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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Ein Meer an Daten

Datum 25.02.2019

Am 28. Februar findet in Kiel der 7. schleswig-holsteinische Tag der Geoinfrastruktur statt.

Geodaten sind digitale Informationen, die einem bestimmten geografischen Punkt auf der Erde zugeordnet und von verschiedenen Programmen ausgewertet werden können. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Navigationsgeräte in Autos Staus in Echtzeit erkennen und Umwege planen können. Sie sind auch die Grundlage für autonom fahrende Traktoren, die in Schleswig-Holstein mittlerweile ohne menschliche Hilfe Felder bestellen. Viele Projekte und Forschungsvorhaben nutzen Geodaten zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Um einige von ihnen wird es am 7. Tag der Geoinfrastruktur gehen. Er findet am 28. Februar unter dem Motto "GDI-SH – ein Meer an Daten" im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt.

Umwelt, Archäologie und Verwaltung

So präsentieren beispielsweise Claus Böttcher vom Umweltministerium und Jann Wendt, Geschäftsführer der EGEOS GmbH aus Kiel, das Projekt "Ammunition Cadastre Sea" (AMUCAD). Ziel des Projektes ist die Erfassung von Sprengstoffen und chemischen Kampfmitteln, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Nord- und Ostsee entsorgt wurden. Außerdem berichtet Eicke Siegloff über die Arbeit des Archäologischen Landesamtes: Dort konnte mithilfe von Geodaten ein digitaler Archäologie-Atlas für Schleswig-Holstein erstellt werden, in dem Kulturdenkmäler und Grabungsorte verzeichnet sind. In weiteren Projekten geht es unter anderem um den Einsatz von Geodaten-Software in Kommunen oder die "Inspire"-Richtlinie der Europäischen Union. Mit ihrer Hilfe sollen Geodaten in ganz Europa einheitlich erhoben werden, damit sie einfacher zu nutzen sind.

Hintergrund

Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Bürger sollen in Schleswig-Holstein einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu allen für sie relevanten Geodaten haben. Dafür gibt es die Geodateninfrastruktur Schleswig-Holstein (GDI-SH), die durch ein Lenkungsgremium von Landes- und Kommunalpolitikern sowie Vertretern aus Industrie und IT geleitet wird. Sie hat unter anderem den Digitalen Atlas Nord erarbeitet. Mit seiner Hilfe können sich Internetnutzer unter anderem über Verwaltungsstrukturen, Freizeitmöglichkeiten oder Bildungseinrichtungen im echten Norden informieren. Die GDI-SH gliedert sich auf Bundesebene in die GDI-DE ein, welche wiederum Teil der europäischen Geodateninfrastruktur ist.