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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Innenministerium

"Sie leisten Großartiges"

Datum 14.07.2020

Die Corona-Pandemie stellt die Frauenhäuser vor zusätzliche Herausforderungen. In Schwarzenbek sprach Innenministerin Sütterlin-Waack mit Betroffenen.

In Schleswig-Holstein finden von Gewalt bedrohte Frauen und ihre Kinder Schutz in insgesamt 16 Frauenhäusern. Diese bieten eine sichere Unterkunft sowie Hilfe und Rat, um künftig ein gewaltfreies Leben führen zu können. In Schwarzenbek hat Gleichstellungsministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack das örtliche Frauenhaus besucht und sich einen Eindruck von der Arbeit vor Ort während der Corona-Krise verschafft.

Besondere Herausforderung

Für ohnehin schon belastete Familien sei die Corona-Krise noch einmal besonders schwierig, sagte die Ministerin: "Kontaktbeschränkungen, die unsichere wirtschaftliche Lage und die vielen Sorgen der Menschen können sich schlimmstenfalls in Gewalt entladen. Und die trifft dann häufig die Frauen".

Die Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen stünden deshalb seit Wochen vor besonderen Herausforderungen: "Sie selbst sind persönlich und auch in ihrer Arbeit durch die pandemiebedingten Einschränkungen ja ebenso beeinträchtigt. Zugleich müssen sie neue Angebote entwickeln, um in dieser Krise für von Gewalt bedrohte Frauen da sein zu können. Da wird wirklich Großartiges geleistet, das sieht man hier in Schwarzenbek", betonte sie.

Schnelle Hilfe in der Krise

Viele Kreise und kreisfreie Städte hätten während der Krise sehr pragmatisch alternative Unterbringungslösungen ermöglicht, um die Einhaltung der Abstandsregelungen sicherzustellen, erklärte Sütterlin-Waack. Darüber hinaus habe die Landesregierung zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um Wohnplätze zu schaffen und das Angebot der Frauenberatungsstellen zu verstärken.

Frauenhaus soll saniert werden

Mit mehr als zehn Millionen Euro fördert das Land die Sanierung von Frauenhäusern im echten Norden. Auch die Einrichtung in Schwarzenbek soll demnächst modernisiert werden. "Ich freue mich zu hören, dass sich auch das Frauenhaus Schwarzenbek gemeinsam mit der Stadt Schwarzenbek derzeit in engen Beratungen für die Beantragung dieser Mittel für das Frauenhaus befindet", sagte die Ministerin.

Besuche in Neumünster

Am Vormittag hatte Sütterlin-Waack in Neumünster die Böcklersiedlung sowie das Gefahrenabwehrzentrum von Feuerwehr und Katastrophenschutz besucht. Vor 70 Jahren waren in der Böcklersiedlung die ersten Sozialwohnungen des Landes entstanden. Im Gefahrenabwehrzentrum machte sich die Ministerin ein Bild der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Katastrophenschutz.

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