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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

„Schützt unsere Straßenwärter!“

Datum 18.07.2018

Verkehrs-Staatssekretär Rohlfs appelliert an die Autofahrer, im Bereich von Bau- und Pflegearbeiten besonders achtsam zu fahren

KIEL. Trauriger Anlass: Vorgestern wurde ein Mitarbeiter einer Straßenmeisterei, der mit Laubblasarbeiten auf einer Verkehrsinsel in Nordhastedt beschäftigt war, von einem Autofahrer mit dem Außenspiegel erfasst und dabei verletzt. Der Unfallverursacher kümmerte sich nicht um das Unfallopfer und beging Fahrerflucht.

Verkehrs-Staatsekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte heute (18. Juli) zu dem Vorfall: „Ich möchte noch einmal ganz ausdrücklich an die Autofahrerinnen und Autofahrer appellieren: Fahren Sie achtsam, fahren Sie nicht zu schnell, seien Sie besonders vorsichtig, wenn unsere Straßenwärter direkt in Fahrbahnnähe arbeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Straßenmeistereien machen einen guten und wertvollen Job – sie sollten nicht auch noch ihre Gesundheit riskieren müssen. Deshalb sage ich ganz deutlich: Ich habe null Verständnis für Raser und Drängler, die unsere Mitarbeiter in Gefahr bringen.“

Erst Ende Dezember des vergangenen Jahres hatte sich ein besonders tragischer Unfall an der A 23 ereignet, bei dem ein Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) zu Tode kam, als er helfen wollte eine Unfallstelle abzusichern. „Das war ein schwerer Schlag für die Kolleginnen und Kollegen des LBV. Deshalb kann ich es nicht oft genug sagen: Achten Sie als Auto- oder Lkw-Fahrer auf unsere Mitarbeiter am Fahrbahnrand. Orange ist ihre Farbe.“

„Sommerzeit ist Baustellenzeit“, sagte Rohlfs. Dann seien immer besonders viele Mitarbeiter in Fahrbahnnähe unterwegs. Und auch viele Straßenwärter schwärmten zu dieser Zeit aus – sie mähen die Ränder, pflegen Grünbereiche und Gehölze, führen Reinigungsarbeiten aus, bessern beschädigte Straßendecken aus oder erneuern kleinere Fahrbahnabschnitte.

„Leider haben sie ein 13-mal höheres Risiko, bei der Arbeit zu verunglücken als Mitarbeiter in anderen Wirtschaftszweigen“, erläuterte Rohlfs. Besonders gefährdet seien Straßenwärter beim Ein- und Aussteigen aus ihren Fahrzeugen außerhalb abgesicherter Baustellenbereiche oder während der Einrichtung von Baustellen. Auf Autobahnen komme es darüber hinaus häufig zu Auffahrunfällen auf Sicherungsfahrzeuge.

Deshalb schult der LBV.SH seine Mitarbeiter gezielt in Sicherheitsfragen: Zusammen mit der DEULA Schleswig-Holstein GmbH wurde ein spezieller Sicherheits- und Gesundheitsparcours entwickelt, in dem seit Mai 2018 typische Situationen trainiert und wichtiges Handwerkszeug für den Arbeitsalltag vermittelt werden. Zum Beispiel das korrekte Einschätzen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen, das Erkennen von Ausstiegslücken, aber auch Gesundheitsthemen wie der richtige Gehörschutz oder die Prävention von Rückenproblemen. Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dieses Jahr den Kurs durchlaufen. Bis Ende nächsten Jahres sollen alle Straßenwärterinnen und Straßenwärter teilgenommen haben. Der Kurs ist Pflicht.

„Der LBV kümmert sich sehr aktiv um Gesundheit und Sicherheit seiner Leute. Aber auch die Auto- und Lkw-Fahrer müssen ihren Beitrag dazu leisten, dass der Job des Straßenwärters vernünftig ausgeübt werden kann“, appellierte Rohlfs. „Schließlich wollen wir jedes Jahr neue Auszubildende für diesen vielseitigen Beruf begeistern.“

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Dr. Birte Pusback
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