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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Sichere Zuflucht für Frauen

Datum 02.12.2020

Das Frauenhaus in Rendsburg ist eine Notunterkunft für Frauen. Innenministerin Dr. Sütterlin-Waack hat für den Neubau nun die Schlüssel überreicht.

Nach der Erfahrung von häuslicher Gewalt fällt es vielen Frauen schwer, zurück in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben zu finden. Allein in Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr 3.874 Fälle bekannt geworden, in denen Frauen von ihren Partnern Gewalt angetan wurde.

Frauenhäuser bieten Schutz

Im Rendsburger Frauenhaus können die Betroffenen zur Ruhe kommen und Kraft für einen Neubeginn schöpfen. Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack hat nun die Schlüssel für den Neubau übergeben. Die Bewohnerinnen sollen noch vor Weihnachten umziehen können.

Bundesweit existieren circa 400 Frauenhäuser und Schutzwohnungen. Die genauen Adressen dieser Zufluchtsorte werden nicht veröffentlicht, um die Frauen zu schützen.

Verbesserte Betreuung

Mit dem neuen Frauenhaus können die Mitarbeiterinnen noch besser auf die verschiedenen Bedürfnisse der Frauen eingehen. "Wir freuen uns, dass die Frauen und ihre Kinder jetzt in einem freundlichen hellen Haus auf angemessenem Raum Schutz und Ruhe finden, um neue Perspektiven entwickeln zu können", betonte die Leiterin des Rendsburger Frauenhauses, Andrea Gonschior. Mit den neuen Büroräumen könne nun erstmals der notwendige Raum für die Beratung der Frauen angeboten werden.

Land fördert den Neubau

Die etwa 2,1 Millionen Euro umfassenden Arbeiten sind trotz der Corona-Pandemie nahezu planmäßig zum Abschluss gekommen. Etwa die Hälfte der Kosten trägt das Land. Insgesamt stehen 10,3 Millionen Euro aus IMPULS-Mitteln für die Frauenhäuser in Schleswig-Holstein zur Verfügung.

Unterstützung für den Notfall

Weitere kostenfreie und anonyme Hilfe finden betroffene Frauen unter folgenden Kontakten:

  • Das Bundeshilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist rund um die Uhr unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung erreichbar.
  • Die Nummern der Frauenfachberatungsstellen und Notrufe in Schleswig-Holstein sind unter Frauenberatung abrufbar.
  • Männer und Frauen, die befürchten selbst gewalttätig zu werden oder bereits gewalttätig sind, finden Beratungsangebote unter Soziale Strafrechtspflege oder unter 0431 / 26097648
  • Von Gewalt betroffene Männer finden unter Männerberatung entsprechende Angebote.
  • Seit Kurzem steht darüber hinaus mit "text us!" in Schleswig-Holstein eine sichere Online-Beratung zur Verfügung, bei der entweder per E-Mail oder per Chat-Termin Kontakt zu den teilnehmenden Frauenberatungsstellen aufgenommen werden kann. text us!

Für von Gewalt Betroffene besteht die Möglichkeit, ihre Verletzungen kostenlos und vertraulich rechtsmedizinisch untersuchen und gerichtsverwertbar dokumentieren zu lassen. Weitere Informationen dazu unter Vertrauliche Spurensicherung

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