Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Innenministerium

Mehr Planungssicherheit für Frauenhäuser

Datum 05.02.2021

Das Land fördert seit vielen Jahren Schutz- und Hilfeeinrichtungen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Nun kam das System auf den Prüfstand.

Jede Stunde wird eine Frau in Deutschland Opfer von Gewalt. 3.874 Fälle sind allein 2019 in Schleswig-Holstein bekannt geworden. Hilfe finden betroffene Frauen bei den Fachberatungsstellen im Land. Deren Arbeit ist derzeit aber nicht nur durch die Corona-Pandemie belastet. Auch das Finanzierungssystem ist zu wenig planbar und transparent. Das ergab eine Bedarfsanalyse, die Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack nun zunächst mit allen Beteiligten diskutiert und anschließend vorgestellt hat. Zugleich kündigte die Ministerin Verbesserungen an.

Lob und wichtige Erkenntnisse

Schnelle Hilfe

link Frauenberatungsstellen

Sie dankte den Vertreter:innen der Einrichtungen dafür, dass sie sich trotz der zusätzlichen Arbeitsbelastung die Zeit für die Umfragen genommen hatten. Das Ergebnis der Studie sei grundsätzlich erfreulich. Demnach ist das ambulante und stationäre Hilfe- und Unterstützungssystem nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch im deutschlandweiten Vergleich vorbildlich aufgestellt. "Allerdings zeigt die Analyse auch Handlungsbedarfe auf, mit denen wir uns nun beschäftigen werden“, sagte Sütterlin-Waack.

Finanzierung soll planbarer werden

Zukünftig sollen die Finanzmittel, die das Land zur Verfügung stellt, erhöht und verlässlicher werden. Zwar waren im Haushalt über das Finanzausgleichsgesetz jährlich bereits 5,6 Millionen Euro für Frauenfacheinrichtungen sicher eingeplant. Zusätzliche Mittel in Höhe von 324.000 Euro und die Finanzierung für 30 zusätzliche Frauenhausplätze waren aber Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen. Zukünftig sollen sich die Frauenfacheinrichtungen auf jährlich 7,5 Millionen Euro verlassen können, die ab 2022 zusätzlich um 2,5 Prozent dynamisiert werden. Zudem soll das Finanzierungssystem auf eine neue, transparente Grundlage gestellt werden.

Die weitere Umsetzung stimmt das Innenministerium nun mit den Beteiligten ab und diskutiert dabei auch, die Zahl der Frauenhausplätze dauerhaft zu erhöhen.

Zur Bedarfsanalyse

Weitere Informationen

Teilen: