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Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

©IQSH

Erfolgreiche schulische Begabten- und Begabungsförderung wird belohnt – 13 Grundschulen als SH i B - Schulen zertifiziert


KIEL. Um Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre individuellen Begabungen und Stärken zu entwickeln, hat Schleswig-Holstein seit einigen Jahren die Begabungs- und Begabtenförderung unter dem Motto „Erkennen – ermutigen – ermöglichen“ verstärkt in den Blick genommen. So wurden erfolgreich 16 regionale „Kompetenzzentren Begabtenförderung“ an Schulen aufgebaut sowie 24 SH i B – Schulen (Schleswig-Holstein inklusive Begabtenförderung) in der SEK I und Sek II zertifiziert. Um mit der Förderung der Kinder an der Basis ansetzen zu können, wurde das Projekt im Jahr 2012 auf die Grundschulen und die KiTa’s erweitert. „Ich freue mich daher, dass wir heute (11. Juni) 13 Grundschulen aus sieben Kreisen als SH i B – Schule zertifizieren können“, sagte Sieglinde Huszak vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MBW). „Die Aukamp-Schule aus Osterrönfeld, die Eiderschule aus Dellstedt, die Grundschule Buchholz-Kuden, die Reimer-Bull-Schule aus Marne, die Grundschule Büchen, die Grundschule Sterley, die Grundschule mit Förderzentrum St. Nicolai auf Sylt, die St.-Georg-Schule in Heide, die Grundschule Munkbrarup aus Wees, die Regenbogenschule aus Satrup, die Grundschule am Störtal aus Oelixdorf, die Matthias-Claudius Schule aus Reinfeld und die Stadtschule Bad Oldesloe haben gezeigt, dass sie sich intensiv und erfolgreich um die Förderung der Begabungen ihrer Schülerinnen und Schüler kümmern“, so Huszak. Damit seien seit Beginn des Jahres 2012 insgesamt 16 Grundschulen als SH i B - Schule zertifiziert worden. Sieben weitere Schulen seien noch ein weiteres Jahr auf dem Weg.



„Die vier vom MBW vorgegebenen Entwicklungsstufen der Hochbegabtenförderung (Erste Stufe: Zeit für den Aufbruch, Zweite Stufe: Grundlagen sind gelegt, Dritte Stufe: Erfolge wertschätzen, Vierte Stufe: Visionen (weiter) entwickeln) geben den Schulen eine klare Orientierung, wie sie die Begabungen und die Begabten an ihrer Schule besser erkennen und fördern können“, sagte Maren Stolte, Koordinatorin für Begabten- und Begabungsförderung des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). „Das Zertifikat und ein SH i B – Schild erhalten Schulen, die nachgewiesen haben, dass sie mindestens die Stufe drei ‚Erfolge wertschätzen‘ erreicht haben“, erläuterte Stolte. „Wir möchten mit diesem Projekt für die Grundschulen erreichen, dass die Begabten- und Begabungsförderung im alltäglichen Unterricht ankommt, der Unterricht durch diese Impulse weiterentwickelt wird und alle Schülerinnen und Schülern vom Ansatz der individuellen Förderung profitieren“, so Stolte. Derzeit würden die sieben noch im Projekt befindlichen Schulen bis zu Ihrer Zertifizierung 2015 weiterhin beratend begleitet. „Wir planen zudem, die entstandene Netzwerkarbeit der zertifizierten Schulen weiter zu unterstützen, verstärkt Fortbildungen für alle Lehrkräfte zum Thema Begabungs- und Begabtenförderung anzubieten und dem Thema zukünftig auch in der Ausbildung und der Führungskräftequalifizierung einen höheren Stellenwert zu geben“, beschrieb Stolte die Perspektive. Der Kontakt zu Hochschulen und angegliederten Forschungseinrichtungen sei im Aufbau. Ob weitere Schulen in das SH i B – Projekt aufgenommen werden könnten, sei von der finanziellen Ausstattung abhängig und noch nicht entschieden.

„Das Interesse der Grundschulen ist groß“, unterstreichen die beiden SH i B – Grundschule-Projektleitungen Gudrun Schröder und Ulrike Martens und bestätigen, dass sich durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Begabtenförderung der Blick der Lehrkräfte auf die Kinder und den Unterricht verändert hätten. „Je länger die Kolleginnen und Kollegen an dem Projekt arbeiteten, desto deutlicher wurde, dass jedes Kind spezifische und besondere Begabungen mitbringt, die es zu erkennen und zu fördern gilt“, so Schröder und Martens. Es zeigte sich, dass die erworbenen erweiterten Kompetenzen der Lehrkräfte nicht nur den hochbegabten Kindern zugute kommen, sondern dass alle Kinder davon profitieren. Von den Schulen positiv aufgenommen worden seien auch die Unterstützungsleistungen von MBW und IQSH: Die klare Vorgabe der vier Entwicklungsstufen; der Orientierungsrahmen für (Hoch-)Begabte fördernde Grundschulen mit Beispielen für die Umsetzung einer begabungsfördernden Praxis in der Schule; die Qualifizierung von Lehrkräften zur „schulischen Beratungslehrkraft Begabtenförderung“; die vier ganztätigen Treffen aller beteiligten Schulen, die den Austausch und die Netzwerkarbeit förderten sowie die halbjährlichen Vor-Ort-Besuche der Projektleitungen, bei denen die Arbeitsschwerpunkte der jeweiligen Schule im Mittelpunkt standen. „Diese von Qualitätskriterien geleitete und langfristig begleitete Arbeit bot den Schulen Sicherheit und trug zur Nachhaltigkeit bei“, davon sind die beiden Projektleitungen überzeugt.

Weitere Informationen: http://www.schleswig-holstein.de/Bildung (Suchbegriff SHiB)


Erfolgreiche schulische Begabten- und Begabungsförderung wird belohnt – 13 Grundschulen als SH i B - Schulen zertifiziert (PDF 144KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext:
Petra Haars | Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein |
Schreberweg 5, 24119 Kronshagen |
Telefon: +49 431 5403-103 | Fax: +49 431 5403-200 | E-Mail: petra.haars@iqsh.landsh.de



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Erscheinungstag: 11.06.2014