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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Umbau des Wenzel-Hablik-Museums

Datum 13.01.2021

Wenzel Hablik war eine wahre Künstlerpersönlichkeit Schleswig-Holsteins. Bund und Land fördern nun das gleichnamige Museum in Itzehoe mit insgesamt einer Million Euro.

Ob Ölgemälde, Grafiken, kunsthandwerkliche Arbeiten oder Muschelsammlungen – Wenzil Hablik war bekannt für seine vielfältigen Arbeiten. Das Wenzel-Hablik-Museum beherbergt Nachlasse des Künstlers, der von 1907 bis zu seinem Tod 1934 in Itzehoe gelebt hat. Neben der Dauerausstellung finden in dem Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu Kunst, Architektur und Design statt.

Das Land fördert nun den Umbau des Museums mit 300.000 Euro. Weitere 700.000 Euro erhält die Wenzel-Hablik-Stiftung aus dem Bundesprogramm "Investitionen in nationale Kultureinrichtungen".

Starker Kulturstandort

"Die Förderentscheidung ist eine großartige Hilfe für das Museum", sagte Kulturministerin Karin Prien. Die Förderung stärke den Kulturstandort Itzehoe und verbessere die kulturelle Infrastruktur.

Der Umbau des Museums kostet insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Der Bund und Schleswig-Holstein übernehmen insgesamt rund zwei Drittel der Kosten. Außerdem beteiligt sich die Stadt Itzehoe mit 500.000 Euro, weitere 36.000 Euro kommen von Stiftungen und Förderern.

In einem großen, hellen Raum hängen einige Bilder. Innenansicht Wenzel-Hablik-Museum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die Werke des Künstlers können auch bei einem virtuellen Rundgang entdeckt werden. © Martin Kunze / Wenzel-Hablik-Stiftung

Mehr Ausstellungen möglich – auch online

Die Neukonzeption des Museums sieht einen eingeschossigen Erweiterungsbau vor. In diesem sollen Ausstellungsräume mit großzügigen Wandflächen für eine permanente Präsentation der Hablik’schen Werke entstehen. Außerdem sind mehrere neue Werkstatträume und ein umfassendes Multimedia-Angebot geplant, um weitere Bildungs- und Vermittlungsangebote zu ermöglichen. Das Museum soll nach dem Umbau auch barrierefrei erreichbar sein.

Während der pandemiebedingten Schließung können sich Interessierte auf der Website des Museums ein Bild von Hablik’s Werken machen: Dort ist ein virtueller Rundgang durch die Dauerausstellung "Glashäuser, Luftgebäude und Sternengrüsse. Utopien des Bauens" möglich.

Wenzel-Hablik-Museum

Kurzportrait des Künstlers

Wenzel Hablik wurde am 4. August 1881 als Sohn eines Tischlermeisters geboren. Im Jahr 1907 begegnete er auf Sylt dem Holzgroßhändler Richard Biel aus Itzehoe, der ihn zu sich nach Hause einlud. Noch im selben Jahr eröffnete Wenzel Hablik sein eigenes Atelier in der Brückenstr. 14 in Itzehoe. Dort lernte Hablik auch seine spätere Ehefrau, Elisabeth Lindemann, kennen.

Hablik gilt als einer der wichtigen Vertreter der deutschen expressionistischen Architektur- und Gestaltungsavantgarde. Besondere Bedeutung kommt dem utopischen Architekturkonzept zu, das Hablik, inspiriert von der Bergwelt mit ihren Kristallvorkommen, zwanzig Jahre lang entwickelt hat und für welches er bis heute international bekannt ist.

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