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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Carsharing im ländlichen Raum

Datum 21.01.2018

Was es bei der Einführung von E-Autos für Gemeinden und Unternehmen zu beachten gibt, erklärt der Leitfaden "Dörpsmobil SH – Wir bewegen das Dorf".

Gruppenbild von links nach rechts mit Hermann-Josef Thoben, Dr. Angela Jain, Werner Schweizer, Staaatssekretärin Kristina Herbst, Hans-Jürgen Kütbach auf der Grünen Woche in Berlin Dörpsmobil Leitfaden (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Hermann-Josef Thoben (v.l.), Dr. Angela Jain, Werner Schweizer, Staaatssekretärin Kristina Herbst und Hans-Jürgen Kütbach. © Akademie für die ländlichen Räume

Wie kommt man zum Einkaufen, zum Bus, zum Arzt, wenn es in der Nähe keine Angebote gibt? Einige Orte in Schleswig-Holstein haben eine Lösung gefunden, zum Beispiel mit einem Bürgerbus, Sammeltaxi oder mit dem so genannten Dörpsmobil als Ergänzung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

In der Gemeinde Klixbüll in der AktivRegion Nordfriesland Nord ging 2016 das erste Dörpsmobil auf die Fahrt.

Das AktivRegionen Netzwerk Schleswig-Holstein hat jetzt einen "Leitfaden für elektromobiles Carsharing im ländlichen Raum" herausgegeben, der sich aber auch für herkömmliche Fahrzeuge eignet. Das Dokument wurde am Sonntag im Beisein von Innenstaatssekretärin Kristina Herbst auf der Grünen Woche in Berlin vorgestellt.

Schritt für Schritt zum Dörpsmobil

Der Leitfaden führt alle, die selbst aktiv werden wollen, durch die Planung und Umsetzung. Er gibt umfangreiche Informationen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen, zu möglichen Betreibermodellen, zur Ladeinfrastruktur und zu Buchungssystemen.

Das Dörpsmobil kann von einem Verein, der Gemeinde, einer Privatperson oder einem Unternehmen betrieben werden. Wie die Trägerschaft tatsächlich aussieht, hängt von den Rahmenbedingungen in der Gemeinde, der Nachfrage, aber auch dem Engagement der Einwohner ab. Das Dörpsmobil kann als Behördenmobil, Carsharing-Fahrzeug, mit einem Fahrdienst oder in allen Funktionen zusammen genutzt werden.

Portraitfoto Kristina Herbst

Das Dörpsmobil ist eine Erfolgsgeschichte. Ich freue mich, dass wir dieses Wissen jetzt allen Interessierten zur Verfügung stellen.

Kristina Herbst

Eine Gemeinde in Nordfriesland ist Vorreiter

Das Dörpsmobil in Klixbüll wird durch einen Verein betrieben, dem auch die Gemeinde angehört. In Klixbüll wurde ein Elektroauto geleast, das sowohl die Gemeinde als auch ihre Einwohner gegen Gebühr nutzen. Wer nicht selbst Auto fahren kann oder will, kann einen ehrenamtlichen Fahrdienst nutzen. Derzeit fahren 27 Personen mit dem Auto.

Fit für die Zukunft

In Sprakebüll unweit der dänischen Grenze wird der Strom für das Dörpsmobil vor Ort erzeugt.