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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Testpflicht ab Montag

Datum 14.04.2021

Bildungsministerin Karin Prien hat über das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Osterferien informiert.

Das Land will alle anstehenden Abschlussprüfungen an den allgemeinbildenden und an den berufsbildenden Schulen mit guten und sicheren Rahmenbedingungen ermöglichen. Das gilt auch für die Kammerprüfungen in den beruflichen Ausbildungen. "Das hat jetzt die höchste Priorität", sagte Bildungsministerin Karin Prien. Die Abschlussjahrgänge und der Q1-Jahrgang sollen Präsenzangebote erhalten. Für die anderen Jahrgänge gelte weiter, dass so viel Präsenzunterricht wie vertretbar erteilt werden soll. Präsenzunterricht sei das beste Mittel für Bildungsgerechtigkeit, gegen Lernrückstände und psychosoziale Folgen der Pandemie. Er erfordere jedoch besondere Vorsichtsmaßnahmen, betonte die Ministerin und mahnte ausdrücklich, Abstandhalten, Maske-Tragen, Hygieneregeln und Lüften seien nach wie vor oberstes Gebot.

Sicherer Präsenzunterricht

Hinzu komme ab Montag, 19. April, nun die Testpflicht: Um die Schulen betreten zu dürfen, müssen Schüler:innen, Lehrkräfte und Beschäftigte zweimal wöchentlich einen Test an der Schule machen oder ein negatives Testergebnis nachweisen, das nicht älter als drei Tage sein darf. Die Testpflicht sei ein weiterer Baustein, um so viele Präsenzangebote wie möglich machen zu können, erklärte Prien. "Dafür stellen wir an den Schulen für alle Personen zwei Tests pro Woche zur Verfügung", erläuterte die Ministerin. In der Regel sollten die Tests in der Schule wahrgenommen werden. Es gebe aber auch die Möglichkeit, sich in einem Bürgertestzentrum, einer Apotheke oder einer Arztpraxis testen zu lassen. Auch eine Testung zuhause sei möglich. Dann müsste eine qualifizierte Selbstauskunft vorgelegt werden. Damit komme das Land den Eltern entgegen, die die Testpflicht zwar positiv beurteilen, gegenüber einer Testung in der Schule aber Bedenken haben, führte die Ministerin aus. Dieses Verfahren sei auch für Lehrkräfte möglich. Die Ministerin wies jedoch darauf hin, dass derzeit noch keine Einzeltests für den häuslichen Gebrauch von den Schulen ausgegeben werden könnten.

Ausnahmen in bestimmten Fällen

Prüfungskandidat:innen sind von der Testverpflichtung ausgenommen, erklärte Prien. "Sie sollen nicht durch ein möglicherweise unsicheres Schnelltestergebnis verunsichert werden. Das gilt insbesondere auch deshalb, weil es nicht möglich sein wird, nach einem positiven Ergebnis eines Selbsttests verlässlich rechtzeitig vor dem Prüfungstermin einen überprüfenden PCR-Test zu realisieren."

Ausgenommen sind auch Kinder und Jugendliche mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf, die auf Grund einer schwerwiegenden körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, den Selbsttest eigenständig durchzuführen. Sie sind solange von der Testpflicht befreit, bis Schulen Einzeltests mit nach Hause geben können.

Alternativen zur Testpflicht

Schüler:innen, die der Testpflicht nicht nachkommen, dürfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Sie erhielten stattdessen ein eingeschränktes Angebot im Distanzlernen, in etwa vergleichbar dem Angebot im Wechselunterricht, erläuterte die Ministerin und wies auf die Möglichkeit hin, einen Antrag auf Beurlaubung vom Präsenzunterricht zu stellen.

Folgende Regelungen gelten für die Kreise und kreisfreien Städte:

In Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Ostholstein, Rendsburg-Eckernförde, Stormarn und Plön sowie in den kreisfreien Städten Lübeck, Kiel, Flensburg gilt: 

  • Jahrgangsstufen 1 bis 6 im Präsenzunterricht
  • Jahrgangsstufen 7 bis 13 im Wechselunterricht
  • Abschlussklassen + Q1: Präsenzangebote unter Hygienebedingungen

Für die Kreise Segeberg, Herzogtum Lauenburg und Neumünster gilt:

  • Jahrgangsstufen 1 bis 6 im Distanzlernen und Notbetreuung
  • Jahrgangsstufen 7 bis 13 im Distanzlernen
  • Abschlussklassen + Q1: Präsenzangebote unter Hygienebedingungen

Neumünster wird im Laufe der Woche noch einmal bewerten, ob Wechsel in den Wechselunterricht möglich ist.

Kreis Pinneberg (Ausnahme Helgoland):

  • Jahrgangsstufen 1 bis 6 im Wechselunterricht und Notbetreuung
  • Jahrgangsstufen 7 bis 13 im Distanzlernen
  • Abschlussklassen + Q1: Präsenzangebote unter Hygienebedingungen

In allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Prüfungen in Präsenz unter Hygienebedingungen statt.

Weitere Informationen und Formulare unter www.schleswig-holstein.de/wirtesten

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