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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Innenministerium

Sport-Modellprojekte gesucht

Datum 26.03.2021

Wie können Sportvereine trotz Pandemie wieder Angebote machen? Dazu sollen in den kommenden Wochen Modellversuche starten.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor rund einem Jahr steht der Vereinssport praktisch still. Mit digitalen Angeboten und angepassten Konzepten versuchen viele Vereine, ihren Mitgliedern etwas Normalität zu bieten. Nun sucht das Land nach neuen Wegen, um den Schleswig-Holsteiner:innen künftig trotz Pandemie wieder Sport zu ermöglichen.

Erst Anfang der Woche hatte die Ministerpräsidentenkonferenz den Weg freigemacht für entsprechende Modellprojekte. "Wir haben sofort mit unseren Sportverbänden und Kommunen Gespräche aufgenommen", erklärte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. "Gemeinsam sind wir nach diesen Gesprächen überzeugt, dass bei uns mit Auflagen und intelligenten Konzepten auch in Pandemie-Zeiten das Sporttreiben verantwortungsvoll möglich ist", sagte die Ministerin.

Projekte für modellhafte Lockerungen gesucht

Ab dem 19. April 2021 können in Schleswig-Holstein zeitlich befristete Modellprojekte im Sport starten. Diese sollen im Regelfall vier Wochen dauern und können bei einem erfolgreichen Verlauf sogar verlängert werden. Bis zum 7. April 2021 können sich Kreise oder kreisfreie Städte mit bis zu drei Sportvereinen bewerben, die jeweils Mitglied im Landessportverband sein müssen. Auch einzelne kommunale Einrichtungen wie Schwimmsportstätten und einzelne Vereine, die Mitglied im LSV sind, können sich bewerben. Voraussetzung ist, dass der Kreis oder die kreisfreie Stadt sowie das zuständige Gesundheitsamt den Antrag unterstützen.

Kontakt

E-Mail: Sport-Modellprojekte@im.landsh.de

Nach Bewerbungsschluss wird eine Jury eine Auswahl treffen, die Landesregierung entscheidet dann anschließend unter Berücksichtigung der Pandemielage in der Region im Einvernehmen mit den zuständigen Gesundheitsämtern, welche Modellprojekte umgesetzt werden.

Sport unter Testregie

Die ausgewählten Vereine dürfen im Rahmen des Modellprojekts Kontaktsport mit bis zu 22 Personen im Freien oder zehn Personen in geschlossenen Räumen anbieten. Hinzu kommen bis zu zwei Betreuer:innen.  Schwimmen ist vereins- und verbandsgebunden möglich. Voraussetzung ist, das jede:r Teilnehmer:in einen tagesaktuellen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorlegt, oder sich vor Ort unter Aufsicht selbst testet.

Auflagen müssen erfüllt sein

Die Teilnahme als Modellprojekt ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So muss in dem jeweiligen Kreis oder der Stadt die 7-Tage-Inzidenz über den Zeitraum von einer Woche unter 100 liegen. Zur Pflicht gehören auch Schutz- und Hygienekonzepte, konsequente Testregimes und IT-gestützte Nachverfolgungssysteme mit einer engen Rückkopplung an den öffentlichen Gesundheitsdienst. Darüber hinaus muss festgelegt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Projekt abgebrochen werden muss – etwa wenn es das Infektionsgeschehen in der Region erfordert oder das Projekt nicht den Anforderungen entspricht.

"Natürlich kann die endgültige Entscheidung über eine Erteilung von Ausnahmegenehmigungen von den Bestimmungen der Corona-Bekämpfungsverordnung nur das örtlich zuständige Gesundheitsamt treffen", sagte die Ministerin. "Und dieses muss auch zu jedem Zeitpunkt die Einstellung des Modellprojektes verlangen, wenn das Infektionsgeschehen in der betroffenen Region es erfordert oder die Projektdurchführung nicht den festgelegten Anforderungen und Gewährleistungspflichten entspricht", betonte Sütterlin-Waack.

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen stehen im nachfolgenden Konzept.

Konzept Modellprojekte Sport (PDF 177KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Wissenschaftliche Begleitung

Damit alle Vereine im Land später von den Erfahrungen aus den Modellprojekten profitieren können, werden diese wissenschaftlich begleitet. Dafür analysieren Expert:innen genau das Infektionsgeschehen sowie die Übertragungswege während und mindestens drei Wochen nach dem Projekt. Sütterlin-Waack kündigte an, die Landesregierung werde bei der Vermittlung dieser wissenschaftlichen Begleitung helfen. Auch die Kosten dafür werde das Land übernehmen.

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