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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Innenministerium

Gewalt kommt nicht in die Tüte

Datum 23.11.2020

Heute startet wieder die landesweite Brötchentüten-Aktion, die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen will.

Jede Stunde wird eine Frau in Deutschland Opfer von Gewalt. Dazu zählen sexuelle Belästigung, Stalking und psychische Gewalt ebenso wie Vergewaltigung, Missbrauch und häusliche Gewalt. Allein in Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr 3.874 Fälle bekannt geworden, in denen Frauen von ihren Partnern Gewalt angetan wurde.

Um auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen, startet nun wieder die Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte". In dieser Woche wandern erneut Brötchen, Brote oder Leckereien in den speziellen Brötchentüten über die Ladentheke.

Nichts rechtfertigt Gewalt

Nichts rechtfertigt Gewalt gegen Frauen", betonte Dr. Sabine Sütterlin-Waack zum Auftakt der Aktion in Norderstedt. Die Innenministerin rief die Schleswig-Holsteiner:innen dazu auf, sich oder andere über Hilfsangebote zu informieren. In diesem Jahr gebe es durch die Corona-Pandemie zusätzliche Risiken für Frauen. Die eigenen vier Wände seien nicht für alle Frauen ein sicherer Ort. Wenig Platz und Freiraum zu Hause in Verbindung mit finanziellen Sorgen oder psychischen Erkrankungen erhöhe das Risiko von körperlicher und sexueller Gewalt. Die Aktion sei deshalb umso wichtiger, sagte Sütterlin-Waack.

Hilfsangebote

In Schleswig-Holstein gibt es verschiedene Hilfsangebote für Opfer einer Gewalttat oder für Menschen, die davon bedroht sind. Die Bandbreite reicht von Zuflucht bei unmittelbarer Gefährdung über Beratung bis hin zu psychologischen und psychosomatischen Therapieangeboten. Frauenhäuser und -beratungsstellen richten sich ausschließlich an Frauen und sind auf geschlechtsspezifische Gewalt spezialisiert. Die Mitarbeiter:innen der Beratungsstellen zeigen individuell Wege raus aus der Gewalt auf. Andere Einrichtungen beziehen sich in ihrer Arbeit auch auf andere (nicht geschlechtsspezifische) Formen von Gewalt. Die Beratungsangebote stehen auch während der Pandemie für alle anonym und kostenfrei zur Verfügung.

Hilfsangebote bei Gewalt

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