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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Keine Chance für Einbrecher

Datum 28.10.2019

Am Tag des Einbruchschutzes hat die Polizei in Neumünster über effektive Sicherungstechnik für das eigene Zuhause informiert.

Regen, Kälte, Dunkelheit – der Herbst ist im echten Norden angekommen. Für viele beginnt jetzt die Zeit der Thermodecken und Heißgetränke, doch für Einbrecher ist die dunkle Jahreszeit besonders reizvoll: Es wird früher dunkel und die Hausbeleuchtung verrät leicht, ob jemand zuhause ist oder nicht.

Tag des Einbruchsschutzes

Unter dem Motto "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit" veranstaltet die Polizei jährlich am Tag der Uhrzeitumstellung einen bundesweiten Aktionstag. Die Idee dahinter: Die Menschen sollen die gewonnene zusätzliche Stunde nutzen, um sich über Einbruchschutz zu informieren und die Sicherheitsempfehlungen der Polizei in Ihrem Alltag umzusetzen.

In Neumünster machten nun Polizei, Handwerksbetriebe, Opferverbände und die Verbraucherzentrale mit einer gemeinsamen Ausstellung in der Holsten-Galerie auf das Thema aufmerksam. "Jeder, bei dem eingebrochen wurde, spürt die Folgen davon noch sehr lange. Sowohl materiell als auch psychisch. Denn auch wenn niemand verletzt wird: Es ist eine Erschütterung der heimischen Sicherheit", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote bei der Eröffnung. Den ganzen Tag zeigten Polizeibeamte und sogenannte "Facherrichter", was ein einbruchssicheres von einem normalen Fenster unterscheidet, wie eine Alarmanlage funktioniert und wie man es Einbrechern sonst noch so schwer wie möglich machen kann.

Informieren, beraten, unterstützen

Der Kampf gegen Einbrecher ist ein Schwerpunkt der Landespolizei. Mit mehreren Präventionsteams sind die Beamten im ganzen Land unterwegs. Sie beraten Hauseigentümer zu möglichen Sicherheitsvorkehrungen, klären über die Tricks von Einbrechern auf und zeigen, wie man sich schützen kann.

Zahl der Einbrüche rückläufig

Darüber hinaus unterstützt das Land seit 2016 Eigentümer dabei, ihre Wohnungen und Häuser einbruchssicher zu machen. In vier Jahren erhielten so fast 4.500 Haushalte zusammen mehr als 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern für neue Fenster, Türen oder Alarmanlagen. Und das zahlt sich aus: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Einbrüche um fast 10 Prozent zurückgegangen – und liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit 2002. Gleichzeitig ist die Zahl der Einbruchsversuche inzwischen höher als die Zahl der tatsächlichen Einbrüche. "Unsere Landespolizei hat in den vergangenen Jahren beachtliche Ergebnisse erzielt", lobte Grote. "Ich danke den Kolleginnen und Kollegen unserer Landespolizei für ihre Präventions- und Ermittlungsarbeit."

Eine Polizeibeamtin untersucht eine Terrassentür Wohnungseinbruch (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Mehr als die Hälfte aller Einbruchsversuche wird abgebrochen, weil sie zu lange dauern. © M. Ruff/ grafikfoto.de

Vorsorge zahlt sich aus

Die positive Entwicklung habe aber auch entscheidend damit zu tun, dass sich so viele Menschen im Land über Möglichkeiten zum Einbruchsschutz informiert und diese umgesetzt hätten, betonte der Minister und verwies auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten, etwa von der KfW-Bank.

"Unsere Landespolizei hat Listen von geprüften Handwerkern, die sich auf Einbruchschutz spezialisiert haben und zuverlässig sind. Scheuen Sie sich also nicht: rufen Sie die Polizei an. Auch unter 110. Die Polizei kommt gerne und ist auf diese Hilfe angewiesen."

Videoserie: "Die Elster" – Ein Profi-Einbrecher packt aus

In der Mini-Serie der Polizeilichen Kriminalprävention geht Deutschlands wohl bekanntester Profi-Einbrecher, begleitet von einem Kamerateam, noch einmal auf großen Beutezug.

Alle Videos der Serie bei Youtube anschauen

Auf einen Blick – So schützen Sie Ihr Zuhause

1. Einbrecher brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat: Schließen Sie daher immer ab und lassen Sie Fenster nicht auf "Kipp" stehen, wenn Sie das Haus verlassen.

2. Sie haben Ihren Schlüssel verloren? Wechseln Sie sofort den Schließzylinder aus. Deponieren Sie Ihren Schlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.

3. Vermeiden Sie Signale, an denen Einbrecher erkennen, dass Sie im Urlaub sind: Hinterlassen Sie keine Hinweise auf dem Anrufbeantworter, und teilen Sie keine Urlaubsfotos in den sozialen Medien. Bitten Sie Ihre Nachbarn, den Briefkasten zu leeren und die Rollläden zu bewegen. Sorgen Sie dafür, dass zu wechselnden Zeiten Licht im Haus brennt.

4. Besonders in Mehrfamilienhäusern gilt: Öffnen Sie nicht bedenkenlos, wenn es klingelt, sondern fragen Sie nach, wer ins Haus will. Halten Sie den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Sorgen Sie dafür, dass Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.

5. Ein besonders wirksamer Tipp zum Schluss: Scheuen Sie sich nicht, sofort die Notrufnummer 110 zu wählen, wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten. Die Polizeibeamten kommen lieber einmal zu viel als zu wenig.

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