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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Eine Chance für den Sport

Datum 13.09.2018

Ist elektronischer mit echtem Sport gleichzusetzen? Darüber diskutierten Experten bei einer eSports-Veranstaltung im Rahmen der Digitalen Woche.

Eine Frau steht an einem Rednerpult vor einigen Stuhlreihen. Bei eSports-Summit in Kiel sprechen Experten über aktuelle Entwicklungen im "elektronischen Sport". (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bei eSports-Summit in Kiel sprechen Experten über aktuelle Entwicklungen im "elektronischen Sport". © Innenministerium

Das Klischee des übergewichtigen Gamers ist längst überholt, das beweisen täglich zahlreiche eSportler im Land. Mit Maus und Tastatur statt mit Ball und Schläger messen sie sich virtuell an der Spielkonsole oder am Computer – und erbringen dabei körperliche Leistungen, die durchaus mit den von Sportlern vergleichbar sind. So schlägt das Herz eines eSportlers im Wettbewerb etwa genauso schnell wie das eines Marathonläufers.

Um die Rolle von eSports in der Gesellschaft ging es am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Rahmen der Digitalen Woche in Kiel. Innenstaatssekretärin Kristina Herbst hatte Vertreter von Sportvereinen und -verbänden, sowie eSportler und Wissenschaftler zum Austausch in die Halle 400 eingeladen.

eSports im Koalitionsvertrag

Herbst betonte, der Sport und die Vereine seien unabhängig, gleichwohl wolle die Landesregierung die Entwicklung mitbegleiten: "Im schleswig-holsteinischen Koalitionsvertrag ist der eSport fest verankert." Auf die Jugend übe eSports einen hohen Reiz aus, daher betrachte es die Landesregierung als ihre Aufgabe, auch hier Verantwortung zu übernehmen.

Vereine als digitale Knotenpunkte

Für die traditionellen Sportvereine seien eSports eine große Chance, um neue Mitglieder zu gewinnen, sagte die Staatssekretärin. Im Netz seien es die Spieler gewohnt, Mannschaften zu wechseln. "Inzwischen aber wünschen sich viele eine festere Heimat: Ein Vereinsheim, das die Nähe zu Mitgliedern und Bekanntschaften untereinander fördert, also die Bindung der Gemeinschaft." Vereinsmitglieder und Trainer könnten als Vorbilder dienen und einen wesentlichen Beitrag zur Medienkompetenz leisten. Im ländlich geprägten Schleswig-Holstein könnten etwa die Sportvereine die Rolle von "digitalen Knotenpunkten" übernehmen.

Millionenbeträge für die Sportstätten

Herbst betonte, der traditionelle Sport werde bei der Diskussion über eSports nicht in den Hintergrund treten. Stattdessen fördere das Land den Erhalt und die Sanierung von Sportstätten stärker als jemals zuvor. Allein im kommenden Jahr stünden dafür rund 13 Millionen Euro zur Verfügung, sagte die Staatssekretärin.

Bildergalerie: eSports-Summit 2018