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Landesarchiv Schleswig-Holstein

© Michael Staudt/grafikfoto.de

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland 2021

Bericht über die Vortragsreihe im Landesarchiv Schleswig-Holstein

Dr. Bettina Goldberg, Flensburg, bei ihrem Vortrag im Landesarchiv am 14. Juni 2021 © Landesarchiv

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands: Ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin von 321 erwähnt die Kölner jüdische Gemeinde. Es gilt als ältester Beleg jüdischen Lebens in Europa nördlich der Alpen.

Die öffentlichkeitswirksame Vermittlung und die positive Akzentuierung von vielfältigem jüdischem Leben heute und der 1700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands sollen im Zentrum dieses Festjahres stehen. Zugleich gilt es, dem wiederauflebenden Antisemitismus in Europa entgegenzuwirken.

Joachim Liß-Walther, Schleswig, bei seinem Vortrag im Landesarchiv am 16. Juni 2021 © Landesarchiv

Aus diesem Anlass bot das Landesarchiv Schleswig-Holstein eine Vortragsreihe an, die sich mit jüdischem Leben in Schleswig-Holstein und in Deutschland beschäftigte. Vom 14. bis 16. Juni 2021 sprachen vor einem sehr interessierten Publikum Dr. habil. Bettina Goldberg (Flensburg) über Juden und jüdisches Leben im Landesteil Schleswig, Dr. Sylvina Zander (Lübeck) über die Geschichte der Oldesloer Juden und Joachim Liß-Walther (Schleswig) über den biblischen Roman "König David Bericht" von Stefan Heym. Auf die sehr anschaulichen Vorträge folgte eine intensive Diskussion, in denen Aspekte des jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein noch vertieft werden konnten.