Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Erfolgsgeschichte Wohnraumförderung

Datum 27.12.2017

Mit einem Volumen von 760 Millionen Euro ist das Wohnraumförderungsprogramm von 2015 bis 2018 das größte in der Geschichte Schleswig-Holsteins.

Kiel Kirchhofallee - Wohnen mit Service z.T. in rollstuhlgerechten Wohnungen Kiel Kirchhofallee (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Kiel, Kirchhofallee - Wohnen mit Service z.T. in rollstuhlgerechten Wohnungen © ARGE e.V.

Die Zwischenbilanz des Wohnraumförderungsprogramm 2015-2018 kann sich sehen lassen: Seit seinem Start wurden bis Anfang Dezember 2017 unter anderem 3.255 Wohneinheiten im Mietwohnungsbau gefördert, davon 1.434 im Hamburger Umland, 475 in Kiel und 419 in Flensburg. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Jahr 2017. In diesem Jahr wurden mehr als 1.500 Wohneinheiten in die Förderung aufgenommen und damit die Förderzahlen im Vergleich zu den Vorjahren nahezu verdoppelt.

Wohnraum schaffen, wo er gebraucht wird

"Das aktuelle Wohnraumförderungsprogramm ist eine Erfolgsgeschichte. Wir sind auf einem guten Weg, den in der 'Wohnungsbauprognose Schleswig-Holstein 2030' bis 2020 festgestellten Bedarf von 1.600 geförderten Wohneinheiten pro Jahr zu erreichen. Besonders wichtig: Wir schaffen den Wohnraum dort, wo er am meisten benötigt wird", erklärte Innenminister Hans-Joachim Grote.

Hohe Nachfrage nach Fördermitteln

Die Förderung des Landes - insbesondere der seit Anfang 2017 gewährte Investitionszuschuss - wirke, sagte der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers. Der Anreiz für Investoren, geförderten Wohnraum zu schaffen, sei spürbar stärker geworden. Die Beratungsgespräche liessen auch für die kommenden Monate eine hohe Nachfrage nach Fördermitteln aus der sozialen Wohnraumförderung erkennen, stellte Westermann-Lammers fest. Die IB.SH ist vom Land mit der Abwicklung der Förderung beauftragt.

Die Investoren erhalten durch das Wohnraumförderungsprogramm sehr günstige Darlehen zur Finanzierung von Bauprojekten. Die Darlehen sind 20 Jahre lang zinsfrei. Seit diesem Jahr fördert das Land zusätzlich den Bau von mietpreisgebundenen Wohnungen mit einem Zuschuss von 250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Gegenzug stellen die Investoren die geförderten Wohnungen zu Mieten zwischen 4,85 Euro und 5,80 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung. Landesweit liegt der Mietpreis bei nicht geförderten Neubauwohnungen im Durchschnitt bei etwa 9 Euro pro Quadratmeter.

Zwei Schwerpunkte im Fokus

Neben dem regionalen Bedarf ist das Wohnraumförderprogramm auch für spezielle Zielgruppen gedacht: Zum Beispiel für einkommensschwache Haushalte, PlusWohnen für Ältere und Menschen mit Behinderungen, Genossenschaftsförderung für besondere Wohnformen, Kieler Modell für Flüchtlingswohnen.

Portraitfoto Hans-Joachim Grote

Das Land hat die Probleme erkannt und arbeitet gemeinsam mit vielen Partnern an Lösungen. Natürlich ist es noch ein langer Weg. Aber wir haben uns aufgemacht und werden diesen Weg konsequent in Zukunft fortsetzen

Hans-Joachim Grote

Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

Seit 2015 entwickelt sich der Wohnungsbau in Schleswig-Holstein sehr positiv: Sowohl die Zahl der Baugenehmigungen, als auch die Zahl der Fertigstellungen haben sich deutlich erhöht. 2016 wurden 13.800 Wohnungen fertiggestellt. Das war der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Von Januar bis Oktober dieses Jahres gab es bereits weitere knapp 11.900 Baugenehmigungen. Damit liegt der Wert auch in diesem Jahr über denen der Jahre 2000 bis 2015.
"Die Zahl der Wohnungsbauprojekte -gefördert und nicht gefördert - und die Art dieser Projekte zeigen ganz deutlich: Das Land hat die Probleme in Schleswig-Holstein erkannt und arbeitet gemeinsam mit vielen Partnern an Lösungen. Natürlich ist es noch ein langer Weg. Aber wir haben uns aufgemacht und werden diesen Weg konsequent in Zukunft fortsetzen", betonte Innenminister Grote.