Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Mehr Schutz für Frauen

Datum 25.08.2021

Ab 2022 stehen für Frauenfacheinrichtungen in Schleswig-Holstein rund acht Millionen Euro jährlich bereit – 540.000 mehr als urprünglich vorgesehen.

Wer in den eigenen vier Wänden Gewalt und Angst erfährt, braucht einen sicheren Rückzugsort. In Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern finden Betroffene Hilfsangebote und vorübergehend eine geschützte Unterkunft. Für diese Einrichtungen stellt das Land nun mehr als eine halbe Million Euro zusätzlich zur Verfügung. Das haben die Haushaltsberatungen ergeben. Frauenhäuser und -beratungsstellen sowie das Kooperationsnetzwerk KIK werden zukünftig dadurch mit mehr als acht Millionen Euro jährlich unterstützt.

Mehr Frauenhausplätze möglich

Anfang des Jahres hatte das Innenministerium die Ergebnisse einer Bedarfsanalyse vorgestellt, nach der die Einrichtungen zusätzliche Mittel benötigten. Mit der nun geplanten Erhöhung werden diese Anforderungen erfüllt. "Gerade in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg wollen wir zusätzliche Frauenhausplätze schaffen", sagte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. Deshalb sei sie sehr froh über die die höheren Mittel aus dem Landeshaushalt.

Mehr Informationen zur Bedarfsanalyse

"Wir waren uns schnell einig, dass die finanziellen Mittel für Frauen in Not auf Grundlage der Bedarfsanalyse aufgestockt werden müssen", sagte Finanzministerin Monika Heinold. Nachdem bereits mehrere Frauenhäuser mit Geldern aus dem IMPULS-Programm saniert und modernisiert werden konnten, sei die Erhöhung der Finanzausgleichsmittel Mittel ab 2022 ein weiterer notwendiger Schritt. Auch könnten höhere Mietnebenkosten mit dem zusätzlichen Geld abgedeckt werden.

Hilfsangebote bei Gewalt

In Schleswig-Holstein gibt es verschiedene Hilfsangebote für Opfer einer Gewalttat oder für Menschen, die davon bedroht sind. Die Vielfalt ist groß: Betroffene finden hier etwa eine sichere Unterkunft und Beratung sowie psychologische und psychosomatische Therapie-Angebote. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen richten sich ausschließlich an Frauen und sind auf geschlechtsspezifische Gewalt spezialisiert. Andere Einrichtungen haben zusätzliche Angebote nicht ausschließlich für Frauen und beziehen sich in ihrer Arbeit auch auf nicht geschlechtsspezifische Formen von Gewalt.

Hilfsangebote in Schleswig-Holstein

Teilen: