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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Bauen 2.0

Datum 13.09.2019

Virtuelles Planen und Bauen ist die Zukunft – und damit ein spannendes Thema, mit dem sich auch die 64. NordBau beschäftigt.

Staatssekretärin Kristina Herbst hat bei einem Rundgang über die NordBau in Neumünster auf die Bedeutung der Digitalisierung für das Bauwesen hingewiesen. Mittlerweile können Gebäude zum Beispiel virtuell am Computer geplant werden, bevor tatsächlich gebaut wird. Alle Entwicklungen und Veränderungen werden eingepflegt. Die unterschiedlichen Gewerke können so gemeinsam sowohl an einem 3-D-Modell planen als auch später auf der Baustelle arbeiten.

Das Land baut digital

"Das sogenannte Building Information Modeling (BIM) ist ohne Frage eine ganz wesentliche Methode, um gerade komplexe Baumaßnahmen zielführender, schneller und damit am Ende auch kostengünstiger zu planen. Die Digitalisierung insgesamt ist eine wichtige Zukunftsinvestition für eine nachhaltige Entwicklung unserer Bauwirtschaft", erläuterte Herbst auf der größten Baumesse Norddeutschlands in den Holstenhallen. Erstes Bauprojekt des Landes, bei dem diese Methode angewandt wird, ist das Kriminaltechnische Institut.

Meldung zum Richtfest des Kriminaltechnischen Instituts vom 13. September 2019

Virtuelles Bauamt

Die Digitalisierung könne bauaufsichtliche Verfahren beschleunigen und die Bauaufsichtsbehörden entlasten, sagte die Staatssekretärin. "Ziel ist es, am Ende das Baurecht schneller zu erteilen. Das hilft allen Bauwilligen in Schleswig-Holstein", erklärte Herbst. Im Kreis Segeberg gehe bald ein "virtuelles Bauamt" ans Netz. Das Innenministerium habe bereits eine Landesverordnung vorbereitet, die regele, wie die Schriftform von Anträgen elektronisch ersetzt werden soll. Noch stünden einer Digitalisierung zahlreiche gesetzliche Formerfordernisse im Wege. Im Zuge der Harmonisierung des Bauordnungsrechts solle sich aber auch das ändern, betonte die Staatsssekretärin.

Kostengünstiger und schneller

Die zunehmende Digitalisierung trage dazu bei, das Bauen in Schleswig-Holstein kostengünstiger und schneller zu machen. Parallel dazu würden die Programme zur Wohnraumförderung optimiert, das Bauordnungsrecht angepasst und der Landesentwicklungsplan überarbeitet, unter anderem um mehr Bauland zu schaffen, erklärte Herbst.