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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© Bildungsministerium SH

Kultur-Angebote für zuhause

Datum 15.01.2021

Virtuelle Rundgänge, Videos oder Online-Mitmachaktionen – die Museen in Schleswig-Holstein ermöglichen weiterhin den Kulturgenuss, auch aus dem eigenen Wohnzimmer.

Innenansicht des Gottorfer Globus` Gottorfer Globus Innen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Der Gottorfer Globus ist immer einen Besuch wert – der virtuelle Rundgang ermöglicht einen Besuch auch zu Corona-Zeiten. © M. Staudt / grafikfoto.de

Sonntags mit der ganzen Familie ins Museum – das ist coronabedingt gerade nicht möglich. Deshalb bieten viele Museen im echten Norden ihre Angebote online an. So können Jung und Alt auch weiterhin Kultur erleben.

Ein Blick ins Unendliche

Planeten, Monde, Sterne und weit entfernte Galaxien: Ein Blick in den Himmel verrät nur ein Bruchteil dessen, was das Universum umfasst. Bereits um 1640 schufen der wissenschaftsliebende Herzog Friedrich III. und sein Hofmathematiker Adam Oleariu das weltweit erste Planetarium, den Gottorfer Globus. Ein Nachbau des damaligen astronomischen Wunderwerks steht noch heute in Schleswig, in dem sogenannten "Globushaus". Bei einer 360-Grad-Tour können Interessierte auch von zuhause aus einen atemberaubenden Blick in das Innere und den Sternenhimmel werfen. Dazu gibt es kurze Erklärvideos und -texte rund um die Astronomie.

Den Gottorfer Globus jetzt online erkunden

Fundstücke aus vergangenen Zeiten

Neben dem Gottorfer Globus gehört unter anderem auch das Museum für Archäologie zu den Landesmuseen Schleswig-Holstein. Auf der Videoplattform "YouTube", auf der die Landesmuseen seit 2020 einen eigenen Kanal haben, hat das Museum für Archäologie nun eine neue Reihe gestartet. Interessierte erhalten so einen Einblick in die tägliche Arbeit der Archäolog:innen. 

In dem Interview-Format "Archäologie zu zweit" lädt der Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Prof. Claus von Carnap-Bornheim, Archäolog:innen ein, um mit ihnen ausgewählte Ausstellungsstücke der mehr als zehn Millionen Funde des Museums näher zu beleuchten. Werkzeuge, Geräte zum Fischfang oder auch alte Kochtöpfe: Archäologe Dr. Sönke Hartz erklärt Spannendes zu den Gegenständen aus der Steinzeit, z.B. aus welchen Materialien sie gefertigt wurden oder was die verschiedenen Formen über ihre Nutzung verraten. In einem anderen Video erzählt Archäologe Dr. Timo Ibsen über seine Arbeit im ehemaligen Ostpreußen. Dort untersucht er zurzeit sogenannte "Burgwälle", also Rampen aus Holz und Erde, von denen es in diesem Gebiet etwa 450 gibt. Mithilfe von Bohrungen versuchen die Archäolog:innen herauszufinden, wie alt diese Art der Bodendenkmäler sind.

Erlebnisse von Jüd:innen in Schleswig-Holstein

Im Frühsommer 1945 sind viele jüdische Schleswig-Holsteiner:innen, die zuvor von den Nationalsozialisten verfolgt und verschleppt worden waren, in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie hatten zwar überlebt, aber der Weg zurück in ein normales Leben hatte gerade erst begonnen: Jahrelang hatten sie in Angst und Schrecken gelebt und auch nach Kriegsende lebten vielen von ihnen unter ärmlichen Bedingungen und wurden von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Das Jüdische Museum in Rendsburg ist eines der ersten Museen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden sind, um die Geschichten der Jüd:innen zu erzählen. Es ist in der ältesten erhaltenen Synagoge Schleswig-Holsteins zuhause und damit nicht nur ein Ausstellungshaus, sondern auch ein historisches Baudenkmal und eine Gedenkstätte. Der virtuelle Rundgang durch die Sonderausstellung "Gerettet, aber nicht befreit" zeigt bisher unbekannte Geschichten von Überlebenden des Holocaust in Schleswig-Holstein sowie Werke ausgewählter jüdischer Künstler:innen. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juni 2021 online verfügbar.

Zum virtuellen Rundgang durch die Ausstellung

An einer Wand hängen viele Gemälde. Museum Kunst der Westküste (MKdW) (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die Gemälde, die im Museum Kunst der Westküste hängen, stammen aus unterschiedlichen Ländern Nord-Europas. © M. Staudt / grafikfoto.de

Mitmachprojekte für Kinder

Das Museum Kunst der Westküste (MKdW) zeigt Malereien von Künstler:innen aus den vier Nordseeanrainerstaaten Norwegen, Dänemark, Deutschland und Niederlande im Zeitraum von 1830 bis 1930. Auf der Internetseite erhalten Kunstliebhaber:innen mit dem museumseigenen "MKdW-TV" vielfältige Einblicke in die Ausstellung des Museums. In Kurzfilmen stellen die Mitarbeiterinnen einzelne Gemälde und ihre Entstehungsgeschichten genauer vor. Immer wieder präsentieren auch Künstler:innen in Video-Interviews ihre Arbeiten aus ganz persönlicher Sicht.

In der Rubrik "MKdW-Kids online" hat das Museum auch Angebote und Mitmachprojekte speziell für Kinder vorbereitet. In zehn verschiedenen Projekten können Kinder hier beim Malen und Basteln ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Zu den Kurzfilmen und Mitmachaktionen

Weitere Online-Angebote

Übersicht aller Online-Angebote der Landesmuseen Schleswig-Holstein

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