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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Erfolgreiche Probe für den Ernstfall

Datum 14.09.2019

Im Unterelberaum hat am Wochenende kreisübergreifend eine Katastrophenschutzübung stattgefunden. Auch die Bevölkerung wurde mit einbezogen.

Behörden und Organisationen haben am vergangenen Sonnabend im Unterelberaum den Ernstfall simuliert. Bei der Übung "Blanker Hans" probten rund 1.400 haupt- und ehrenamtliche Kräfte in den Kreisen Steinburg, Pinneberg und Dithmarschen eine schwere Orkanlage mit der Gefahr von Deichschäden, Deichbrüchen und drohenden Überflutungen.

220 Personen hatten sich dazu freiwillig evakuieren lassen. Während der Übung waren verstärkt Einsatzfahrzeuge und Busse unterwegs. Auch Sirenen waren zu hören. Eine Übung dieser Größenordnung hatte es in Schleswig-Holstein in den vergangenen acht Jahren nicht gegeben. 

Reale Situationen auf Probe

Im Kreis Steinburg waren zum Beispiel rund 150 Einsatzfahrzeuge unterwegs, unter anderem, um pflegebedürftige Menschen in die Notunterkunft im Regionalen Berufsbildungszentrum in Itzehoe zu bringen. In der Gemeinde St. Margarethen wurde eine Evakuierung von Teilen der Bevölkerung durchgespielt.

Der Schwerpunkt im Kreis Pinneberg lag in der Haseldorfer Marsch. Im Haseldorfer Hafen wurde ein Gefahrguteinsatz simuliert, bei dem mit Hochleistungspumpen gearbeitet wurde. An den Sandsackfüllstationen in Ottenbüttel und Moorrege kamen Füllmaschinen zum Einsatz.

Deichverteidigung wurde im Kreis Dithmarschen geübt, dazu wurden am am Speicherkoog Sandsäcke verbaut. Weiterhin war der "Löschzug Gefahrgut", eine Spezialeinheit der Feuerwehr, zur Dekontamination von Einsatzkräften dabei.

Dank des Innenministers

Hans-Joachim Grote hatte sich ebenso wie Staatssekretärin Kristina Herbst am Vormittag in Itzehoe einen Eindruck vom Ablauf der Übung verschafft. "Es war absolut beeindruckend, das Zusammenspiel einer so großen Anzahl von Organisationen in vielen verschiedenen Einsatzlagen bis hin zu Evakuierungen zu erleben. Ich danke allen Beteiligten, die einen Beitrag zu dieser wichtigen kreisübergreifenden Übung geleistet haben", erklärte der Innenminister. Nun gelte es auf allen Ebenen, die Übung auszuwerten und für die Zukunft die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Gemeinsam gut gerüstet

Neben den Führungsstäben, den Leitstellen, der Polizei, Bundespolizei und den Feuerwehren waren auch die Rettungsdienst Kooperation, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter Unfallhilfe, der Arbeiter Samariter Bund, die DLRG sowie die DRK Schwesternschaft Ostpreußen beteiligt. Die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, die Küstenschutzbehörden und die Deich- und Sielverbände waren ebenfalls eingebunden.

Durch die Übung sollte auch die Bevölkerung der sturmflutgefährdeten Marschengebiete dafür sensibilisiert werden, sich mit Warnsignalen und -kanälen vertraut zu machen und sich persönlich auf eine solche mögliche Lage vorzubereiten.

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