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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Mehr als schicke Technik - die Initiative "Das digitale Museum"

Datum 31.08.2021

Wie kleine und mittlere Museen sich auf den Weg in die Zukunft machen.

Beim Besuch des Stadtmuseums in Schleswig stellte Kulturministerin Karin Prien fest: "Das Stadtmuseum ist im Aufbruch. Der digitale Wandel ist auch in der Museumslandschaft angekommen." Die Abteilungen zur Stadtgeschichte werden umgestaltet und mit Medienstationen ausgestattet und auch die Homepage des Ministeriums wird neu gestaltet. Ziel ist es, mithilfe digitaler Technik neue und vor allem auch jüngere Besuchergruppen anzusprechen.

Zukunftstechnik trifft Geschichte

Museum Schleswig Dendorfer

Das Stadtmuseum gehört zu einer Vielzahl von kleinen und mittleren Museen, die oft noch einen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung haben. Das betrifft sowohl die Aus- und Fortbildung des Personals als auch die Museumsarbeit als solche. Das Schleswiger Stadtmuseum hat sich auf den Weg gemacht und nutzt nun die Zukunftstechnik, um Geschichte erlebbar zu machen. Zeitgemäße digitale Formate werden in die Ausstellung und die Homepage integriert. So erscheint zum Beispiel der Bronzeabguss der Gispsbüste des Architekten Johan Daniel Herholdt, den der dänische Künstler Hermann Wilhelm Bissen gestaltete, als 3D-Scan auf der Homepage des Museums. Ministerin Prien sagte dazu: "Museen sind wichtige Lern- und Bildungsorte und müssen sich den gewandelten Bedürfnissen unserer Gesellschaft anpassen um zukunftsfähig zu bleiben. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein den digitalen Wandel in den Museen mit Fortbildungen begleitet." Zudem habe das Land mit 10.000 Euro die Überarbeitung und Modernisierung der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung 1900 - 1945 gefördert.

Digitale Initiative

Auch die Initiative "Das digitale Museum" der IB.SH unterstützt die Museen auf dem Weg in die Zukunft. Neben einer Fortbildungsreihe, die sich an das Personal aller 263 Museen im Land richtet, fördert die IB.SH mit 100.000 Euro auch sieben Inhouse-Workshops für zertifizierte Museen, bei denen digitale Strategien für die Häuser erarbeitet werden. Das Stadtmuseum Schleswig ist eines der Häuser, die von der Initiative "Das digitale Museum" profitieren. So hatte sich das Museumsteam zunächst in den drei Fortbildungen der Museumsberatung und -zeritifizierung über die Möglichkeiten digitaler Formate im Museum informiert. Im anschließenden Workshop wurden dann die passenden digitalen Formate für das Schleswiger Museum erarbeitet.

Querschnittsthema

Die Digitalisierung eines Museums ist eine Querschnittsaufgabe. Sie zieht sich durch alle Arbeitsbereiche - von der Ausstellung über das Sammlungsmanagement und die Inventarisierung der Objekte bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und zum einzelnen Arbeitsplatz. Im Stadtmuseum Schleswig ist der digitale Wandel in vollem Gange und mit attraktiven Medienstationen, einem 360-Grad-Rundgang auf der Homepage und 3D-Scans hoffen die Macherinnen und Macher in Zukunft noch mehr Besucherinnen und Besucher in eines der traditionsreichsten und bedeutendsten kommunalen Museen im Land zu locken.

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