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Landesarchiv Schleswig-Holstein

© Michael Staudt/grafikfoto.de

350 Jahre Christiana Albertina. Die Universität Kiel im Wandel

Ausstellung vom 7. Oktober 2015 bis zum 6. November 2016

Die Geschichte der Kieler Universität seit ihrer Gründung vor 350 Jahren zeigt eine gemeinsame Ausstellung des Landesarchivs und der Landesbibliothek. Zu sehen sind bislang selten gezeigte Objekte, Bilder und Dokumente aus den Beständen beider Häuser sowie zahlreiche Leihgaben. In unterschiedlichen Themenfeldern wird die Geschichte der Christian-Albrechts-Universität von den Anfängen bis in die jüngste Vergangenheit gezeigt.

Schatulle der Gründungsurkunde der Christian-Albrechts-Universität zu KielSchatulle der Gründungsurkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel © Landesarchiv

Viele Jahre hatte der Gottorfer Herzog Friedrich III. den Wunsch gehegt, in seinen Herzogtümern Schleswig und Holstein eine Universität oder "Akademie" zu gründen. Doch aufgrund politischer Wirren konnten die Pläne des gebildeten Herrschers bis zu seinem Tod nicht umgesetzt werden, obwohl ihm der Kaiser längst die Erlaubnis erteilt hatte. Erst sein Sohn und Nachfolger Christian Albrecht errichtete im Jahr 1665 die Kieler Universität, die seitdem seinen Namen trägt.

Insignien der Gründung, beispielsweise die beiden Zepter und das Universitätssiegel, vermitteln dem Ausstellungsbesucher einen Eindruck von der prunkvollen Zeremonie am 5. Oktober 1665. Doch bald verschlechterte sich die Situation der Hochschule: Die Studentenzahlen gingen zurück, Professoren wanderten an andere Hochschulen ab, und die Gebäude verfielen. Erst durch finanzielle Zuwendungen der russischen Zarin Katharina gelangte die Christiana Albertina im 18. Jahrhundert zu neuer Blüte. Es entstand ein Universitätsgebäude in der Kattenstraße, das in bald durch einen noch größeren Neubau im Schlossgarten abgelöst wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Hochschule an den Nordrand der Stadt, wo auf dem ehemaligen ELAC-Fabrikgelände der heutige Campus entstand.

Neben baugeschichtlichen Aspekten und der Einordnung der Universitätsentwicklung in ihren historischen Kontext bildet das Leben der Studierenden einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Es werden Aufzeichnungen aus den Vorlesungen gezeigt und Einblicke in die Freizeitgestaltung und das studentische Wohnen gegeben. Die Anfänge des Frauenstudiums werden ebenso thematisiert wie der "Studentenbund" in der Zeit des Nationalsozialismus und die Proteste der 68er-Generation.

Die Ausstellung kann im Landesarchiv Montag bis Freitag von 8.30 bis 17.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Begleitend finden eine Vortragsreihe sowie Führungen durch die Ausstellung mit der Kuratorin Julia Liedtke M. A. statt. mehr