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Justizvollzugsanstalt Kiel

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Liegenschaft

Die Justizvollzugsanstalt Kiel wurde in den Jahren 1914-1918 erbaut. Informationen über die Historie und die Modernisierungsmaßnahmen der Anstalt.

Die Justizvollzugsanstalt Kiel wurde in den Jahren 1914-1918 erbaut. Es handelt sich um ein fünfgeschossiges Gebäude, dessen Zellenbereiche von einem Zentrum aus kreuzförmig mit nach beiden Seiten abgewinkelten Trakten erschlossen werden, so dass die Hafträume um 4 Innenhöfe angeordnet sind. Eine Außenmauer ist bei dieser Anlage deshalb nicht erforderlich. Nur der später westlich des Gebäudes angelegte Freistundenhof ist von einer Mauer umgeben.

1986 wurde das ursprünglich in Galeriebauweise mit durchbrochenen Geschossdecken angelegte Zellenhaus in weiten Teilen mit durchgehenden Geschossdecken versehen. Offen blieb der innere kreuzförmige Bereich um die Zentrale.

1990-1992 wurde ein Werkstattneubau mit 80 Arbeitsplätzen und einer Küche fertiggestellt. 1999 wurde eine Freigängerabteilung in direkter Nachbarschaft eingerichtet.

Im Jahr 2000 startete ein neues Investitionsprogramm im Justizvollzug Schleswig-Holstein. Insbesondere die zum Teil über 100 Jahre alte Bausubstanz der Anstalten musste saniert bzw. modernisiert werden, um die für viele Gefangene und auch Beschäftigte schwer erträgliche Unterbringungssituation deutlich zu verbessern.

Es flossen schwerpunktmäßig erhebliche Summen in die drei "großen" Anstalten Lübeck, Neumünster und Kiel, um die Überbelegung abzubauen, zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für Gefangene zu schaffen und die alten Gebäude in Stand zu setzen.

Etwa 16,82 Millionen Euro aus diesem Programm werden in der Justizvollzugsanstalt Kiel in die Grundinstandsetzung und Modernisierung der Anstalt sowie die Schaffung weiterer Arbeitsbetriebe für Gefangene gehen. Der Abschluss dieser Maßnahme wurde 2006 vollzogen.