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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Energetische Stadt-und Quartierssanierung

Sonderkontingent "Energetische Stadtsanierung": Förderung von Konzepten und Sanierungsmanagern im Rahmen der Quartierssanierung
Datum 09.03.2018

Vom Einzelhaus ins Quartier – Potenziale auf Quartiersebene nutzen

eine Karte von Schleswig-Holstein, auf der Daten eingetragen sind Energetische Quartiersanierung Karte SH Januar 2018 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Nach fünf Jahren haben mehr als 20.000 Haushalte in Schleswig-Holstein von dem Sonderkontingent profitiert. © Energieagentur SH

Die energieeffiziente Sanierung ganzer Wohnquartiere spart Energie und Wohnkosten. Denn erst auf Quartiersebene ergibt sich zum Beispiel die Chance einer gemeinsamen Energieversorgung mit Wärmenetzen, die mit hohem Anteil regenerativer Energie versorgt sind. Oder Wohnungen, die im gesamten Wohnumfeld barrierefreier und altersgerecht werden.

Wohnquartiere stehen im Mittelpunkt

Die Fördergelder stammen aus dem Sonderkontingent "Energetische Stadtsanierung" aus dem Wohnraumförderungsvermögen. Daher liegt der Fokus auf Wohnquartieren als neue Planungsgröße, in denen bezahlbares und energieeffizientes Wohnen in bestehenden Immobilien ermöglicht und das Wohnumfeld aufgewertet werden soll. Die Förderung unterstützt die kommunale Stadt- und Ortsplanung und trägt zu den gebäudebezogenen Klimazielen des Landes bei.

Wer kann wie gefördert werden?

mehrere Gebäude und viele Autos auf einem davor gelegenen Parkplatz sind im Abendlicht zu sehen Energetische Quartiersanierung Kiel-Schilksee (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Energetische Quartiersanierung im Olympia-Zentrum Kiel-Schilksee © Energieagentur SH

Kommunen, kommunale Unternehmen sowie Unternehmen und Gebietskörperschaften, die im Auftrag von Kommunen handeln, können einen Antrag an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) im Programm Nr.432 stellen und hier unter bestimmten Bedingungen zusätzlich unterstützt werden. Das Prinzip ist einfach und bietet große Gestaltungsspielräume:

  1. Die Kommunen suchen geeignete Quartiere aus. Meistens gibt es schon Vorüberlegungen, fast immer basieren diese auf vorhandenen Klimaschutzbeschlüssen und/oder Entwicklungskonzepten für den Ort. Die Initiative kann im Einvernehmen mit der Kommune auch von anderen ausgehen, zum Beispiel vom Energieversorger oder von einem Wohnungsunternehmen.
  2. Das Quartier wird festgelegt. Dabei kann die Größe unterschiedlich sein, sollte aber über die Bestände eines Eigentümers hinausgehen und möglichst unterschiedliche Gebäude umfassen.
  3. Das Konzept wird erstellt. Das Konzept nimmt in der Regel die städtebauliche, bauliche und energetische Situation des Quartiers, die Investitionsinteressen und die Entwicklungspotenziale auf.
  4. Das Konzept wird bewertet. Möglichkeiten zur Umsetzung werden vorgeschlagen, ebenso ein Mobilisierungskonzept und in eine Vernetzungsstrategie für die Bewohner, Akteure und Investoren. Auch sind die CO2-Einsparungseffekte und die Wirtschaftlichkeit von Investitionen beziffert.
  5. Im letzten Schritt geht es um die Umsetzung. Dazu wird ein Sanierungsmanagement für mehrere Jahre beauftragt.

Kleinere Kommunen fördert das Ministerium für Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.

Förderung kleinerer Kommunen

Hier finden Sie weitere Informationen:

Förderrichtlinie

IB SH: Beratung zur energetischen Stadtsanierung

Informationen der KfW: Energetische Stadtsanierung – Zuschuss

Informationen des Bundes: Programm Energetische Stadtsanierung: Potenziale auf Quartiersebene nutzen!

Wärmenetzkarte SH

Energieagentur SH: Beratung zu Energie und Klimaschutz