Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

Luftverkehr

Informationen für Luftfahrzeugführer

Die luftrechtlichen Vorschriften über die Anforderungen an das Luftfahrtpersonal wurden mit Wirkung vom 01.05.2003 geändert!
Zum 01.01.2013 gibt es eine Änderung der Zuständigkeit bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung nach dem Luftsicherheitsgesetz!

Weitere luftrechtliche Vorschriften haben sich seit dem 08.04.2013 geändert, so dass von der Luftfahrtbehörde Schleswig-Holstein neue überarbeitete Formulare ins Netz gestellt werden.

Die luftrechtlichen Vorschriften über die Anforderungen an das Luftfahrtpersonal haben sich mit Wirkung vom 01.05.2003 geändert! Die nationalen Vorschriften sind in der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) mit den Durchführungsverordnungen enthalten. Die europäischen Vorschriften sind in JAR-FCL 1 und 2 deutsch verankert.

Die Veröffentlichungen im Bundesgesetzblatt und im Bundesanzeiger haben wir nachfolgend kurz zusammengefaßt.

Bei allen erlaubnispflichtigen Tätigkeiten sind neben dem Luftfahrerschein auch der Personalausweis oder Reisepass und das Tauglichkeitszeugnis mitzuführen.

Die Gültigkeit der Lizenzen wird durch die Gültigkeit der eingetragenen Berechtigungen und das Tauglichkeitszeugnis bestimmt.

Bis zum 31.12.2004 erteilte Tauglichkeitszeugnisse für Privatluftfahrzeugführer, Segelflugzeugführer und Freiballonführer (nicht gewerblich) sind übergangsweise 24 Monate gültig.

Danach beträgt die Gültigkeit des Tauglichkeitszeugnisses längstens

  • 60 Monate bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres
  • 24 Monate bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres
  • danach 12 Monate.

Änderung der Zuständigkeit bei der Zuverlässigkeits-
überprüfung nach dem Luftsicherheitsgesetz ab Januar 2013:

Im Rahmen eines Staatsvertrages haben sich das Land Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg darauf verständigt, dass mit Beginn des Jahres 2013 die Durchführung der Zuverlässigungsüberprüfungen nach Maßgabe des Luftsicherheitsgesetzes und der Luftsicherheits-Zuverlässigkeitsüberprüfungs-
verordnung für das Land Schleswig-Holstein durch die Luftsicherheitsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg wahrgenommen wird.

Die Anträge zur Zuverlässigkeitsüberprüfung sind ab dem 01.01.2013 an die

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Sachgebiet VP 33 - Luftsicherheitsbehörde
Alter Steinweg 4
D-20459 Hamburg

zu richten.

Antragsformulare der Luftsicherheitsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg finden Sie auch unter folgender Internetadresse:

http://www.hamburg.de/bwvi/Luftsicherheit

Die zuständigen Mitarbeiter/innen für die Zuverlässigkeitsüberprüfung der Luftsicherheitsbehörde Hamburg erreichen Sie unter folgenden Rufnummern:

Frau Urban Telefon 040 42841 1512
Frau Wien Telefon 040 42841 1746
Herr Ulbricht Telefon 040 42841 1758
Frau Sievers Telefon 040 42841 1744
Herr Harms Telefon 040 42841 1639

Für die Bearbeitung der Anträge erhebt die Hamburger Luftsicherheitsbehörde zurzeit eine Gebühr von 40,00 Euro (Stand: 13.12.2012).

Die Aufgaben der schleswig-holsteinischen Luftsicherheitsbehörde bleiben ansonsten unverändert.

Lizenz für Segelflugzeugführer PPL-C

Diese Lizenz bleibt rein national, die Ausstellung nach JAR-FCL ist nicht vorgesehen. Die Lizenz und die Berechtigung als verantwortlicher Luftfahrzeugführer (PIC) werden unbefristet erteilt.

Die Rechte einer im Luftfahrerschein eingetragenen Startart dürfen aber nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber mindestens 25 Starts und Landungen, davon mindestens fünf Starts je Startart innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. Diese Bedingungen müssen vor jedem Start erfüllt sein. Fehlende Starts sind mit Fluglehrer oder unter dessen Aufsicht durchzuführen und durch Unterschrift des Fluglehrers im Flugbuch zu bestätigen.

Eine Lizenz wird nur neu ausgestellt bei der Erteilung, Verlängerung und Erneuerung einer Berechtigung (z.B. Lehrberechtigung), Startart oder sonstiger Änderung der eingetragenen Daten.

Der Antrag zur Verlängerung/Erneuerung der Lizenz ist am Ende dieses Artikels zu finden.

Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb

Ehemals als Startart im Luftfahrerschein PPL-B werden Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb nun ausschließlich in die Lizenz PPL-C eingetragen. Es können, wenn nicht bereits vorhanden, die Startarten

  • Windenstart
  • Schleppstart hinter Luftfahrzeugen
  • Selbststart
  • oder sonstige Startarten

erworben und erteilt werden.

Die mit der Lizenz vor dem 01.05.2003 erworbenen gültigen Berechtigungen werden in den neuen Luftfahrerschein übernommen.

Für die Ersterteilung sind eine Einweisung durch einen Fluglehrer in die Führung und Bedienung von Segelflugzeugen mit Hilfsantrieb sowie 10 Starts mit Fluglehrer und 10 Alleinstarts Voraussetzung. Die Einweisung und die Starts mit Fluglehrer können auch auf einem Reisemotorsegler durchgeführt werden.

Sind bei einem Bewerber die Lizenz PPL-C mit den Startarten Windenstart und Schleppstart hinter Luftfahrzeugen und die Klassenberechtigung TMG mit der Startart Selbsstart vorhanden, kann die Berechtigung "Segelflugzeuge mit Hilfsantrieb" mit den entsprechenden Startarten auf Antrag eingetragen werden.

Die Rechte einer im Luftfahrerschein eingetragenen Startart dürfen nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber mindestens 25 Starts und Landungen, davon mindestens fünf Starts je Startart innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. Diese Bedingungen müssen vor jedem Start erfüllt sein. Fehlende Starts sind mit Fluglehrer oder unter dessen Aufsicht durchzuführen und durch Unterschrift des Fluglehrers im Flugbuch zu bestätigen.

Die neuen luftrechtlichen Vorschriften für die nationalen Lizenzen (vor und nach dem 1. Mai 2003) sind in der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) und in der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO) verankert.

Die europäischen Bestimmungen sind in JAR-FCL 1, 2 und 3 deutsch enthalten.

Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen

Der Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ist in § 16  der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) geregelt.

Dabei erfolgt die im Einzelfall erforderliche Abgrenzung zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen im Sinne von § 1 Absatz 2 Nummer 9 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) ausschließlich über den Zweck der Nutzung: Dient die Nutzung des Geräts dem Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung, so gelten die Regelungen über Flugmodelle. Ist mit dem Einsatz hingegen ein sonstiger, insbesondere gewerblicher Zweck verbunden (z.B. Bildaufnahmen mit dem Ziel des Verkaufs), so handelt es sich um ein unbemanntes Luftfahrtsystem, dessen Betrieb unabhängig von seinem Gewicht gemäß § 16 Absatz 1 Nummer 7 LuftVO erlaubnispflichtig ist.

 

Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen

Für den Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen ohne Verbrennungsmotor bis 5 kg Gesamtmasse kann eine allgemeine Erlaubnis erteilt werden, wenn das Gerät nicht über 

  • Menschenansammlung
  • Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten
    von Polizei oder anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
  • Justizvollzugsanstalten und militärischen Anlagen
  • Industrieanlagen und Kraftwerken

betrieben wird.

Für den Aufstieg von unbemanntem Luftfahrtsystemen mit Verbrennungsmotor oder über 5 kg Gesamtmasse oder mit beabsichtigtem Aufstieg mit einem erhöhten Gefährdungspotential, insbesondere über Menschenansammlungen, dicht besiedelten Gebieten, Katastrophengebieten, Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Kraftwerken, militärischen Anlagen o. ä., wird nur eine Erlaubnis für den Einzelfall nach Maßgabe des § 16 Absatz 4 LuftVO durch die örtlich zuständige Behörde des Landes erteilt.

Betrieb von Flugmodellen

Hiernach sind zu unterscheiden:

  • Segelflugmodelle
  • Flugmodelle mit Elektromotoren
  • Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren
  • Flugmodelle mit Raketenantrieb
  • Flugmodelle von weniger als 5 kg Gesamtmasse
  • Flugmodelle von 5 kg oder mehr Gesamtmasse

Segelflugmodelle und Flugmodelle mit Elekromotoren von weniger als 5 kg Gesamtmasse, dürfen außerhalb von Wohngebieten ohne luftrechtliche Erlaubnis betrieben werden. Ein Mindestabstand zu den Wohngebieten ist aus luftrechtlicher Sicht nicht vorgeschrieben. Doch wird, um eine Gefährdung von Personen und Sachen auszuschließen, ein Sicherheitsabstand von mindestens 500 m für erforderlich gehalten.

Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren von weniger als 5 kg Gesamtmasse dürfen in einer Entfernung von 1,5 km oder mehr zu Wohngebieten erlaubnisfrei betrieben werden.

Der Aufstieg von

  • Flugmodellen mit 5 kg oder mehr Gesamtmasse
  • Flugmodellen mit Verbrennungsmotoren in einer Entfernung von weniger als 1,5 km zu Wohngebieten
  • Flugmodellen aller Art, gleich welchen Gewichts, die in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von der Begrenzung von Flugplätzen betrieben werden
  • Flugmodellen mit Raketenantrieb, deren Treibsatz mehr als 20 g beträgt

bedarf jeweils einer Erlaubnis durch die örtlich zuständige Luftfahrtbehörde.

Auf Flugplätzen dürfen Flugmodelle aller Art nur mit Zustimmung der Luftaufsichtsstelle oder der Flugleitung betrieben werden.

Auch wenn im Einzelfall keine luftrechtliche Erlaubnis erforderlich sein sollte (s.o.), können andere Vorschriften, z.B. Naturschutzverordnungen, dem Modellflugbetrieb entgegenstehen. Auskünfte hierüber sind bei der örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung, in deren Gebiet die Modelle betrieben werden sollen, oder bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde einzuholen.

Anschrift:

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr
Schleswig-Holstein (LBV-SH)
- Luftfahrtbehörde -
Mercatorstraße 9
24106 Kiel