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Integrationspreis Schleswig-Holstein 2014 geht an Norderstedt – Innenminister Stefan Studt: Integration muss vor Ort geschehen

Staatskanzlei

Integrationspreis Schleswig-Holstein 2014 geht an Norderstedt – Innenminister Stefan Studt: Integration muss vor Ort geschehen

Datum 09.12.2014

Innenminister Stefan Studt hat am Dienstag (9. Dezember) in Kiel den Integrationspreis Schleswig-Holstein 2014 verliehen. Er geht mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro in diesem Jahr an Norderstedt (Kreis Segeberg) für das Projekt „Willkommen-Team“. Den mit 3.500 Euro dotierten 2. Preis erhält die Stadt Flensburg für ihr Integrationskonzept. Auf Platz 3 kam Niebüll (Kreis Nordfriesland). Für den Deutschkurs „Dort“ (Deutsch vor Ort) bekommt die Stadt 1.500 Euro.

Studt rief Bürger, Kommunen und Organisationen auf, sich weiterhin engagiert für ein gedeihliches Miteinander einzusetzen und Berührungs- und Schwellenängste zu überwinden. „Wir müssen die Integration unserer Migranten nach dem Motto ‚Miteinander leben – voneinander lernen‘ weiter nach vorne bringen“, sagte der Minister. Integration sei eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie könne nicht verordnet werden, sondern müsse mit den Menschen im Wohnquartier, in der Nachbarschaft, in Kindergärten und Schulen, Jugendclubs und Vereinen und am Arbeitsplatz zusammen geschehen.

Mit dem schleswig-holsteinischen Integrationspreis werden bereits zum vierten Mal Projekte und Maßnahmen gewürdigt, die die Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten verbessern sollen. In diesem Jahr wurden insbesondere Kommunen angesprochen. Das Motto lautete: „Vielfalt in Kommunen – Vielfalt durch Kommunen“. Eine Jury hat aus insgesamt zehn Bewerbungen drei Preisträger ausgewählt. In Schleswig-Holstein leben rund 352.000 Menschen (12,4 Prozent der Bevölkerung) mit einem Migrationshintergrund.

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Die Preisträger und ihre Projekte:

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Der erste Preis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro geht für das Projekt „Willkommen-Team“ an die Stadt Norderstedt. Das Willkommen-Team wurde auf Initiative der Integrationsbeauftragten und der Zweiten Stadträtin Anfang 2014 gegründet. Von der Verwaltung angestoßen, wird das Willkommen-Team von Partnern unterstützt, Flüchtlingen das Ankommen in Norderstedt zu erleichtern. Es handelt sich um eine ehrenamtlich arbeitende Gruppe von Norderstedtern, die sich durch ihre Arbeit für eine gute Willkommenskultur einsetzen. Vor einem Monat erfolgte die Vereinsgründung „Willkommen-Team Norderstedt e.V.“.

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Der zweite Preis mit einem Preisgeld von 3.500 Euro geht für das „Kommunale Integrationskonzept“ an die Stadt Flensburg. Das Flensburger Integrationskonzept enthält 31 konkrete Maßnahmen, die das interkulturelle Zusammenleben in der Stadt verbessern sollen. Außerdem wird das Konzept mit breiter öffentlicher Beteiligung seit 2011 fortgeschrieben. Besonders hervorzuheben ist, dass mit diesem Konzept auch die Führungskräfte in der Verwaltung aktiv und verbindlich einbezogen werden.

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Der dritte Preis mit einem Preisgeld von 1.500 Euro geht für das Projekt „Deutsch vor Ort“ (DORT) an die Stadt Niebüll. Die Idee für dieses Projekt entstand 2010 auf einer Sitzung der „Aktiv Region Nord“. Heute werden in Niebüll niedrigschwellige Deutschkurse angeboten. Das Projekt „Deutsch vor Ort“ richtet sich an Mütter mit Migrationshintergrund. Dieser Kurs wird von der Stadt gefördert und findet in der Kindertagesstätte "Bunte Welt" statt. Trotz begrenzter Mittel gelingt hier eine sehr kreative Umsetzung der Idee.


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