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Landesamt für soziale Dienste

© R. Seeberg / grafikfoto.de

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist Kita-Geld?

Das Land erstattet ab dem 1. Januar 2017 einkommensunabhängig bis zu 100,- Euro im Monat der Gebühr/des Entgeltes für die Betreuung eines Kindes unter drei Jahren in einer öffentlich geförderten Kindertagesbetreuung oder bei einer öffentlich geförderten Tagespflegeperson. Maßgeblich für die Höhe des Kita-Geldes ist der Betrag, der tatsächlich monatlich für die Kindertagesbetreuung bezahlt wird; Essensgeld wird nicht berücksichtigt.

2. Wer bekommt das Kita-Geld?

Grundsätzlich erhalten Personensorgeberechtigte sowie Pflegeeltern, bei denen das Kind mit alleiniger Wohnung oder mit der Hauptwohnung in Schleswig-Holstein gemeldet ist, das Kita-Geld.

3. Was ist unter einer öffentlich geförderten Kindertagesbetreuung oder einer öffentlich geförderten Tagespflege zu verstehen?

Eine öffentlich geförderte Kindertagesbetreuung oder Tagespflege liegt dann vor, wenn diese mit öffentlichen Mitteln finanziert wird.

4. Wie kann der Antrag gestellt werden?

Der teilweise vorausgefüllte Erstantrag wird an alle Personensorgeberechtigte und Pflegeeltern (siehe Frage Nr. 2) kurz nach der Anmeldung des Kindes beim Einwohnermeldeamt per Post versendet. Der Antrag wird bitte solange zu den eigenen Unterlagen genommen, bis eine Betreuung des Kindes ansteht. Dann kann der Antrag ergänzt und beim Landesamt für soziale Dienste eingereicht werden. Eine Antragstellung ist im Ausnahmefall auch mit unvollständigem Antrag möglich, die fehlenden Unterlagen können später nach Erhalt nachgereicht werden. Eine Bewilligung erfolgt erst nach vollständiger Vorlage der Unterlagen. Die Bewilligung ist frühestens drei Monate vor Betreuungsbeginn möglich. Über den Erstattungsanspruch soll in der Regel für ein Jahr entschieden werden. Aufgrund der langen Bearbeitungszeiten ist es dem Landesamt für soziale Dienste nunmehr möglich über die noch unerledigten Anträge bis zum 31.07.2010 zu entscheiden.

Sofern Ihnen das Antragformular nicht mehr vorliegt, kann dieses per kitageld@lasd.landsh.de angefordert werden. Bitte teilen Sie den Vor- und Nachnamen des Kindes, das Geburtsdatum des Kindes sowie Ihre aktuelle Anschrift mit.

Sollte in Ihrem Fall über den Erstattungsanspruch lediglich für ein Jahr entschieden worden sein, so fordern Sie bitte per kitageld@lasd.landsh.de unter Angabe des vollständigen Namens und Geburtsdatums Ihres Kindes und Ihrer aktuellen Anschrift einen Folgeantrag an. Über den Folgeantrag wird frühestens drei Monate vor Erstattungsbeginn entschieden. Eine nahtlose Erstattung der Kindertagesbetreuungskosten wird angestrebt.

5. Wo kann der Antrag gestellt werden?

Der möglichst vollständig ausgefüllte Antrag kann zusammen mit den erforderlichen Unterlagen beim Landesamt für soziale Dienste, Steinmetzstr. 1-11, 24534 Neumünster gestellt werden.

Bitte geben Sie bei Rückfragen immer die Kind-ID und den Vor- und Nachnamen des Kindes an. Sollte Sie die Kind-ID nicht zur Hand haben, teilen Sie ergänzend bitte das Geburtsdatum des Kindes und die aktuelle Anschrift mit.

6. Für welchen Zeitraum kann das Kita-Geld ausgezahlt werden?

Das Kita-Geld kann bis zum dritten Geburtstag des Kindes ausgezahlt werden. Der Monat, in dem das Kind das dritte Lebensjahr vollendet, wird mitberücksichtigt.
Die Landesregierung plant, das Kita-Geld zum 1. August 2020 durch landesweit gedeckelte Elternbeiträge abzulösen. Das Gesetz zur Stärkung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und zur finanziellen Entlastung von Familien und Kommunen (KiTa-Reform-Gesetz) befindet sich im Gesetzgebungsverfahren. Über Ihren Erstattungsanspruch wird daher abweichend von § 4 Abs. 2 S. 1 der Kita-Kostenerstattungsverordnung nur bis zum 31. Juli 2020 entschieden.

Bitte informieren Sie sich zum laufenden Gesetzgebungsverfahren unter http://kitareform2020.de.

7. Kann das Kita-Geld auch rückwirkend beantragt werden?

Ja, das Kita-Geld kann auch rückwirkend, jedoch maximal für drei zurückliegende Monate, beantragt werden. Ob Sie eine Nachzahlung erhalten, hängt nur davon ab, dass Ihr Antrag rechtzeitig eingegangen ist. Wann der Bescheid dann erteilt wird, ist dafür nicht entscheidend.

8. Welche Unterlagen müssen dem Antrag beigefügt werden?

Wird das Kind in einer Kindertagesstätte betreut, so ist dem Antrag eine Kopie des Bescheides oder der Rechnung des Trägers der Kindertagesstätte sowie eine Kopie des Betreuungsvertrages beizufügen. Wird das Kind von einer Tagespflegeperson betreut, so ist dem Antrag eine Kopie des Bescheides des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe sowie eine Kopie des Betreuungsvertrages mit der Tagespflegeperson oder ihrem Anstellungsträger beizufügen.

9. Wann wird das Kita-Geld ausgezahlt?

Das Kita-Geld wird jeweils am Ende des Monats, in dem die Kinderbetreuungskosten angefallen sind, ausgezahlt. Wenn das Bescheiddatum vor dem 20. des Monats liegt, erfolgt die Auszahlung (einschließlich eventueller Nachzahlung) am letzten Werktag des Monats der Bescheiderteilung. Wenn das Bescheiddatum ab dem 20. des Monats liegt, erfolgt die Auszahlung erst am letzten Werktag des nächsten Monats.

10. Kann das Kita-Geld auch für Kinder beantragt werden, die nach Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Wechsel in die Elementargruppe weiter in der Krippe bleiben?

Ja, die Erstattung der Kosten der Kindertagesbetreuung nach § 25 b Absatz 1 Kindertagesstättengesetz (KiTaG) kann im Rahmen einer freiwilligen Leistung fortgesetzt werden, wenn das Kind das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, vorübergehend in einer Betreuung für unter Dreijährige verbleibt, weil kein Platz in einer Elementargruppe zur Verfügung steht, und hierfür weiterhin höhere Betreuungskosten für unter Dreijährige zu zahlen sind. Die Personensorgeberechtigten haben das Landesamt für soziale Dienste rechtzeitig zu informieren, damit die Erstattung der Betreuungskosten möglichst ununterbrochen gewährt werden kann.
Bitte beachten Sie dazu das Hinweisblatt und reichen Sie den formlosen Antrag mit den erforderlichen Unterlagen bei uns ein.

11. Kann das Kita-Geld auch für Kinder beantragt werden, die in einer nicht öffentlich geförderten Kindertageseinrichtung betreut werden?

Ja, die Kostenerstattung erfolgt in diesen Fällen als freiwillige Leistung, sofern die Einrichtung über eine gültige Betriebserlaubnis verfügt.

12. Wird das Kita-Geld auch dann bezahlt, wenn die Kinderbetreuung außerhalb von Schleswig-Holstein erfolgt?

Maßgeblich für die Erstattung der Kinderbetreuungskosten ist, dass die Personensorgeberechtigten bzw. Pflegeeltern und das Kind ihre alleinige bzw. Hauptwohnung in Schleswig-Holstein haben. Die Kinderbetreuung kann durchaus außerhalb SchleswigHolsteins erfolgen. Umgekehrt besteht für Kinder, die über ihre Personensorgeberechtigen oder Pflegeeltern außerhalb von Schleswig-Holstein gemeldet sind, aber in Schleswig-Holstein betreut werden, kein Anspruch auf Kita-Geld.

13. Warum wurden die Kita-Gebühren mit der Einführung des Kita-Geldes erhöht?

Es liegt in der Entscheidung der Gemeinden und der Träger, die Elternbeiträge festzusetzen. Die Einführung des Kitageldes ist unabhängig davon zu sehen und ist von der damaligen Landesregierung als ein erster Schritt des Landes, die Eltern zu entlasten, eingeführt worden.

14. Welche Entlastung erhalten Familien mit Kindern nach dem Auslaufen des Kita-Geldes?

Das Kita-Geld wird erst mit einer Neuregelung der Elternbeiträge abgelöst. Davor bestandskräftig gewordene Bescheide behalten ihre Gültigkeit. Ziel der Landesregierung ist es, 2020 die Neuregelung in Kraft treten zulassen, die unter anderem die Deckelung der Kitabeiträge beinhalten wird. Eine Deckelung, die den Eltern im Land eine tatsächlich dauerhafte, eine verlässliche Entlastung verschaffen wird.
Bitte informieren Sie sich zum laufenden Gesetzgebungsverfahren unter http://kitareform2020.de.

15. Wird das Kita-Geld auf das Einkommen angerechnet?

Kurz Nein, durch die Regelung in § 25 b Absatz 4 KiTaG wird sichergestellt, dass das Kita-Geld nicht als Einkommen angerechnet wird. Eine Verrechnung des Kita-Geldes mit der Sozialstaffel oder Sozialermäßigung wird so vermieden.

16. Ist der Arbeitgeberzuschuss zu den Kinderbetreuungskosten im Rahmen der Beantragung des Kita-Geldes zu berücksichtigen?

Grundsätzlich kommt es bei der Zahlung des Kita-Geldes auf die Höhe der Kindertagesbetreuungskosten an, welche den Personensorgeberechtigten monatlich tatsächlich entstehen. Wird ein Teil der Betreuungskosten im Vorwege vom Arbeitgeber übernommen, so ist dieser bei der Beantragung des Kita-Geldes in Abzug zu setzen. Dadurch soll vermieden werden, dass den Personensorgeberechtigten Kosten erstattet werden, die ihnen gar nicht entstehen. Handelt es sich bei dem Arbeitgeberzuschuss dagegen um Übernahme von Verpflegungskosten (Essensgeld), so ist dieser nicht zu berücksichtigen, da es sich hier nicht um Betreuungskosten im Sinne des § 25 b Abs. 1 KiTaG handelt.