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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Ein Plan für die Zukunft

Datum 22.04.2021

Karriere-Chancen zwischen Hightech und Papier: Nachwuchskräfte stellen die Arbeit beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation vor.

Woher kommen eigentlich unsere Landkarten? Und woher wissen unsere Navigationssysteme, wo es lang geht? Dafür sorgen rund 550 Frauen und Männer beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo). Einer von ihnen ist Hendrik, 19 Jahre alt, und angehender Vermessungstechniker. Gemeinsam mit der 20-jährigen Auszubildenden zur Geomatikerin Alexandra stellt er die Arbeit im Landesamt in einem knapp siebenminütigen Film vor. Die Zuschauer:innen bekommen so einen filmischen Einblick in das spannende Tätigkeitsfeld – ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Die Idee dafür war entstanden, nachdem der diesjährige Girls' Day coronabedingt ausfallen musste. 

Punktgenau dank Satellitentechnik

Pi mal Daumen? Nicht hier! Die Vermessungstechniker:innen des Landesamts arbeiten mit hochpräzisen Gerätschaften, um sogenannte Geodaten zu erfassen. Mithilfe des Globalen Navigations-Satelliten-Systems (GNSS) können die Mitarbeiter:innen genau bestimmen, wo sich ein Punkt im Gelände befindet. Dafür nutzen sie mannshohe Peilungsanlagen, sogenannte GNSS-Empfänger. Diese fangen die Signale zahlreicher Satelliten in der Erdumlaufbahn auf und errechnen so den genauen Standort.

Am häufigsten aber sind die Vermessungstechniker:innen des Landes sicherlich mit ihren Tachymetern unterwegs. Mit dieser Art Fernrohr können sie einen oder mehrere Messpunkte – etwa Gebäude-Ecken – genau anpeilen. Ein eingebauter Laser misst dann die Entfernung und den Winkel, in dem die Messpunkte zueinander stehen.

Gute Karten für den Norden

Eine junge Frau sitzt an einem Computer und arbeitet mit einem Karten-Programm. Mithilfe von speziellen Programmen erstellen Geomatiker:innen am Computer hochpräzise Landkarten. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Mithilfe von speziellen Programmen erstellen Geomatiker:innen am Computer hochpräzise Landkarten. © LVermGeoSH

Nach den Vermessungsarbeiten geht es ins Büro – denn jetzt müssen die gerade erfassten Geodaten ausgewertet werden. Diese Aufgabe übernehmen Geomatiker:innen wie Alexandra: Mithilfe spezieller Computerprogramme verarbeiten sie die Daten zum Beispiel zu Straßenkarten oder dreidimensionalen Darstellungen von Gebäuden.

Die "Kartographen von heute" nutzen dafür aber nicht nur die Geodaten, die die Vermessungstechniker:innen mitbringen. Auch dank hochauflösender Luftbilder können neue Karten entstehen. Dafür greift das Landesamt auf die Daten des europäischen Beobachtungsprogramms "Copernicus" zurück. Am Computer interpretieren die Geomatiker:innen, was das Luftbild zeigt – etwa, wo Straßen verlaufen. Im Anschluss werden den so identifizierten Objekten noch zusätzliche Attribute zugeordnet. Dazu gehören etwa Kennzeichnungen wie "Autobahn" oder "Landstraße".

Nachwuchs gesucht

Auch wenn sich die Aufgaben unterscheiden, eines eint die Beschäftigten des Landesamts für Vermessung und Geoinformation: ihre Leidenschaft für Karten. Das zeigen auch die drei Auszubildenden Johanna, Morten und Boyke: Auf dem Instagram-Kanal des Landes "Moin Karriere" geben sie einen Einblick in ihren Arbeitsalltag als Vermessungstechnikerin und Geomatiker. Das Ziel: Junge Menschen für eine Arbeit beim Land zu begeistern. Denn das Landesamt für Vermessung und Geoinformation ist ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen.

Beide Ausbildungen dauern drei Jahre und laufen zum Teil sogar parallel ab. So verbringen Vermessungstechniker:innen und Geomatiker:innen im ersten Ausbildungsjahr die Zeit an der Berufsschule gemeinsam, um die Grundlagen des jeweils anderen Berufszweigs kennenzulernen. Insgesamt sind an der Berufsschule drei Monate pro Jahr eingeplant, der Großteil der Ausbildung erfolgt in der jeweiligen Abteilung des LVermGeo. Dabei verdienen die Nachwuchskräfte je nach Ausbildungsjahr zwischen 1.036 und 1.140 Euro pro Monat. Wer sich für eine Arbeit als Vermesser:in oder Geomatiker:in interessiert, braucht dafür mindestens einen mittleren Schulabschluss und sollte über ein gutes mathematisches und technisches Verständnis verfügen.

Weitere Informationen zum Beruf des/der Vermessungstechniker:in

Weitere Informationen zum Beruf des/der Geomatiker:in

Video: Die Arbeit im Landesamt für Vermessung und Geoinformation

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