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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Gemeinde Nindorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gewinnt Landes-Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2018

Datum 06.07.2018

KIEL. Die Gemeinde Nindorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hat den Landes-Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2018 gewonnen. Nach einer Rundreise durch die Top 11 der schleswig-holsteinischen Gemeinden entschied sich die Jury für das 591 Einwohner zählende Dorf im Herzen Schleswig-Holsteins. Jury-Vorsitzende Helga Klindt von der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins: "Uns haben insbesondere die generationsübergreifende, gelebte Dorfgemeinschaft in Verbindung mit innovativer Infrastruktur beeindruckt. Dies ermöglicht Gewerbe, Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben, in dieser kleinen Gemeinde ihre Zukunft zu gestalten und Arbeitsplätze zu bieten – und das unter Bewahrung der dörflichen Baukultur und der natürlichen Ressourcen." Den zweiten Platz belegt die Gemeinde Treia (Kreis Schleswig-Flensburg, 1.533 Einwohner), den dritten Rang sichert sich die Gemeinde Brokstedt (Kreis Steinburg, 2.046 Einwohner). Das Sieger-Dorf im Naturpark Aukrug und die platzierten Gemeinden werden am Freitag, 7. September 2018, in der Gemeinde Nindorf von Ministerpräsident Daniel Günther ausgezeichnet.

Den erstmals ausgeschriebenen Sonderpreis der IHK Schleswig-Holstein und der Handwerkskammer Schleswig-Holstein erhält die Gemeinde Klixbüll (Kreis Nordfriesland) an der dänischen Grenze. Ulrich Spitzer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg, und Stefan Seestädt, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, begründen die Entscheidung der beiden Institutionen so: "Die heute 981 Einwohner zählende Gemeinde hat aus einer komplexen Lage heraus bereits seit 1978 zielgerichtet in die Zukunft geschaut und wirtschaftliche Chancen in den Fokus genommen – und dies auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Umsetzungserfolge sind bereits heute zu verzeichnen, wobei Vorgehen und Umsetzen sich an den von der UN -Generalversammlung verabschiedeten 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) orientieren."

Für die Endrunde des diesjährigen Landes-Wettbewerbs, der vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein veranstaltet wurde, hatten sich qualifiziert: Bäk (Kreis Herzogtum Lauenburg, 901 Einwohner), Bargfeld-Stegen (Kreis Stormarn, 2.937 Einwohner), Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde, 1.570 Einwohner), Brokstedt (Kreis Steinburg, 2.046 Einwohner), Kirchbarkau (Kreis Plön, 813 Einwohner), Klixbüll (Kreis Nordfriesland, 978 Einwohner), Nindorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde, 591 Einwohner), Schmalfeld (Kreis Segeberg, 1.950 Einwohne), Sehestedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde, 842 Einwohner), Treia (Kreis Schleswig-Flensburg, 1.533 Einwohner) und Westerhorn (Kreis Pinneberg, 1.336 Einwohner).

Innenminister Hans-Joachim Grote beglückwünscht die erfolgreichen Dörfer und bezeichnet den Landes-Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" 2018 als großen Erfolg. Alle Gemeinden in der Endrunde hätten betont, dass der Wettbewerb Anlass gewesen sei, Bilanz zu ziehen. Sie seien sich dabei ihrer Stärken bewusst geworden und hätten neue Potenziale entdeckt. "Die teilnehmenden Dörfer haben es unserer Jury nicht leicht gemacht. Mit der Sieger-Gemeinde Nindorf schicken wir einen starken Teilnehmer in den 2019 stattfindenden Bundes-Wettbewerb." Vor mehr als 60 Jahren wurde der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" unter dem Titel "Unser Dorf soll schöner werden" in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen und ist jetzt längst bundesweit etabliert.

Jury-Vorsitzende Helga Klindt von der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V.: "Auf unserer intensiven Rundreise zu den Top 11 waren wir beeindruckt von der inhaltlichen Qualität der Präsentationen vor Ort. In einem spannenden Abwägungsprozess fiel schließlich die Entscheidung."

Teilnehmen am Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, konnten Gemeinden mit maximal 3.000 Einwohnern. Die Gewinner-Gemeinde bekommt eine Landes-Projektförderung in Höhe von 10.000 Euro, die sie mit 2.500 Euro kofinanzieren muss. Außerdem qualifiziert sie sich automatisch für den Bundes-Wettbewerb, der 2019 ausgetragen wird. Erstmals wurde zusätzlich der Sonder-Preis der Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der IHK Schleswig-Holstein in Höhe von 5.000 Euro vergeben.

Das Hauptaugenmerk des Landes-Wettbewerbs 2018 lag auf folgenden Themenfeldern:

  • Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten
  • Ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes
  • Innovative Ansätze für Daseinsvorsorge und Infrastruktur
  • Interkommunale Kooperationen

Aus Sicht Minister Grotes haben die teilnehmenden Gemeinden allein schon durch ihre Bewerbung beim Wettbewerb bewiesen, dass sie zukunftsorientiert denken und handeln. "Unsere Dörfer stehen vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung wird auch das Leben in den ländlichen Räumen stark verändern. Deshalb ist es auch auf der lokalen Ebene so wichtig, Themen anzugehen und zu überlegen, wie die kommenden Jahre und Jahrzehnte gestaltet werden können. Dazu hat unser Landes-Wettbewerb motiviert: neue Ideen anstoßen in der Dorf-Gemeinschaft." Viele Gemeinden bestätigten beim Besuch der Jury genau diesen Effekt.

Der Jury 2018 gehören an:

  • Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V.
  • Handwerkskammer Schleswig-Holstein
  • IHK Schleswig-Holstein
  • Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein e. V.
  • LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e. V.
  • Landjugendverband Schleswig-Holstein e. V.
  • Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e. V.
  • Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag e. V.
  • Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e. V.
  • Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL e. V.
  • Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein

Der Verlauf des Landes-Wettbewerbs wurde mit dem multimedialen Projekt "Jugend im Dorf – Zukunft im Dorf?" unter Federführung des Jugendverbandes im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gemeinsam mit dem Landjugendverband Schleswig-Holstein begleitet, zudem durch ein Medienprojekt der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins. Nähere Informationen dazu unter Jugend im Dorf – Zukunft im Dorf.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dirk Hundertmark / Tim Radtke | Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3007 / -3337 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/innenministerium.

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