wurden vorab mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein abgestimmt: Die gefilmten Fahrzeuge werden direkt vom System codiert und das Bildmaterial wieder gelöscht, so dass keinerlei personenbezogene Daten erfasst werden. Die Gesamtkosten der wissenschaftlichen Begleitung betragen rund 120.000 Euro.

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