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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Gefälschte Papiere erkennen

Datum 25.10.2018

Das Innenministerium will Dokumentenfälschern das Leben schwer machen und stattet Behörden im Land mit einheitlichen Prüfgeräten aus.

Eine Person prüft auf dem Gerät, an dem ein Laptop angeschlossen ist, einen Reisepass Dokumentenprüfsystem (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Betrüger können nun schneller entlarvt werden. © Innenministerium

Online einkaufen, ein Konto eröffnen, Sozialleistungen beantragen oder ein Gewerbe anmelden – für all das benötigen wir Ausweisdokumente. Bestimmte Behörden sind berechtigt oder sogar verpflichtet, die Identität ihrer Kunden feststellen. Dazu zählen unter anderem das Standesamt, die Meldebehörden, KfZ-Zulassungsstellen, die Ausländer- sowie die Pass- und Personalausweisbehörden. Für sie soll es in Zukunft leichter werden, gefälschte oder manipulierte Dokumente zu erkennen.

800.000 Euro für Dokumentensicherheit

Dafür stattet das Land die Kreise und kreisfreie Städte mit etwa 250 Dokumentenprüfsystemen aus. Das Digitalisierungskabinett finanziert das Projekt mit 800.000 Euro. In einer ersten Phase werden bis Ende des Jahres 50 Meldestellen und Zulassungsbehörden ausgerüstet, darunter auch das Landesamt für Ausländerangelegenheiten in Neumünster und Boostedt.

Fälschungen sind oft nur schwer zu erkennen

Die Reise- und Niederlassungsfreiheit in Europa sorgt für eine Vielfalt an Dokumenten und Fälschungen. Ge- und verfälschte Reisedokumente werden aus verschiedenen Ländern – auch aus der EU – vorgelegt. Diese müssen Behördenmitarbeiter gerade im Publikumsverkehr kurzfristig erkennen, um Falsch- und Doppelidentitäten aufdecken und vermeiden zu können.

Portraitfoto Kristina Herbst

Wir sind überzeugt davon, dass wir die Sicherheit bei den Behördenmitarbeitern erhöhen und mögliche Betrüger besser entlarven können.

Kristina Herbst

Betrüger besser und schneller entlarven

Eine Frau hält einen Ausweis auf ein Lesegerät. Davor steht ein Laptop. Bei einer Pressekonferenz stellte Staatssekretärin Herbst die neuen Prüfsysteme vor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bei einer Pressekonferenz stellte Staatssekretärin Herbst die neuen Prüfsysteme vor. © Staatskanzlei

"Die Kommunalen Landesverbände haben sich vor einiger Zeit an die Landesregierung gewandt und mitgeteilt, dass es vor Ort immer wieder Unsicherheiten in Bezug auf die Erkennung von gefälschten Ausweis- und Reisedokumenten gebe. Diese Unsicherheiten wollen wir mit Hilfe von technischen Geräten möglichst einheitlich beseitigen", erklärte Innenstaatssekretärin Kristina Herbst und wies darauf hin, dass Reisedokumentenbetrug nicht ausschließlich mit dem Fokus auf Flüchtlinge betrachtet werden dürfe. "Wir sind überzeugt davon, dass wir die Sicherheit bei den Behördenmitarbeitern erhöhen und mögliche Betrüger besser entlarven können", sagte die Staatssekretärin.

Gefälschte Papiere aus dem Verkehr ziehen

Ziel ist es, gefälschte oder verfälschte Papiere nicht wieder in den Verkehr zurück zu geben. Ergibt die Dokumentenprüfung einen Anhaltspunkt für eine Fälschung oder Veränderung, werden die Papiere der Polizei übergeben. Die Dienststellen stellen Strafanzeige. Die Polizei eröffnet entsprechende Ermittlungsverfahren und überprüft mit ihren eigenen Untersuchungsressourcen die Papiere.