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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Vielfältige Lernchancen

Datum 06.05.2021

Auch in diesen Sommerferien wird es zahlreiche kostenlose Förderangebote für Schüler:innen geben, um coronabedingte Lernrückstände aufzuholen.

Im Bildungsausschuss hat Bildungsministerin Karin Prien die Eckpunkte des Programms "LERNCHANCEN.SH" vorgestellt. "Viele Schülerinnen und Schüler mussten durch die Pandemie auf persönlichen Austausch mit ihren Lehrerinnen und Lehrern verzichten. Auch gestaltete sich das Lernen selbst oftmals schwierig, weil nicht alle Kinder zu Hause so lernen konnten, wie sie es gebraucht hätten". Das Programm "LERNCHANCEN:SH" soll insbesondere lernschwächere Schüler:innen erreichen sowie diejenigen, die im kommenden Schuljahr die Schule wechseln oder abschließen werden.

Bund unterstützt Länder

Die Ministerin lobte den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung: "Ich freue mich sehr, dass das Bundeskabinett gestern nach erfolgreichen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern diesen Beschluss zum 'Aktionsprogramm Aufholen' gefasst hat". Die Länder unternähmen bereits viel, um die Schüler:innen dabei zu unterstützen, Lernrückstände aufzuholen und auch um die psycho-sozialen Auswirkungen der Pandemie aufzufangen. Ohne finanzielle Beteiligung des Bundes sei das nicht in dem Umfang zu stemmen, der mindestens für das kommende Jahr erforderlich sei. "Eine Milliarde für das Aufholen von Lernrückständen und eine Milliarde für die Schulsozialarbeit und vielfältige Angebote von frühkindlicher Bildung, außerschulische Angeboten, Ferienfreizeiten, Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Mentoren oder Schulbegleitung. Das ist ein starkes Paket, das Kindern und Jugendlichen helfen wird, die Auswirkungen der Pandemie besser zu meistern," erklärte Prien.

Das Programm LERNCHANCEN:SH

  • Zielgruppe sind vorrangig Schüler:innen der Jahrgänge 3 bis 10 (bei G8 bis Jahrgangsstufe 9), mit besonderem Unterstützungsbedarf sowie Schüler:innen, die die Schule wechseln oder abschließen werden. Angesprochen sind auch Schulen, die einen großen Anteil von Schüler:innen mit Sprachförderbedarf (DAZ) haben oder in einem sozialen Brennpunkt liegen, und in den vergangenen Monaten viel Distanzlernen anbieten mussten.
  • Alle Teilnehmer:innen erhalten ein kostenloses Angebot von bis zu 25 Wochenstunden (z.B. fünf Tage à fünf Stunden) in den letzten beiden Sommerferienwochen (vom 19. bis 31. Juli 2021). Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis, bedarf jedoch einer verbindlichen Anmeldung.
  • Es soll wie im Lernsommer 2020 wieder Unterstützungsangebote für die Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch geben, aber auch für die Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen sowie für Sport, musikalische und kulturelle Bildung. Außerschulische Bildungsangebote sind möglich.
  • Die Förderangebote werden durch Externe gestaltet und von Studierenden, älteren Schüler:innen, Volkshochschulen, Wohlfahrtsverbänden, Künstler:innen, Kunstvermittler:innen, Museen, Vereinen und Verbänden sowie weiteren Unterstützer:innen und privaten Nachhilfeanbietern realisiert.
  • Ab der 19. Kalenderwoche sind die Lernangebote auf https://app.zukunftskompass.sh/karte/lernchancensh abrufbar.

Weitere Unterstützung seit Februar

Die schleswig-holsteinischen Schulen bieten ihren Schüler:innen bereits seit dem 1. Februar 2021 zusätzliche Unterstützung an. Das Programm richtet sich insbesondere an Abschluss- und Übergangsklassen. Es soll die Schüler:innen dabei unterstützen im Laufe des zweiten Halbjahres ihre Ziele zu erreichen und wird laut Prien gut angenommen. Bis zum Jahresende stellt das Land 1,8 Millionen Euro zur Verfügung z.B. für Hausaufgabenhilfe, Prüfungsvorbereitung, Lernberatung oder Aufholen und Vertiefen von Fachinhalten. Ergänzend fließen aus dem "Aktionsprogramm Aufholen" unter anderem sechs Millionen Euro in die Angebote der privaten Nachhilfeanbieter, weitere Mittel kommen aus dem bewährten Bundesprogramm "Kultur macht stark". "Ich bin dem Bund für diese Möglichkeiten dankbar. In den nächsten Wochen werden wir in gemeinsame Verhandlungen darüber treten, wie die Unterstützung für das kommende Schuljahr 2021/22 umgesetzt werden kann", erklärte die Ministerin.

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