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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Unterstützung für Rückkehrberatung

Datum 10.10.2018

Ausreisepflichtige oder -willige Migranten sollen eine individuelle Beratung erhalten. Dazu werden nun sechs Einrichtungen geschaffen.

Zwei Männer im Beratungsgespräch an einem Schreibtisch Beratung zur Integration in Arbeit (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Berater verstehen sich als Brückenbauer zu den Behörden. (Symbolbild) © M. Staudt / grafikfoto.de

Mit 127.000 Euro stärkt das Innenministerium sechs unabhängige freiwillige Rückkehrberatungsstellen für ausreisepflichtige oder -willige Migranten. Die Einrichtungen sind Teil eines strategischen Rückkehrberatungs- und Managementkonzepts, welches das Landesamt für Ausländerangelegenheiten und das Diakonische Werk Schleswig-Holstein gemeinsam erarbeitet haben.

Sechs Beratungsstellen entstehen

Die Diakonie baut in den kommenden Monaten Beratungsstellen in Kiel sowie in den Kreisen Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Nordfriesland und Herzogtum-Lauenburg auf. Sie sollen eng mit den bestehen Migrationsberatungsstellen und den zuständigen Behörden des Landes zusammenarbeiten. Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein unterstützt den Aufbau der Beratungsstellen fachlich und organisiert die Aus- und Fortbildung. In den beteiligten Regionen werden Runde Tische eingerichtet, um die Zusammenarbeit aller haupt- und ehrenamtlichen Akteure im Bereich der freiwilligen Rückkehr zu fördern.

Land setzt auf freiwillige Ausreise

Das Land setze vorrangig auf die freiwillige Ausreise abgelehnter Asylbewerber, sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. Sie sei für Ausreisepflichtige das mildere Mittel, schneller und für die Steuerzahler kostengünstiger. "Deswegen begrüße ich die Einrichtung von regionalen Beratungsstellen. Hierdurch wird flächendeckend eine konkrete Einzelfallberatung ermöglicht."

Brückenbauer zu den Behörden

In den Einrichtungen informieren die Berater über die Möglichkeiten der freiwilligen Rückkehr und erarbeiten mit jedem Ratsuchenden eine eigene Lebensperspektive. Sie geben Informationen zur Wohn- und Arbeitssituation, zur medizinischen Versorgung in den Herkunftsländern sowie zu Förderprogrammen. Außerdem beschaffen die Beratungsstellen gesicherte Informationen zur aktuellen politischen Lage in den entsprechenden Ländern und unterstützen die Rückkehrer bei der Passbeschaffung. Die Einrichtungen verstehen sich dabei auch als Brückenbauer zu den zuständigen Behörden und Botschaften.

Hilfe zur Selbsthilfe

Grundlage für die Arbeit der Beratungsstellen ist das Rückkehrberatungs- und Managementkonzept von Diakonie und Landesamt. Es folgt klaren Prinzipien: Rückkehrpflichtige und –willige Migranten sollen ergebnisoffen und individuell beraten werden. Ihre Rückkehr soll in Würde und geschützt erfolgen. Darüber hinaus werden sie organisatorisch und finanziell bei der Ausreise unterstützt und erhalten nachhaltige Hilfen, um sich wieder in ihren Herkunftsländern zu integrieren.

In den vergangenen Monaten hat das Diakonische Werk eine erste mobile unabhängige Rückkehrberatungsstelle aufgebaut. Bislang haben die Mitarbeiter bereits 370 Zugewanderte aus 24 Herkunftsländern beraten.

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