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Landesarchiv Schleswig-Holstein

© Michael Staudt/grafikfoto.de

Notfallboxen im Landesarchiv

"Erste Hilfe" für Archivalien nach Brandschäden, Wasserschäden und ähnlichen Ernstfällen.

Von den in Archiven verwahrten Urkunden, Akten, Karten, Fotos oder Filmen gibt es meist nur ein originales Exemplar, und das muss besonders geschützt werden. Dafür unternehmen die Archive viel, aber wenn doch einmal etwas passiert, muss man gerüstet sein. Hierfür gibt es auch im Landesarchiv Schleswig-Holstein Notfallboxen, die etwa bei Schädigungen durch Wasser, Sturm oder Feuer zum Einsatz kommen. Manches, was man in den Leichtmetallbehältnissen findet, dient dazu, in solch einer prekären Situation überhaupt arbeiten zu können (Schürzen, Stiefel, Schutzbrillen, Beleuchtung, Werkzeug), anderes wird direkt zur Dokumentation, Bergung und Verpackung der betroffenen Archivalien eingesetzt. Über fünfzig verschiedene Teile sind vorhanden. Sie sollen im Sinne einer Grundversorgung dafür sorgen, dass auch das Archivpersonal im Ernstfall handeln kann.

Sind Archivalien beschädigt, so gibt es Fachwerkstätten, die viele Schädigungen beheben können, wie die Restaurierungswerkstatt des Landesarchivs oder bundesweit tätige Einrichtungen, die etwa seit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs gefordert sind. Zahlreiches, auch von Helfenden aus dem Landesarchiv geborgenes Kölner Archivgut war übrigens über fast acht Jahre hier im Magazin eingelagert, bis man in Nordrhein-Westfalen wieder geeignete Räume dafür hatte. Die Notfallboxen des Landesarchivs stehen im Bedarfsfall natürlich auch benachbarten Archiven zur Verfügung.