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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Gut vorbereitet

Datum 08.11.2021

Dank leistungsfähiger Notstrom-Aggregate vom Land sollen die Kreise künftig auch bei Stromausfällen weiter handlungsfähig bleiben.

Mit einem Mal ist es dunkel in der Wohnung. Das Internet ist aus, auch das Telefon funktioniert nicht mehr. Was schon für die durchschnittliche Verbraucherin eine Herausforderung ist, kann für die kritische Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung oder Krankenhäuser zum echten Problem werden.

Mit neuen Notstrom-Aggregaten bereitet das Land die Kreise und kreisfreien Städte auf dieses sogenannte "Blackout"-Szenario vor. Die ersten mobilen Geräte werden in der kommenden Woche an die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Stormarn sowie die Städte Flensburg, Neumünster und Kiel ausgeliefert. Mit einer Leistung von bis zu 250 Kilovoltampere können zwei Aggregate genug Strom erzeugen, um ein durchschnittliches Kreiskrankenhaus zuverlässig zu versorgen.

Vorbereitung auf den Ernstfall

"Unsere Rettungs- und Sicherheitskräfte sind auf Elektrizität angewiesen. Auch und gerade unsere moderne Gesellschaft muss deshalb auf einen Ausfall der Stromnetze vorbereitet sein", betonte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. Jeder Kreis soll eines der rund 300.000 Euro teuren Geräte erhalten. Im Falle eines Blackouts könnten die Katastrophenschutzbehörden die Anlagen aus den nicht betroffenen Gebieten anfordern. "Sofern die jeweiligen kritischen Infrastrukturen die technischen Voraussetzungen erfüllt, erhalten sie dann den notwendigen Strom", sagte die Ministerin.

Weitere Einsatzmöglichkeiten seien unter anderem die Versorgung von Hilfsorganisationen bei größeren Veranstaltungen, wenn dort kein Anschluss an die Stromversorgung möglich ist, oder das Betreiben von Notfallstationen bei größeren Evakuierungen.

Auslieferung bis Anfang 2023

Die weiteren Geräte sollen im Sommer 2022 und im Frühjahr 2023 an die Kreise und kreisfreien Städte ausgeliefert werden. Diese sind dann auch für die Wartung und Instandhaltung verantwortlich.

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