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Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge

© Nadir Shah Azizi

Corona-Virus

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen reduziert das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge das Infektionsrisiko in den Landesunterkünften

An dieser Stelle informieren wir Sie montags bis freitags über aktuelle Zahlen zur Corona-Lage in den Landesunterkünften für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein. Infizierte Bewohnerinnnen und Bewohner der Landesunterkünfte werden erst als genesen geführt, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt.

Landesunterkunft Neumünster / Erstaufnahmeeinrichtung
Datum02.03.01.03.26.02.25.02.24.02.
Infiziert33555
Davon in den letzten 7 Tagen33333
Vorsorglich in Quarantäne9010491115130
Genesen7373717171
Landesunterkunft Boostedt
Datum02.03.01.03.26.02.25.02.24.02.
Infiziert10000
Davon in den letzten 7 Tagen10000
Vorsorglich in Quarantäne106104968669
Genesen6161616161
Landesunterkunft Rendsburg
Datum02.03.01.03.26.02.25.02.24.02.
Infiziert00000
Davon in den letzten 7 Tagen00000
Vorsorglich in Quarantäne1010774
Genesen4848484848
Landesunterkunft Bad Segeberg
Datum02.03.01.03.26.02.25.02.24.02.
Infiziert11111
Davon in den letzten 7 Tagen11111
Vorsorglich in Quarantäne11113
Genesen1010101010

Aktuelles

Am 9. Februar 2021 wurde bei einem neu in Neumünster aufgenommenen 21-jährigen Syrer eine Infektion mit der britischen Virusvariante B117 festgestellt. Der allein reisende junge Mann wurde aus der Ankunftsquarantäne in die Einzelunterbringung in einem Isolationscontainer verlegt.

Am 8. Februar 2021 hat das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (LaZuF) die Isolationszeit für neu ankommende Zufluchtsuchende um drei Tage verlängert. Ein zweiter PCR-Test wird nun frühestens an Tag 12 der Isolation vorgenommen. Damit soll der Eintrag von Coronaerkrankungen, die durch gefährliche Virusmutationen ausgelöst worden sind, in den „freien Bereich“ der Landesunterkünfte vermieden werden. Die Verlängerung wurde auf Anraten und in enger Abstimmung mit dem ärztlichen Dienst in den Landesunterkünften (Dr. André Kröncke, Notarzt-Börse) vorgenommen. Um bereits isolierten Menschen Rechtssicherheit zu gewähren, gilt die Neuregelung für Menschen, die nach dem 08.02.2021, 24.00 Uhr, an aufgenommen wurden.

Die Corona-Pandemie hat zu einigen Änderungen im Alltag in den Landesunterkünften geführt. Alle vier Landesunterkünfte verfügen über Quarantäne- und Isolationsbereiche. Die Isolations-Bereiche werden für Infizierte und deren Angehörige bzw. Mitbewohner vorgehalten. In den Quarantäne- und Isolationsbereichen werden - voneinander getrennt - drei Gruppen untergebracht:

  1. Infizierte und deren Angehörige sowie mutmaßliche Kontaktpersonen (Isolation)
  2. Neu ankommende Zufluchtsuchende (Quarantäne)

Menschen, die auf der Suche nach Zuflucht nach Schleswig-Holstein kommen, werden im Zuge der Aufnahme sofort getestet und anschließend entsprechend den Empfehlungen des RKI für mindestens 12 Tage unter Quarantäne gestellt. Erst nach einem weiteren, negativen Test werden sie im offenen Bereich einer Landesunterkunft untergebracht.

Das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge steht seit Beginn der Krise in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden. Es hat Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Risiko einer Verbreitung in und um die LUKs zu minimieren. Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung Schleswig-Holstein hat weitreichende Schritte zur Reduzierung des durch den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung und der Landesunterkünfte entstehenden Infektionsrisikos unternommen. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur die in den Landesunterkünften lebenden Bewohnerinnen und Bewohner und die dort arbeitenden Menschen, sondern nicht zuletzt auch die Bevölkerung insgesamt.

Seit dem 27. Februar 2020 werden alle neu ankommenden Schutzsuchenden auf Sars-CoV-2 getestet. Darüber hinaus testet der ärztliche Dienst in allen vier Landesunterkünften alle dort bereits untergebrachten Bewohnerinnen und Bewohner mit Erkältungssymptomen auf Sars-CoV-2.

Die Weiterleitungen Asylsuchender von Neumünster an Aufnahmeeinrichtungen anderer Bundesländer nach dem bundesweiten System zur Erstverteilung von Asylbegehrenden wurden während der ersten Coronawelle ausgesetzt. Nach der Beruhigung der Corona-Lage im Sommer 2020 wurden Asylbegehrende, für die andere Länder zuständig sind, zwischenzeitlich nach Testung und angemessenem Isolationszeitraum wieder an die zuständigen Länder weitergeleitet. Seit Ende Oktober 2020 setzt Schleswig-Holstein die Weiterleitungen wieder aus. Zuweisungen von Menschen aus Herkunftsländern, für die Schleswig-Holstein zuständig ist, werden uneingeschränkt aufgenommen und natürlich hinsichtlich der Corona-Prävention genauso behandelt wie Menschen, die direkt nach Schleswig-Holstein kommen.

Die Bewohner der Landesunterkünfte werden laufend in ihren Sprachen über die Entwicklungen und besondere Verhaltensregeln informiert. Das Landesamt nutzt dafür Aushänge in den Landesunterkünften. Darüber hinaus sprechen die Hausbetreuer des DRK und der Johanniter täglich mit den Bewohnern, um sie für die besondere Situation zu sensibilisieren.

Mit Zutrittsbeschränkungen sorgt das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge dafür, dass keine Besucher das Infektionsrisiko in den Landesunterkünften erhöhen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohnerinnen und Bewohner werden laufend über die üblichen Verhaltensregeln zur Vorbeugung informiert.

Informationsangebot der Bundesbeauftragen für Migration, Flüchtlinge und Integration

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie gesammelte Hinweise der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

Die Beauftrage des Bundes für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt informiert über das Corona-Virus

Die Bundesbeauftragte bittet ausdrücklich darum, ihre Tweets und Instagram-Posts mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über eigene Social-Media-Auftritte weiterzutragen und zu teilen:

Twitter: https://twitter.com/IntegrationBund/status/1239595687907594249           
Instagram: https://www.instagram.com/p/B9zdqEcKUvW/

Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bitte weisen Sie die Bundesbeauftragte auf solche falschen Quellen hin und unterstützen Sie sie durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren: integrationsbeauftragte@bk.bund.de

Beratungsangebot des Beauftragen für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen

Der Landeszuwanderungsbeauftragte Stefan Schmidt und sein Team weisen auf ihr Beratungsangebot während der Corona-Pandemie hin.

Beratungsangebot Landeszuwanderungsbeauftragter Corona (PDF 332KB, Datei ist nicht barrierefrei)