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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

B 404 / B 209: Ortsumgehung Schwarzenbek

Es geht voran: die Baufortschritte im Überblick

Ein gelbes Ortsschild Schwarzenbek. Schwarzenbek (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © LBV.SH

SCHWARZENBEK. Ein lang ersehnter Meilenstein eines wichtigen Ausbauprojektes im südlichen Teil des Landes: Der nächste Ausbau-Abschnitt der Bundesstraße B 404 / B 209 in Schwarzenbek ist im April gestartet. „Die Stadt Schwarzenbek wartet seit Ewigkeiten zu Recht auf den Weiterbau. Denn der neue drei Kilometer lange Abschnitt der Ortsumgehung wird eine ganz erhebliche Entlastung für Schwarzenbeks Stadtkern sein: Im Zentrum sowie in den Einfallstraßen wird der Weiterbau eine deutliche Verminderung der Lärm- und Abgasimmissionen bedeuten“, so Verkehrsminister Bernd Buchholz.

Die Zahlen stützen dies: So weist derzeit das Teilstück zwischen der B 207 und K 17 (gemäß Verkehrsuntersuchung 2004) den höchsten prognostizierten DTV-Wert (durchschnittlicher täglicher Verkehr) auf. Das Gute: Und auch der Logistik-Verkehr aus den Gewerbegebieten an der B 207 und K 17 zur A 24 wird nach Fertigstellung nicht mehr über das Stadtzentrum fahren müssen.

Der Weiterbau beginnt ab der Bundesstraße 404 zunächst mit dem Neubau von zwei Kreisverkehren (Knotenpunkte mit B 207 und K 17), dem Neubau von zwei Absetz-/Rückhaltebecken, dem Anlegen von Rad- und Wanderwegen und dem Errichten einer Rad- und Fußwegbrücke (mit zusätzlicher Funktion als Leiteinrichtung für Fledermäuse) sowie dem Anlegen von Ausgleichsflächen insbesondere für Haselmäuse.

Buchholz dankt auch Schwarzenbeks Bürgermeister Norbert Lütjens für die finanzielle Beteiligung an dem 19-Millionen-Projekt: Die Stadt Schwarzenbek trägt die Kosten für den Bau des Radweges zwischen der B 207 und der K 17. Insgesamt wird es voraussichtlich fünf Jahre dauern bis alles fertig ist, samt aller Artenschutzmaßnahmen etwa für Haselmäuse oder das Umsetzen von Waldameisenhaufen.

Bürgermeister Norbert Lütjens: „Ich begrüße die gemeinsame Vorgehensweise mit dem Land, die dazu geführt hat, dass wir ohne Klagen zu einem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss gekommen sind und jetzt endlich mit dem Bau des zweiten Bauabschnitts beginnen können.“

LBV.SH-Direktor Torsten Conradt freut sich, dass der Bau einer zusätzlichen Brücke schon auf Hochtouren läuft: „Seit Anfang März bauen wir bereits an der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die zukünftige B 404, die voraussichtlich im Juni 2022 fertig wird. Auch hier achten wir auf die biologische Vielfalt: Das Besondere an der Brücke ist, dass sie von Irritationsschutzwänden und hochwachsendem Begleitgrün flankiert wird. Und dieses dient den Fledermäusen dann als notwendiges Leitsystem.“

Weitere Planungsschritte

Im Mai dieses Jahres sollen die Arbeiten des neuen Kreisverkehrs B 207 / B 209 einschließlich Entwässerung beginnen. Weiter geht es im Herbst mit der Erweiterung eines Regenrückhaltebeckens zwischen Oktober und Dezember 2021 – zur Schonung von Flora und Fauna ist dies nicht früher im Jahr möglich.

Im Jahr 2022 ist zunächst der Lückenschluss zwischen B 404 und B 207 geplant. Der zweite Lückenschluss zwischen B 207 und K 17 erfolgt mit Rücksicht auf landschaftspflegerische Belange und in Abhängigkeit von der Entwicklung der ökologischen Ausgleichs-Maßnahmen ab 2023.

Technische Daten des Bauabschnitts: 

B 209: Nord-Ost-Umgehung Schwarzenbek,
zweiter Bauabschnitt (Zubringer Nord = Ende des ersten Bauabschnitts bis K 17) sowie Bau einer Rad- und Fußwegbrücke

Baulänge: 3 km Bundesstraße

Bauzeit: wird voraussichtlich insgesamt fünf Jahre betragen,
Bau in zwei Abschnitten:
1. B 404 bis B 207- später als B 404 gewidmet
2. B 207 bis K 17 – später als B 209 gewidmet
- Hier sind vorab noch ausgleichende Biodiversitäts-Maßnahmen für die Haselmäuse durchzuführen, die eine entsprechende Entwicklungszeit für die Pflanzungen benötigen.

Baukosten: 19 Millionen Euro

Kostenträger: Bundesrepublik Deutschland und Stadt Schwarzenbek. Die Stadt Schwarzenbek trägt die Kosten für den Bau des Radweges zwischen der B 207 und der K 17. 

Ausführende Firma: Spieker (Oldenburg) für die aktuelle im Bau befindliche Rad- und Fußwegbrücke 

Verkehrszahlen (DTV 2030):

Zubringer Nord (= Ende erster Bauabschnitt) bis B 207: 7.400 Kfz in 24 Stunden*
B 207 bis K 17: 9.800 Kfz in 24 Stunden*

*(bei einem vollständigen Ausbau bis zur B 209)

Der Schwerverkehrsanteil zwischen Zubringer und B 207 beträgt etwa elf Prozent und zwischen B 207 und K 17 gut zehn Prozent.